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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 134

Reed Richards schickt seine Familie und sich auf eine Reise durch Zeit und Raum, deren vergnüglicher Charakter jedoch einen ernsten Hintergrund hat.

(C) Hachette / Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 134 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAktuell herrschen wieder goldene Zeiten für Fans jenes Superhelden-Quartetts, mit dem Marvel 1961 seine Blütezeit im "Silver Age" einläutete, nachdem es in den letzten Jahren etwas mau um den einstigen Traditionstitel mit dem selbstbewussten Wahlspruch "The World's Greatest Comic Magazine" bestellt war. Aufgrund der Probleme mit den Filmrechten zwischen dem "House of Ideas" und 20th Century Fox, die ja mittlerweile wegen der Übernahme durch Walt Disney der Vergangenheit angehören, wurde das publizistische Engagement wie auch bei den "X-Men" zwischenzeitlich zurückgefahren, wobei auch die katastrophale Bauchlandung des 2015er Reboots "Fantastic Four" eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben mag. Anno 2013 gab es im Zuge der Initiative "Marvel NOW!" immerhin noch eine monatliche Serie der "First Family" des Verlags.


Matt Fraction, zu jener Zeit eines von Marvels heißesten Eisen, übernahm die eigentlich undankbare Nachfolge von Jonathan Hickman als Autor der Serie, die damals mit einer neuen Nummer eins gestartet wurde und mit Mark Bagley auch einen erfahrenen Künstler (und nebenbei den definitiven Spidey-Zeichner der 1990er) zugeteilt bekam. Deren erste acht Ausgaben in der vorliegenden Ausgabe der Marvel-Sammelreihe bieten auf die einfache und doch bewährte Formel "Familie und Entdeckungen" reduziert tadellose Unterhaltung, die alle "FF"-Zutaten vereint, die in den Jahren zuvor vielleicht in ihrer Gesamtheit nicht ganz so stark betont worden waren, sprich jede Menge technische Erfindungen mit Hirnverknotungsfaktor, Marvel-Wissenschaft, Reisen in unbekannte Sphären und familiärer Stress sowie Sorgen der einzelnen Team- und Familienmitglieder.


Als Ausgangspunkt dient ganz einfach eine Entdeckungsreise, zu der Reed Richards Sue, Ben und Johnny sowie die Sprösslinge Franklin und Valeria einlädt, und die sogar durch die Zeit führen soll. Um bei allen Späßen – Yancy Street hin und Tante Petunia her – aber auch für etwas Tragik zu sorgen, die sich durch die wohltuend für sich stehenden einzelnen Kapitel zieht, schwebt über dem Ganzen die Befürchtung von Mister Fantastic, dass seine instabilen Moleküle endgültig zerfallen und auch das Ende seiner ebenfalls derart beschaffenen Liebsten bedeuten könnten. "Reisende" atmet jede Menge klassisches FF-Flair, das wohl nicht nur Nostalgikern Freude bereiten dürfte, sondern auch der jüngeren Leserschaft bedenkenlos als Lektüre dienen kann. Und sogar sollte, denn die Youngsters waren ja ursprünglich auch die wichtigste Zielgruppe der Fantastischen Vier.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.zeit-fuer-superhelden.de.


 
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