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BONFIRE – Glörius

Borila/H'Art

(C) Borila Records / BONFIRE: Glörius / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAlles neu im Hause BONFIRE? Fast, denn mit David Reece (ACCEPT, EZ LIVIN) hat sich Hard Rock-Urgestein und Mastermind Hans Ziller nicht nur eine neue Rockröhre vor das Mikrofon geholt, sondern auch gleich die Positionen am Bass und der Gitarre mit Ronnie Parkes und Frank Pané neu besetzt. Das war es aber auch schon mit den Neuerungen, denn schon der Opener "21 Guns Salute (Goes Boom)" stellt nach kurzem Intro klar, dass im Hinblick auf die musikalische Orientierung auf altbewährte Qualitäten gesetzt wird. Ein Donnerschlag läutet dann melodische Gitarrenläufe mit typischem Old School Hard Rock-Rhythmus ein und Sänger David Reece zeigt, dass er vor allem in den für BONFIRE so notwendigen klassischen Melodieabläufen mehr als nur sattelfest ist. Hard Rock mit besonders viel Harmonie, genau wie man es erwartet hat. Hans Ziller und seine neuen Jungs enttäuschen nicht und setzen auf das bewährte Rezept, was auch bei dem etwas schnelleren "Nothin' At All" relativ schnell klar wird: Schon nach wenigen Sekunden jagt der Song dem Hörer die geballte musikalische Essenz von rockiger Gitarrenmusik aus den 1980er Jahren ins Blut. Der erste Albumfavorit findet sich in Form von "Can't Break Away" und das wunderbare Zusammenspiel des rhythmisch-melodischen Refrains mit dem fast dezenten, jedoch sehr stimmungsmalerischen Gitarrenbeiwerk überzeugt ab der ersten Sekunde. "Remember" gerät in seiner Produktion etwas überladen und zu zahm, wobei es vor allem der Chor-Einschlag im Refrain ist, der einen die Augenbrauen hochziehen lässt. Ebenso zahm und mit Melodie vollgestopft wie der Vorgänger schafft es "Fallin' Outta Love" jedoch, den gewissen Rock-Spirit aufrechtzuerhalten und das gelingt BONFIRE fast auf dem gesamten Album mit einer Routine, die bei einem so frischen Line-Up fast angsteinflößend ist. Lediglich bei der abschließenden Cover-Nummer "With A Little Help From My Friends" ist man sich nicht sicher, ob das wirklich nötig gewesen ist. Neue Besetzung, alte Qualitäten und knapp an einer Überdosis Melodie vorbeischrammend liefern BONFIRE jedoch ein solides Album ab, das klarstellt, dass der melodische Hard Rock in seiner Reinform noch lange nicht ausgestorben ist.
www.bonfire.de
Christoph Höhl (8)


 
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