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Dead Snow (Splendid)

Der zweite Weltkrieg ist vorbei, und von den Schlächtern der SS nur noch in Geschichtsbüchern zu lesen. Doch das Böse hat überlebt und treibt in den Bergen Norwegens sein Unwesen.

Dead Snow (c) Splendid / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEine Gruppe junger Medizinstudenten (!) fährt in die Berge um Spaß zu haben und im winterlich verschneiten Norwegen im Schnee zu spielen. Vegards (Lasse Valdal) Freundin hat alleine und schon ein paar Tage früher den Weg zur Hütte genommen und auch beim Kontakt mit dem örtlichen Fluch bereits das Zeitliche gesegnet. Ein alter Kerl (glaubgruslig gespielt von Bjørn Sundquist) erklärt den Flaschen am ersten Abend auf der Hütte, warum es keine gute Idee ist hier Urlaub zu machen. Der SS-Trupp "Einsatz" hatte gegen Ende des zweiten Weltkrieges sein kleines Dorf derart malträtiert, dass sich die norwegische Bevölkerung irgendwann zum Mob zusammengeschlossen und die bösen Nazis mitsamt ihrem geplünderten Nazigold mit Heugabeln und Fackeln in die Berge getrieben hatte, wo die über 40 Mannen unter der Führung von SS-General Herzog erfroren. Doch das Bitterböse in ihnnen hält ihre verwesenden Körper mobil und lässt sie nach wie vor, tot wie lebendig, Angst, Schrecken und eine sehr lange Blutspur verbreiten.  


Gleich vorweg: Wer den klassischen Zombiesplatter mag, wird "Dead Snow" lieben. Die Story ist schön blöd und trotzdem ausgesprochen originell. Die ungewohnte Lebens- oder Todesumgebung der Zombies, die weiße, norwegische Winterlandschaft, bietet einen besonders schönen Kontrast zum vergossenen, verspritzten und verschütteten Blut und den abgetrennten Körperteilen. Die Charaktere der Medizinstudenten sind lustig und sympatisch gestaltet, was aber nicht heißen soll, dass man sich nicht trotzdem über jeden abgerissenen Kopf freut. Und wer wenn nicht SS-Schergen sind böse genug um aus purer Gier und grenzenloser Bosheit den natürlichen Tod zu besiegen und jeden auf abartigste Weise abzuschlachten, der in die Nähe ihres versteckten Blutgoldes kommt.


Fazit: Herrlich derbe Goreszenen, kranker norwegischer Humor, schöne Schwarz-Weiß-Rot Optik und ein böser SS-General, gegen den Hans Landa wie ein entlaufener Borderlinepatient wirkt.

# # # Sandy Mayer # # #





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