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Batman – Die Chroniken des Dunklen Ritters 24

„Gotham by Gaslight“, die allererste Elseworlds-Story, hat sich ihren Platz in der Fledermaus-Sammlung mehr als verdient.
Batman - Die Chroniken des Dunklen Ritters 24
© Hachette

Aus unerfindlichen Gründen ließ DC „Elseworlds“, dessen Erzählungen in diversen Parallelwelten angesiedelt waren und bekannte Helden dort an ungewohnte Orte und Zeiten versetzten, bis zum großen Comeback vor wenigen Jahren längere Zeit ruhen. Zu den neuen Titeln des Sublabels zählten auch „Gotham by Gaslight: The Kryptonian Age“ (2024) und „Gotham by Gaslight: A League for Justice“ (2025), die beide als Fortsetzungen der allerersten Story dieser Art fungierten. Bei seiner Erstveröffentlichung 1989 prangte das Elseworlds-Logo noch nicht auf dem Cover von „Gotham by Gaslight: An Alternative History of the Batman“, der Oneshot wurde erst nachträglich zum Urahn des vor allem in der folgenden Dekade steten Outputs an Parallelwelt-Szenarios erklärt.


Aufgrund seines Einflusses, den es der erzählerischen Klasse von Brian Augustyn und dem Artwork des späteren „Hellboy“-Schöpfers Mike Mignola verdankt, passt „Gotham by Gaslight“ natürlich perfekt in die Bat-Kollektion von Hachette. Binnen weniger Seiten ist das ebenso clevere wie faszinierende Setting, das uns ins Gotham City des Jahres 1889 versetzt, etabliert. Bruce Wayne ist soeben von seinen „Lehr- und Wanderjahren“ zurückgekehrt, die er auch in dieser Parallelwelt unternommen hat, um den Mord an den eigenen Eltern zu rächen. Die Zeitungen spekulieren bald, ob es sich beim mysteriösen „Bat-Man“, als der er die Nacht verbringt, um jenen Dirnenmörder handelt, der im Jahr zuvor London in Angst und Schrecken versetzt hat und sich als Jack the Ripper bezeichnet.


In puncto Atmosphäre und Handlung kann das 1991 erschienene Sequel „Batman: Master of the Future“, das sich ebenfalls im vorliegenden Band findet, nicht ganz mithalten und kommt über einen soliden Eindruck nicht hinaus. Zeichner Eduardo Barreto liefert einen sehenswerten Job ab, muss aber nach Augustyns Skript einen Bat-Man in Szene setzen, der überwiegend am Tag agiert. Das nimmt der 1892 angesiedelten Story viel vom düsteren, viktorianischen Flair, noch dazu bleiben die Motive des eher eindimensionalen Alexandre LeRoi, der die Weltausstellung in Gotham zur flammenden Katastrophe machen will, eher schwammig. Leider sind hier auch mehrere ärgerliche Patzer beim Lektorat zu bemängeln, was ebenso wie das kürzliche Fiasko bei „Dark Victory“ traumatische Erinnerungen an die qualitativen Abstürze beim einstigen Mitbewerber Eaglemoss weckt.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.der-dunkle-ritter.de.
 

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