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SLAM #115 mit Interviews und Storys zu BROILERS +++ DROPKICK MURPHYS +++ SAXON +++ CANNIBAL CORPSE +++ FAHNENFLUCHT +++ DINOSAUR JR. +++ EYEHATEGOD +++ THE MIGHTY MIGHTY BOSSTONES +++ u.v.m. +++ plus CD mit 13 Tracks! Jetzt am Kiosk!

DEADSY - Phantasmagore

Tiefdruck/Universal
 
DEADSY phantasmagore (c) Tiefdruck/Universal / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDass Bandgründer Elijah Blue Allman der Sohn von Cher ist, sei hier erstmal nur peripher erwähnt. Elijah selbst gedenkt nämlich nicht, aus seiner prominenten Herkunft Kapital zu schlagen, und das sollte ihm relativ hoch angerechnet werden. In seiner Band DEADSY steht er auf einer Ebene mit seinen Mitmusikern, die sich allenfalls durch einen selbst auferlegten Farben-Identitätscode voneinander unterscheiden. War die Mucke der LA-Jungs auf dem 2002er-Album „Commencement“ noch ziemlich wavelastig und synthiegeschwängert, so konzentriert sich der Fünfer mittlerweile eher auf das Tieferstimmen der Gitarren und versucht, die Achsen des Rock-Universums für sich auszuloten. Dass man dabei – wenn vielleicht auch ungewollt – des Öfteren nach MARYLIN MANSON klingt, liegt eventuell am Gesang: Hier wird fast durchgehend der Meister zitiert, was aber den teilweise recht guten Songs nicht großartig im Wege steht. Der von der Band selber „Undercore“ genannte Stil setzt sich im Wesentlichen aus Gothrockelementen und diversen Zutaten aus der LIMP BIZKIT / LINKIN PARK / KORN- Abteilung zusammen. Scheinbar war man zu jeder Sekunde darauf bedacht, dem amerikanischen Musikmarkt so weit als möglich entgegenzukommen (das ist dann aber auch der einzige Vorwurf, den ich den Jungs hier machen muss). Die Halbballade „The Last Story Ever“ dürfte in diesem Kontext hervorragend funktionieren, dasselbe gilt aber auch für flottere Hüpfer wie das hitverdächtige „Babes In The Abbyss“. Der Titelsong mit massig Winkewinke aus der Emo-Ecke wird auch seine Pflicht erfüllen. Richtig geil finde ich den Opener „Razor Love“, das neogotische „Book Of Black Dreams“ und das eher unkonventionelle „Time“. Sparen können hätte man sich hingegen das STONES-Cover „Paint It Black“ – zu wenig Ideen flossen hier ein und lassen das Stück nicht wirklich aufregend anders daherkommen. Für den europäischen Markt wurde das Album übrigens erst jetzt lizenziert (in den US of A ist es bereits seit 2006 erhältlich). Man wird sehen, ob sich die im wörtlichen Sinne bunte Truppe zwischen all den Amy Lees, Todes-Sternchen und geschminkten Japanern halbwegs tapfer schlagen kann. Von mir gibt’s erst mal ein „OK, weitermachen!“.
www.deadsy.com
MikerOwavE (6)
 
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