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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 34

In seinem ersten Solo von 1993 jagte Deadpool nicht nur dem Vermächtnis eines Auftragsgebers hinterher, sondern hatte auch selbst eine Zielscheibe auf dem Rücken.

(C) Hachette / Die Marvel-Superhelden-Sammlung 34 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNachdem bereits in Ausgabe 14 der "schwarzen" Marvel-Kollektion von Hachette die ersten fünf Augaben seiner 1997 gestarteten Monatsserie enthalten waren, was noch vor dem Start der "Deadpool Killer-Kollektion" bei Panini deren deutsche Premiere darstellte, erhält der "Merc with a Mouth" nun auch einen ihm gewidmeten Band innerhalb der zweiten, "roten" Sammlung. Offenbar gab es zwischen der Text- und Grafikabteilung ein kleines Missverständnis, denn auf der Rückseite sind die Covers von "Deadpool: Suicide Kings" abgebildet, das aber bereits innerhalb der "schwarzen" Reihe zum Abdruck kam. Hier ist neben zwei netten aber vernachlässigbaren Kurzstorys aus der Jubiläumsausgabe "Deadpool" 900 (2009) und "New Mutants" 98 jedoch "Deadpool: Circle Chase" 1-4 (1993) enthalten.


Um das berühmt-berüchtigte Debüt von 1991, geschaffen von Rob Liefeld und Fabian Nicieza, kommen Deadpool- und Marvel-Historiker natürlich nicht herum, wenn auch nicht aus Gründen intellektueller Überforderung. Das Heft, das kurz vor dem Neustart von Cables Mutantenteam als "X-Force" erschien, ist ein Kind seiner Zeit, das hautsächlich optische Schauwerte liefert und weniger durch eine tiefgründige Handlung auffällt, wie sie etwa Chris Claremont ablieferte. Auch die erste Miniserie von Wade Wilson präsentiert sich im schrillen Stil der 1990e Jahre: Gewalttätige Konfrontationen mit kräftigem Bizeps, Hieb- und Stichwachen jeder Art, bionischen Armen und zynischen Dialogen.


Fabian Nicieza schickt Deadpool auf die Jagd nach dem Vermächtnis seines toten Auftraggebers Tollivers, die der damalige Newcomer Joe "Mad" Madureira illustriert. Das Artwork lässt schon Ansätze seiner späteren Klasse bei "Uncanny X-Men" erkennen, kann sich aber noch nicht vom populären und gern kopierten Image-Stil der frühen 1990er abheben. "The Circle Chase" ist eine temporeiche Actionkomödie, nicht mehr und nicht weniger, mit einem schon etwas mehr in Richtung der uns bekannten Version ausformulierten Protagonisten, wenngleich die Charakterisierung in homöopathischen Dosen erfolgt. Als Trip in die wilden 1990er hat dieser Band aber auf jeden Fall seine Berechtigung, denn es muss nicht immer ein teures Steak sein. Manchmal reicht auch ein schmackhafter Burger!


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.


 
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