Im Rahmen von Dan Slotts langjähriger Orchestrierung der Abenteuer von Marvels Wandkrabbler wurde die Leserschaft mit einigen Änderungen des Status quo konfrontiert. Die größte Überraschung (und Anlass für ordentliche Kontroversen innerhalb des konservativen Teils der Fans) markierte sicherlich die Entscheidung, Spider-Man scheinbar sterben und Doctor Octopus seinen Körper übernehmen zu lassen. Da Otto Octavius wesentlich motivierter war, das eigene Forschertalent in bare Münze zu verwandeln, konnte Peter Parker nach der später erfolgten Delogierung seines „Untermieters“ auf die umfangreichen (und später wieder verlorenen) Mittel des weltweit agierenden Unternehmens Parker Industries zurückgreifen.
Dies eröffnete zwar erzählerisch neue Möglichkeiten, stand aber in krassem Gegensatz zu dem, wie Generationen von Lesern Peter kannten – nämlich als einen Streiter für das Gute, der privat meist knapp bei Kasse war und es sich schlicht nicht leisten konnte, um den Globus zu jetten. Um einen geerdeten Gegenpol zu Slotts Storys in „Amazing Spider-Man“ zu bieten, wurde daher 2017 „Peter Parker: The Spectacular Spider-Man“ gestartet und dabei ein geschichtsträchtiger Titel verwendet, schließlich trugen ihn (in teils gekürzter Form) bereits zwei frühere Serien. Als Autor fungierte der vom legendären Adam Kubert am Zeichenbrett unterstützte, kurz zuvor zum „House of Ideas“ gestoßene Chip Zdarsky, welcher mit einer (selbst für Spidey-Verhältnisse) hohen Gagdichte und dem Anknüpfen an bewährte Elemente der Spinnenhistorie punktete.
In den ersten sechs Ausgaben, die der vorliegende Band enthält, kehrt Peter Parkers Quasi-Schwester Teresa zurück (die Gründe hierfür erklärt ein Rückblick). Sie wird von Gray Blade, einer unabhängigen Abteilung von SHIELD, gejagt, da sie über geheime Informationen zum Bekämpfen von Superhelden und -schurken verfügt. Das macht Peters Leben, in das soeben die Comedian Rebecca London getreten ist, naturgemäß nicht leichter und so dauert es nicht lange, bis Teresas Häscher die Verbindung zwischen ihm und Spider-Man finden. Aber auch J. Jonah Jameson, seit neuestem Betreiber eines gewohnt hetzerischen Blogs, wittert eine gute Story, wobei es im sechsten US-Heft, das diese Ausgabe beschließt, zu einem ebenso dramatischen wie berührenden Moment kommt. Und erfreulicherweise lässt uns Hachette mit dem folgenden Cliffhanger nicht allein, denn in Band 239 wird es direkt weitergehen.





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