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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 20

Acht Hefte reichten Steve Englehart aus, um Batman zu seinen düsteren Wurzeln zurückzuführen.
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 20
© Hachette

Schon die unscheinbare Tatsache, dass Chief O’Hara, der eigens für die kultige Batman-Fernsehserie der 1960er geschaffen worden war, im vorliegenden Band auftritt, sagt einiges über den ungeheuren Einfluss besagten Bildschirmerfolgs auf die Comics rund um den Mitternachtsdetektiv aus. Längere Zeit waren dessen Abenteuer in einem wesentlich lockeren, teils fast schon harmlosen Ton gehalten, wobei es im Folgejahrzehnt Bemühungen gab, dem Charakter seine angestammten dunkleren Seiten zurückzugeben. Ihnen hat Hachette im Rahmen der Fledermaus-Sammlung bereits in Band 17 mit legendären frühen Arbeiten von Neal Adams Rechnung getragen und tut dies auch im folgenden Band.


Zum Abdruck kommen diesmal nämlich „Detective Comics“ 469-476, acht Ausgaben, mit denen der kurz zuvor vom Konkurrenten Marvel zu DC gewechselte Steve Englehart die Weichen in Gotham City wieder spürbar in Richtung eines düsteren Tons stellte (und diesen als „Strange Apparitions“ genannten Run auch als Basis für seinen Beitrag zum ersten „Batman“-Kinofilm 1989 nutzte). Ein nicht unwesentlicher Teil der Lorbeeren muss überdies den beteiligten Künstlern zugestanden werden, wobei Walt Simonson lediglich in den ersten beiden Heften mit an Bord war und mit seinem dynamischen Stil das Debüt von Doctor Phosphorus inszenieren durfte.


Einen starken Kontrast zu seinen großflächigen Panels, aber auch wesentlich filigraner gehaltenes Artwork steuerte anschließend der nicht minder legendäre Marshall Rogers bei. Zusammen mit Tuscher Terry Austin gestaltete er sowohl die Rückkehr des Jokers (im Zweiteiler samt den von ihm geschaffenen lachenden Fischen) als auch von Hugo Strange. Nachdem er Bruce Wayne in seine Klinik gelockt und unter Drogen gesetzt hat, gelingt es diesem ebenfalls wie der in „’tec“ 470 erstmals auftretenden Silver St. Cloud, dessen Geheimidentität aufzudecken.


Während die attraktive Dame jedoch mit den Folgen ihrer Entdeckung hadert, macht sich der schurkische Professor sogleich daran, den bekannten Milliardär um sein Vermögen zu erleichtern und die brisante Information an den Meistbietenden zu verkaufen. Abgerundet durch Gastspiele von Robin und dem Pinguin ergibt das unter dem Strich ein Bat-Highlight der 1970er, das lediglich durch eine Handvoll Schnitzer im Lektorat und holprige Passagen bei den ersten beiden Kapiteln (etwa „Kommissar Gordon“) minimal getrübt wird.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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