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DEUS

18.11.2005, ARENA (WIEN)
deus02 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas war ein feines Konzertwochenende. Zuerst das OMAR RODRIGUEZ LOPEZ QUINTET in der Szene am Donnerstag und als Draufgabe am Feitag in der Arena: dEUS, der charismatische Fünfer aus Belgien. Vieles durfte man sich von Tom Barman & Co. erwarten, ist es doch schon wieder über ein Jahr her seit sie am Two Days A Week Festival in Wiesen gastierten. Damals konnten sie mich auf ihre Seite ziehen und mein Interesse für diese außergewöhnliche Band aus Belgien wuchs, blieben sie mir doch als beste Band des damaligen Wiesen Tages in Erinnerung. Als wir in der Arena ankamen war das Spektakel bereits voll im Gange und die Vorband ADMIRAL FREEBEE rockte bereits. Der Sänger & Admiral Chef himself gab sich in bester Rockstar Manier. Schwarz-rot kariertes Holzfällerhemd, Dreitagebart und eine verlebte "Lucky Ohne Bourbon"-Stimme. Überzeugen konnte mich der Belgiendreier auf keinste Weise, die Akzeptanz beim Publikum hielt sich ebenfalls in Grenzen. Wüste und niveaulose Rockplattitüden gepaart mit stupiden Textinhalten die sich um „love the bitches – hate the bitches“ drehten sind dann halt doch zu wenig. Geradlinige kick-ass Rocksongs ohne jeglichen Firlefanz – lustig waren die inhaltslosen Ansagen des Sängers aber allemal und nach jedem Song wurde betont, dass bald die "best band in the fucking world" die Bühne entern wird - endlich. Punkt 21.15 startete dann das Hauptabendprogramm und dEUS erklommen die in blaues Licht getauchte Bühne. Los ging es mit ruhigeren Songs die sich kontinuierlich steigerten und mit dem immer schneller und lauter werdenden Ende von „Instant Street“ ihren Höhepunkt erreichten. „No more loud music!“ Tom Barman war gut gelaunt und ließ sich auch zu einigen Wortmeldungen hinreißen. Breitflächige Soundkollagen, Prog-Rock meets Jazz und Noise – Elemente die die Musik von dEUS bestimmen. Das Unberechenbare, das nicht wissen was auf einen zukommt, das permanente Abbiegen kurz vor der eigentlichen Entfaltung der Songs. Und so spielten sich die Antwerpener quer durch ihre Schaffensperiode und die Highlights dabei waren sicherlich „Instant Street“, „Worst Case Scenario“ und das energiegeladene „Suds & Soda“ dass als Schlussnummer noch mal die Arenahalle zum Kochen brachte. Einziger Wehrmutstropfen: "Hotellounge" wurde ausgelassen – aber trotzdem eines der besten, interessantesten und niveauvollsten Konzerte seit geraumer Zeit. Uns wer noch die Lust verspürte mit Tom Barman oder dem Rest persönlich nach der Show zu plaudern, der konnte das im Arenabeisl auch noch nachholen - bei Suds & Soda versteht sich! Und wie formulierten es die ADMIRAL FREEBEEs so schön: „We love god and god is dEUS!”

Wolf Dieter Becvar
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