Ab Herbst 2011 verpassten Scott Snyder und sein kongenialer Artwork-Partner Greg Capullo („Spawn“, „The Creech“, „Haunt“) dem verlagsweiten Relaunch „The New 52“ mit ihrem Run bei der monatlichen „Batman“-Serie einen definitiven Stempel, der Fans wie Kritiker gleichermaßen entzückte und als prägend für die Fledermausecke von DC in den 2010er Jahren gilt. Bevor er seinen Höhenflug im Superhelden-Mainstream so richtig begann, durfte der Jungstar schon die letzten elf Monate vor dem Neustart den Traditionstitel „Detective Comics“ betreuen: Die Hefte 871-881 finden sich in einem Rutsch im vorliegenden Band, mit dem Hachette innerhalb der aktuellen Kollektion ein weiteres Mal viel Lesestoff für wenig Geld bietet.
Zusammengefasst wird der Storybogen unter dem Banner „Black Mirror“, wobei der namensgebende Dreiteiler nur den Auftakt der folgenden Ereignisse darstellt. Zunächst muss sich Dick Grayson, der zwischenzeitlich ins Kostüm des Dunklen Ritters geschlüpft ist, mit einem ganz besonderen Auktionshaus befassen, das Gegenstände unter die wohlstandsverwahrloste Elite der Stadt bringt, welche einst Superschurken gehörten – jede Menge gefährliche Gegenstände, die nicht in die falschen Hände geraten sollten. „Der Dealer“, so der verantwortliche Strippenzieher, ist aber bei weitem nicht der einzige Gegenspieler, mit dem sich Dick herumschlagen muss. Ausgerechnet Sonia Branch, die Tochter von Tony Zucco, dem Mörder seiner Eltern, leitet die Gotham Global Modern Bank, in der Unbekannte öffentlichkeitswirksam einen toten Orcawal abgelegt haben.
Hier legen sich unter Snyders Regie die Schatten der Vergangenheit ebenso über die Ermittlungen von Dick Grayson wie jene von Commissioner Gordon. Dessen tragische familiäre Vergangenheit, die zunächst in den Backup-Storys „Skeleton Cases“ beginnt und sich nach und nach mit den Ereignissen der Gegenwart verknüpfend ins Zentrum schiebt, wird anhand der Frage, ob sein nach Gotham zurückgekehrter Sohn James nun ein psychopathischer Mörder ist oder nicht, meisterhaft aufgerollt. Die konträren Artworks – hier der schroffe Stil von Jock, da der runde, weiche Strich von Francesco Francavilla mit Oldschool-Flair – fügen sich letztlich ebenso gut zusammen wie die wendungsreiche Story. Im Anhang gibt es noch ordentlich Bonusmaterial, was auch diese Ausgabe zu einem weiteren Volltreffer aus dem Hause Hachette macht.





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