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Die Marvel-Superschurken-Sammlung 7

Mit den Storys in diesem Band wird ein feiner Abriss der ersten Dekade von Apocalypses unheilvoller Karriere bei Marvel geliefert.
Die Marvel-Superschurken-Sammlung 7
© Hachette

In Form von „X-Men: Apocalypse“ schloss das Kinopublikum 2016 Bekanntschaft mit einem der ikonischsten Vertreter aus der Schurkengalerie von Professor Xaviers Schützlingen. Eingefleischte Marvel-Fans kannten den Herrn mit der ungesunden Gesichtsfarbe und ins Extreme verzerrten darwinistischen Ansichten über das Überleben des Stärkeren zu diesem Zeitpunkt schon drei Dekaden länger, denn En Sabah Nur trat erstmals 1986 in „X-Factor“ 5 (noch in den Schatten verborgen) und 6 (in seiner ganzen, fiesen Pracht) auf. Mit diesen beiden Ausgaben, die den Autorenwechsel von Bob Layton zu Louise Simonson markieren und die ursprünglichen X-Men als von internen Problemen geschwächtes Team schildern, beginnt der vorliegende Eintrag der Schurken-Sammlung, den sich Apocalypse als schweres Kaliber mehr als verdient hat.


Nach diesen sehr gut gealterten, von Jackson Guice gezeichneten Heften, die damals einen ersten Vorgeschmack auf die Gefährlichkeit des neuen Gegners gaben, folgt mit der Ende 1996 erschienenen Miniserie „The Rise of Apocalypse“ die Origin des Charakters, dessen Beliebtheit im Jahr zuvor im Rahmen des Alternativwelt-Crossovers „Age of Apocalypse“ ein neues Level erklimmen konnte (es ist nebenbei bemerkt jammerschade, dass Hachette nicht zumindest die zentralen Kapitel besagten Highlights analog zu „Onslaught“ in mehrere Bände seiner ersten Marvel-Reihe verteilt hat). Terry Kavanagh und James Felder erzählen darin die Herkunft von Apocalypse, der vor 5000 Jahren als „Missgeburt“ in der lebensfeindlichen Wüste Ägyptens ausgesetzt, aber vor dem Tod gerettet wird.


Ziehvater Baal vom Volk der Sandstürmer sieht in ihm einen Hoffnungsträger im Kampf gegen den despotischen Pharao Rama-Tut, bei dem es sich – Marvel-Connaisseure wissen Bescheid – natürlich um eines der zahlreichen Alter Egos von Kang dem Eroberer handelt. Dank seiner durch zahlreiche Zeitreisen erworbenen Kenntnisse weiß er natürlich um die Rolle, die En Sabah Nur dereinst spielen wird, und versucht diesen unter Kontrolle zu bekommen. Die Story liest sich als Ganzes sehr gefällig, wobei ihr größter Verdienst neben der Etablierung von Apocalypses Herkunft sicherlich die clevere Einbindung der Geschehnisse aus „Fantastic Four“ 19 (aus dem ebenso fernen Jahr 1963) ist, als Reed Richards & Co. selbst in Ägypten und zwischendurch als Skalven von Rama-Tut landeten. Lediglich das Artwork von Adam Pollina, das über weite Strecken wie ein schwaches Abziehbild der Kunst zeitgenössischer Größen wie Joe Madureira wirkt, kann da qualitativ nicht mithalten.
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette

Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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