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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 182

Ein Krieg zwischen Kree und Shi`ar bedroht auch die Erde, was ein großes, aber von internen Konflikten geplagtes Avengers-Aufgebot auf den Plan ruft.

Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 1821992 war ein turbulentes Jahr auf dem amerikanischen Comic-Markt, der (von einer wenig später platzenden Spekulationsblase getrieben) zu immer neuen Verkaufsrekorden eilte: Im Frühjahr erschienen die ersten Titel des frischgebackenen und von abtrünnigen Marvel-Künstlern gegründeten Verlags Image, im Herbst gelang DC mit dem spektakulär inszenierten Tod von Superman ein medialer Coup sondergleichen. Inmitten all des Bombasts, der mit einer neuen Generation von Superstars der zeichnenden Zunft, moderner Computerkolorierung und allerlei Gimmickcovers einherging, wurde vielerorts ein essentieller Teil jeder Geschichte außer Acht gelassen: Die Qualität der Erzählung.


Da sich auch das durch die Konkurrenz unter Druck geratene "House of Ideas" damals so manchen Schnitzer leistete, könnte ein Mammutprojekt wie "Operation: Galactic Storm" bei der heutigen Leserschaft Befürchtungen auslösen, es hier ebenfalls eher mit einer erzählerischen Bruchbude hinter glänzender Fassade zu tun zu haben – immerhin erschien das Crossover in 19 Teilen im Laufe von drei Monaten im Frühjahr 1992 quer durch mehrere Reihen mit Avengers-Bezug. Nach der Lektüre der ersten neun im vorliegenden Band versammelten Kapitel darf jedoch beruhigt aufgeatmet werden, denn die grundlegende Prämisse bringt zwar die Erde zum x-ten Mal in Gefahr, versetzt ihren Verteidigern aber immer wieder Tiefschläge durch Streitereien in den eigenen Reihen.


Die Entführung von Rick Jones durch Shi`ar-Agenten, die sich im Kampf gegen die Kree mächtige Hinterlassenschaften von dessen altem Bekannten Captain Marvel (siehe Band 75) sichern wollen, verwickelt zunächst Captain America und schließlich auch die Avengers und West Coast Avengers in die Angelegenheit. Steve Rogers bildet nun drei Gruppen: Jeweils eine soll zu den Shi`ar und Kree reisen, die dritte den Heimatplaneten verteidigen, den die zwei Imperien durch den Gebrauch eines Sternentors in Sonnennähe gefährden. Ein einfacher Plan, doch diverse Animositäten zwischen einzelnen Rächern sorgen für Abstimmungsprobleme und Alleingänge, die seine Ausführung nicht gerade erleichtern.


So kämpfen die Helden quasi an zwei Fronten, wenn einmal mehr Konflikte zwischen den ursprünglichen Avengers und ihrem Ableger von der Westküste aufbrechen oder Captain Americas Autorität von Iron Man mehr oder weniger offen in Frage gestellt wird. Dank der engen Abstimmung des Autorenteams rund um Roy Thomas, dem Strippenzieher des "Kree/Skrull-Kriegs", und Mark Gruenwald, einem weiteren Marvel-Urgestein, fallen die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln auffallend flüssig aus, was bei einer Saga dieses Umfangs keine Selbstverständlichkeit darstellt. Das Artwork präsentiert sich als solider Durchschnitt ohne Ausreißer nach unten oder oben (übrigens auch bei Greg Capullo und Steve Epting, deren spätere Klasse hier erst in Ansätzen erkennbar ist).


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.zeit-fuer-superhelden.de.


 
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