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Batman Graphic Novel Collection 34

Der ewige Erzfeind des Dunklen Ritters wird in gleich zwei herausragenden Storys in Szene gesetzt.

(C) Eaglemoss / Batman Graphic Novel Collection 34 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer vorliegende Band der Sammlung im Zeichen der Fledermaus enthält zwei essentielle Titel, die eigentlich in jede gutsortierte Comic-Bibliothek gehören, selbst die jener Zeitgenossen, die ansonsten um Superhelden einen großen Bogen machen. Der Joker, bekanntermaßen der wichtigste und populärste Batman-Gegner, eignet sich natürlich besonders, um psychologische Studien in Panelform zu betreiben. Wer auch schon die vorangegangene DC-Kollektion von Eaglemoss verfolgt hat respektive besitzt, erinnert sich sicher noch an Band 52, in dem ebenfalls zwei Batman-Storys abgedruckt wurden: Neben "Arkham Asylum" von Grant Morrison und Dave McKean fand sich dort auch das in der Kontinuität von "Batman: Year One" angesiedelte "Batman: The Man Who Laughs".


Aufgrund ihrer Qualität spricht nichts gegen diesen erneuten Abdruck der Story des Kreativduos Brubaker/Mahnke, wenngleich die größere Aufmerksamkeit der Leserschaft sicherlich "Batman: The Killing Joke" gelten dürfte. Und dies ist keinesfalls unbegründet, schließlich bekam der 1988 im Prestige-Format veröffentlichte Oneshot quasi sofort den Klassikerstempel verpasst und zeitigte einen immensen Einfluss auf die weitere Entwicklung seiner beiden Protagonisten, nicht zuletzt hinsichtlich Tim Burtons Kassenschlager "Batman" im Folgejahr. Der Clownprinz des Verbrechens erhält hier nicht nur eine definitive Origin, die in den Comics ansonsten nie wieder so deutlich ausformuliert wurde und letztlich auf einem einzigen schiefgegangenen Tag gründet, der aus einem normalen Menschen einen Irren machen kann.


Zumindest ist das die Ansicht von Batmans Gegner, der Commissioner Gordon und seine Tochter einem qualvollen Praxistest dieser Theorie unterzieht. Die Szenen der vom Joker angeschossenen und als Resultat in den Rollstuhl gebrachten Barbara Gordon sind längst ikonisch und Comic-Geschichte, wenngleich der Umgang des Schurken mit seinem Entführungsopfer für Kontroversen gesorgt hat und im Nachhinein auch Autor Alan Moore Selbstkritik üben ließ. Tatsächlich gelingt die Gratwanderung zwischen der nicht minder an Wahnsinn grenzenden Besessenheit von Batmans Kampf gegen das Verbrechen und dem unheilbar zerrütteten Geisteszustand seines Gegners so gut, dass dieses sexuell konnotierte Exploitieren einer wehrlosen Frau für den grundsätzlichen Charakter der Erzählung unnötig gewesen wäre.


Trotz diesbezüglich völlig gerechtfertigter Einwände lässt sich allerdings an der Bedeutung, die "The Killing Joke" für den Bat-Mythos im Besonderen und das Erwachsenwerden des Superhelden-Comics im Allgemeinen hat, nicht rütteln. Brian Bolland, dessen feinen Strich man meistens leider nur in Form von Coverillustrationen bewundern kann, hat hier wohl seine zeichnerische Glanzleistung abgeliefert. Als Bonus enthalten sind nicht nur Einblicke in seine künstlerische Herangehensweise (unter anderem zum berühmten Titelbild), sondern auch die von ihm geschaffene Kurzstory "An Innocent Guy" aus "Batman: Black and White" 4 (1996), die in der dieser Ausgabe zugrundeliegenden Deluxe Edition von "Batman: The Killing Joke" von 2008 nochmals zum Abdruck kam.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.batman-collection.de.


 
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