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DC Comics Graphic Novel Collection 150

Während Superman auf der Erde vermisst wird, gerät an anderer Stelle das Leben von Kal-El ins Wanken… auf Krypton?

(C) Eaglemoss / DC Comics Graphic Novel Collection 150 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie ursprünglich auf 60 Ausgaben ausgelegte Sammelreihe ging mehrmals in die Verlängerung, nun ist aber endgültig Schluss und das Bücherregal aller Leser, die bis zum Ende dabei waren, ordentlich aufgefüllt worden. Nicht immer hat es ihnen Eaglemoss leicht gemacht, dies zu tun, denn neben viel Licht in Form unzähliger Klassiker der DC-Historie im preislich unschlagbaren Hardcover-Format gab es auch einiges an Schatten durch mangelhaftes Lektorat und fehlende Originalcover zu verkraften. Während auf seinen letzten Seiten bereits die "Batman Graphic Novel Collection" beworben wird, die sich exklusiv dem Dunklen Ritter widmen wird, gibt es im vorliegenden 150. Band mit "Superman: Godfall" eine Story zu lesen, die der Mitarbeit von Michael Turner an "Superman/Batman" vorausging.


In dem Sechsteiler, erschienen im Frühjahr 2004 im Laufe zweier Monate in den damals drei monatlichen Supie-Serien "Action Comics", "Superman" und "Adventures of Superman", lebt Kal-El auf Krypton ein wenig spektakuläres Leben als Untersekretär der hiesigen Bürokratie mit seiner kleinen Familie. Als er jedoch von Rebellen angegriffen wird, die sich gegen die Unterdrückung von Aliens auflehnen, und er plötzlich unvermittelt Kräfte entwickelt, gerät seine unscheinbare Welt ins Wanken. Die Auseinandersetzungen führen dazu, dass er scheinbar einen Jungen ermordet, was mit Sergeant Preus einen Vollstrecker des Systems auf den Plan ruft. Doch nicht nur Kal-Els Leben auf Krypton ist eine Illusion, sondern auch seine Ehe mit der attraktiven Lyla.


Joe Kelly und Michael Turner lassen ihre Erzählung als scheinbares Alternativweltszenario in bester "Silver Age"-Manier starten, wobei natürlich von Beginn an feststeht, dass hier etwas nicht stimmen kann. Krypton, das sich letztlich als Flaschenstadt Kandor herausstellt, erscheint hier als eine von Rassismus geprägte Gesellschaft, was eine interessante Variaton zu seinem sonst üblichen Charakter als idealisiertes und harmonisches Utopia darstellt. Talent Caldwell macht einen guten Job am Zeichenbrett, wenngleich sein unverkennbar an Michael Turner erinnerndes Artwork nicht die Klasse des damaligen Verlagschefs von Aspen MLT erreichen kann. "Göttersturz" ist eine gute und lesenswerte Wahl als Finale der DC-Kollektion mit einer Krypton-Story aus "Superman" 141 von 1960 als Bonus.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.eaglemoss.de/dc-sammlung.


 
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