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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 110

Als sich ein Bekannter aus Schulzeiten meldet, wird Johnny Storm nicht nur mit einem tragischen Zwischenfall aus jenen Tagen konfrontiert.
Die Marvel-Superhelden-Sammlung 110
© Hachette

Innerhalb der zweiten Marvel-Sammlung machten die Fantastic Four zwar das erste Dutzend an Ausgaben voll, doch auf Einträge zu den vier einzelnen Mitgliedern galt es länger zu warten: Ben Grimm war in Band 66 dran, Sue Storm-Richards in Band 87 und Reed Richards wird mit Band 111 an der Reihe sein. Bei der vorliegenden Nummer hingegen handelt es sich um die zweite in der Kollektion, die mit „Die Fackel“ betitelt ist – mit dem kleinen Unterschied, dass sich Band 15 Jim Hammond widmete, bekanntlich die erste Human Torch und einst in „Marvel Comics“ 1 des damaligen Timely-Verlags als künstliches Geschöpf von Phineas Horton aufgetreten.


FF-Fans mussten sich also etwas in Geduld üben, bis dem ungleich populäreren Hitzkopf ebenfalls die Ehre eines eigenen Eintrags zuteilwerden sollte. Das Warten hat sich allerdings gelohnt, denn Hachette erfreut sie mit den ersten sechs (von ingesamt zwölf) Heften von „Human Torch“ Vol. 2 (beim ersten Volume handelte es sich übrigens lediglich um Nachdrucke, während die ersten richtigen Solo-Abenteuer in „Strange Tales“ erschienen), für die Autor Karl Kesel 2003 eine dramatische Episode aus den Highschool-Tagen von Johnny Storm ersann. Der frischgebackene Superheld hatte damals mit Mike Snow, einem vielversprechenden Sportler, einen Rivalen um die Aufmerksamkeit der Mitschüler und besonders einer jungen Dame.


Viele Jahre, nachdem Johnny ihm unbeabsichtigt einen Teil des Gesichts verbrannt hatte, meldet dieser sich wieder bei ihm. Mike ist inzwischen für die New Yorker Feuerwehr tätig und braucht einen Fachmann für ein mysteriöses Feuerphänomen, dem ein Kamerad zum Opfer gefallen ist. Als sich Johnny der Sache annimmt, muss er sich seinem ganz persönlichen Sündenfall von damals stellen und gleichzeitig auch der eigenen Rolle als Person der Öffentlichkeit, der vor allem die aufdringliche Reporterin Sheila Donner nachspürt – beides Faktoren, die der Lösung des Falls entscheidend im Weg stehen könnten.


Die Idee, ausgerechnet die Fackel zwischenzeitlich bei der Feuerwehr andocken zu lassen, ist so simpel wie clever, dabei lassen sich zusammen mit Johnny einige interessante Einblicke in den gefährlichen Job dieser Helden des Alltags gewinnen. Karl Kesels Story schlägt mehrere Haken, sodass die Sache spannend und äußerst kurzweilig bleibt. Geschmackssache ist hingegen eher das Artwork von Skottie Young („Der Zauberer von Oz“, „I Hate Fairyland“), dessen cartoonhafter, hier doch arg flapsiger Stil nicht so wirklich zum ernsten Unterton passen will, ganz abgesehen von mancher Inkohärenz, was etwa die Darstellung von Gesichtern betrifft (und wohl nicht einmal die abgefeimteste Reporterin würde mit offenem Ausschnitt auf einem Friedhof auftauchen).
 

# # # Andreas Grabenschweiger # # #
 

Publisher: Hachette


Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.
 

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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