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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 15

Keine Fledermaus-Sammlung ohne diesen berüchtigten Klassiker!
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 15
- © Hachette

Jason Todd, der Nachfolger des zwischenzeitlich als Nightwing flügge gewordenen Dick Grayson, hatte nach der Zäsur, die das (erste) verlagsweite DC-Crossover „Crisis on Infinite Earths“ 1985/86 darstellte, keinen leichten Stand bei der Leserschaft. Er war zwar bereits 1983 (mehr oder weniger als Kopie des ersten Robins) aufgetreten, wurde nun aber nochmals neu eingeführt und bekam einen rebellischen, ungestümen Charakter verpasst. Das machte ihn nicht nur in den Augen seines Mentoren zum unberechenbaren Faktor im Kampf gegen das Verbrechen, sondern auch bei den Fans ziemlich unbeliebt. Und so sahen nicht wenige von ihnen die Chance gekommen, ihn loszuwerden, als sie 1988 die vierteilige Story „A Death in the Family“ in „Batman“ 426-429 vor eine zynische Wahl stellte.


Per Telefonabstimmung wurde entschieden, ob Jason eine dramatische Konfrontation mit dem Joker überleben sollte oder nicht. Das Ergebnis lautete „Nein“, wobei über die Jahre immer wieder Zweifel über Manipulationen der Telefonabstimmung laut wurden. Wie auch immer: Das Thema beschäftigt die Gemüter weiterhin und floss unter anderem in den Animationsfilm „Batman: Death in the Family“ (2020) ein, der den Zuschauern in interaktiver Form zahlreiche Möglichkeiten bot, die Story in Richtung verschiedener Enden zu beeinflussen. Der aktuellste Beweis, dass die legendäre Story nichts an Faszination verloren hat, markiert die Miniserie „From the DC Vault: Death in the Family: Robin Lives!“ von 2024, in der Jean Marc deMatteis und Rick Leonardi ebenfalls einen alternativen Ausgang schilderten.


Besagter Vierteiler wäre eine tolle Ergänzung für den in diesem Band abgedruckten Klassiker gewesen, erschien aber zu spät für die der Hachette-Sammlung zugrundeliegende Reihe von Panini Italia. Das Original von 1988 muss jedenfalls Teil einer ernsthaften Fledermaus-Kollektion sein und hat daher natürlich auch hier seine Berechtigung – primär natürlich aufgrund des spektakulären Todes eines zentralen Charakters, der auf geradezu zynische Weise den grimmiger werdenden Ton des Superhelden-Mainstreams jener Tage reflektierte, und weniger aufgrund der von Jim Aparo gewohnt solide gezeichneten Handlung von Jim Starlin. Diese weist nämlich einige Logikfehler auf und wählt, wenn wir an die Allianz zwischen dem Joker und den Ayatollahs denken, erzählerisch durchaus auch die Brechstange als Werkzeug, um ihr Ziel zu erreichen. So wie der Joker!
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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