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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 109

Allein schon wegen den beiden „Lifedeath“-Storys müssen geneigte Fans zuschlagen.
Die Marvel-Superhelden-Sammlung 109
© Hachette

Storm ist eines der ältesten und auch bekanntesten Gesichter der X-Men, trotzdem musste sie mehreren von ihnen den Vortritt in der „roten“ Hachette-Sammlung lassen. Aber wie heißt es doch so schön? Je später der Abend, desto angenehmer die Gäste. Gegliedert ist Band 109 in zwei Teile, wobei bereits der erste einen klaren Kaufgrund liefert, schließlich setzt er sich aus den beiden „Lifedeath“-Storys zusammen, die 1984/85 in „Uncanny X-Men“ 186 und 198 erschienen und somit in jene Phase fielen, in der Ororo Munroe ein punkiges Outfit samt Irokesenfrisur trug. Hinter dem markanten Äußeren verbergen sich jedoch Unsicherheit und Selbstzweifel, denn nach dem Verlust ihrer Kräfte hat sie jeglichen Lebensmut verloren.


Während an anderer Stelle die Dire Wraiths in Erscheinung treten und sich Rogue auf der Flucht befindet, versucht Forge die einstige Göttin wieder aufzupäppeln. Dabei kommen sie sich auch sehr nahe – was jedoch vorbei ist, als Storm erfährt, dass es seine Waffe war, der sie ihre aktuelle Lage zu verdanken hat. Die vom bewährten Chris Claremont wirklich toll geschriebene, einfühlsame Story, die nebenbei auch die Action nicht vernachlässigt, wurde vom nicht minder großartigen Barry Windsor-Smith ebenso kongenial illustriert wie die Fortsetzung, in der es Storm in die Wüste Ostafrikas verschlägt. Hierzulande kamen beide Storys erstmals in den „Die Gruppe X“-Taschenbüchern 17 und 20 des berüchtigten Condor Verlags, der Claremonts redselige Dialoge bekanntlich bis zur Sinnlosigkeit einzudampfen pflegte, zum Abdruck.


Nachdem eine qualitativ hochwertige deutsche Übersetzung dieser Highlights für sich schon einen klaren Kaufgrund darstellt, gibt es anschließend noch neueres Material zu lesen, das die Herrin des Wetters in einer längst gefestigteren Verfassung präsentiert. In der vierteiligen Miniserie „X-Men: Worlds Apart“ (2008/09) kämpft Storm gegen den Shadow King, einen der gefährlichsten und mächtigsten Gegner der Mutanten, der sich unter anderem des Geists ihres (damaligen) Ehemanns T’Challa alias Black Panther bemächtigt. Christopher Yosts Story und das gefällige Artwork von Diogenes Neves gehen auf jeden Fall klar und runden den Band ab, bei dem sich allenfalls die Wahl des Covermotivs mit einer nicht so vorteilhaften Darstellung der Protagonistin bemängeln ließe.


# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
 

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