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DETROIT COBRAS, THE - Tied & True

Rough Trade Records

THE DETROIT COBRAS tied & true (c) Rough Trade Records / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEs gäbe genug Gründe, die DETROIT COBRAS nicht zu mögen. Wer braucht denn bitte eine Band, die sich hauptsächlich auf das Nachspielen bereits vorhandener Songs verlegt hat? Die nicht einmal imstande (oder besser gewillt) ist, eigenes Liedgut zu schreiben. Verdammt noch einmal, die DETROIT COBRAS zeigen zum bereits vierten Male das auf, was heutzutage niemand hören will, da es die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist. Nämlich, dass man anno 2007 mittlerweile sehr gut darauf verzichten könnte, aus einer Fülle von zehntausenden Releases jährlich die besten herauszupicken, um schließlich festzustellen, dass trotz aller Bemühungen weder Neues noch Bahnbrechendes fabriziert wurde, das nicht bereits mindestens hundertfach in der Vergangenheit da gewesen war. Ganz nach dem Motto des DIE PRINZEN-Hits „Alles nur geklaut“ macht das Quintett aus der Autostadt Detroit im Grunde eben nichts anderes, als längst vergessene beziehungsweise nie gehörte R&B und Soul-Songs sich vorzunehmen und dermaßen gekonnt im Mixer durchzuschütteln, dass dem Original in den meisten Fällen schlicht und ergreifend die Show gestohlen wird. Dabei haben die DETROIT COBRAS mit Sängerin Rachel Nagy einen besonderen Joker im Ärmel, denn was Madame Nagy an erotischem Soul-Gesang aus ihren Stimmbändern hervorzaubert, ist schlicht und ergreifend der feuchte Traum des auf der Suche nach feuchten Träumen oft verzweifelnden Musikfeinspitzes. Es sind in der Tat die Vocals der Ausnahmesängerin, die mit einer beinahe unverschämten Lässigkeit dermaßen Drive entstehen lassen, dass dem Hörer von „Tied & True“ nicht viel übrig bleibt, als unweigerlich locker flockig darauf los zu shaken, am besten die ganze Nacht lang. Welche Songs welcher Bands sich die DETROIT COBRAS nun vornehmen, ist zweitrangig; die Detroiter Bande erinnert nicht an ihre Inspirationsquellen, sie lässt sie vergessen. Ein ‚Cheers’ auf die DETROIT COBRAS. In diesem Sinne: Shake your ass, baby!
www.detroitcobras.org
Dorian Frühbacher
 
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