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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 106

Da es für ihren Eintrag in der Reihe kein Solomaterial gab, musste sich Hachette im Fall von Polaris anderweitig bedienen – und hat eine gute Wahl getroffen.

Die Marvel-Superhelden-Sammlung 106Zufall oder Absicht? Die zwei Herren, denen die vorangegangenen Ausgaben der "roten" Marvel-Sammelreihe gewidmet waren, tauchen im vorliegenden Band wieder auf: Havok zwischendurch als Leiter der Avengers Unity Squad (mehr dazu hier) und Quicksilver als dessen Augen und Ohren bei einem neu formierten Team, in dem seine Halbschwester Lorna Dane alias Polaris mitmischt. Der Name, unter dem beide zusammen mit Remy LeBeau im Auftrag der Firma Serval Industries arbeiten, ist jedoch altbekannt: X-Factor. Und wie so oft konnte eine solche Serie eigentlich niemand anderer verfassen als Peter David.


In den hier abgedruckten ersten sechs Ausgaben von "All-New X-Factor" aus der "Marvel NOW!"-Ära lieferte der leider kürzlich verstorbene Starautor wie gewohnt beste Unterhaltung mit grandios schnippischen Dialogen zwischen Charakteren, die einander teilweise nicht wirklich grün sind, herausfinden wollen, ob ihr Auftraggeber tatsächlich wie behauptet im Dienste der Allgemeinheit steht, und ganz nebenbei auch zusätzliche Mitglieder, darunter Danger und aus der "alten Garde" von X-Factor Warlock und Cypher rekrutieren. Angereichert mit der im Superhelden-Kontext unausweichlichen Action und dem sehenswerten Strich von Zeichner Carmine Di Giandomenico ergibt das ein tolles Auswachmanöver von Hachette aufgrund einer fehlenden Soloserie von Polaris.


Wie bei Havok wird auch dieser Band von klassischem Material aus den frühen Tagen von Marvels Mutanten eingeleitet in Form von "X-Men" 49-52, in denen Lorna Dane als Tochter des zu jener Zeit (ebenso wie Charles Xavier) totgeglaubten Magneto auftritt und ihre Magnetkräfte offenbart. Autor Arnold Drake stellte die Vaterschaft dabei als unmissverständlich dar, was in späteren Ausgaben und erst nach diversen Irrungen und Wirrungen in den frühen 2000ern endgültig Bestätigung fand, während der ebenfalls nur kurze Zeit für die Serie tätige Jim Steranko besonders bei den Eröffnungsseiten der zweiten und dritten Story einen ahnungsvollen Vorgeschmack auf seine optischen Glanztaten bei den Abenteuern Nick Furys ablieferte.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette



Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.


 

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