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Dorian Hunter – Dämonen-Killer 51.1

Nepal, das Dach der Welt. Wird Dorian Hunter im Himalaya den entscheidenden Hinweis erhalten, wo sich Hekate mit seinem entführten Sohn verborgen hält?

Dorian Hunter - Dämonen-Killer 51.1Das blutige Katz- und Mausspiel, in das verschiedene Fraktionen der Schwarzen Familie verwickelt waren, ist zu Ende. Obwohl Coco unter Lebensgefahr ihren Sohn zur Welt brachte, fühlt es sich dennoch wie eine Niederlage auf ganzer Linie an. Hekate hat das Kind entführt, noch dazu verabreichte sie Dorian ein tödliches Gift, das ihn innerhalb von neun Tagen töten wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch wo hält sich Hekate versteckt? Als sich Verzweiflung breitmacht, kommt von unerwarteter Seite der womöglich entscheidende Hinweis. Die Nachforschungen über die Herkunft der seltsamen blauen Blumen, die aus dem Körper jüngst Verstorbener wachsen, haben Jeff Parker nach Kathmandu geführt.


Die Pflanze ist Dorian auch in London im Kampf gegen Hekate begegnet. Unverzüglich begibt man sich nach Nepal. Kaum vor Ort angelangt erfährt die kurzzeitige Euphorie einen Dämpfer, denn das Talm in dem die Blumen zu finden sind, liegt mitten im Himalaya. Ein beschwerlicher Aufstieg steht Dorian und Coco bevor. Doch neben den extremen klimatischen und geografischen Bedingungen gilt es weitere Gefahren zu meistern. Warum trachten die friedfertigen tibetanischen Mönche Dorian nach dem Leben? Gibt es in den abgeschiedenen Tälern des Hochgebirges wirklich Yetis, die immer wieder Bergsteiger verschleppen? Schnell wird klar, dass der Weg in Hekates Reich Dorian alles abverlangt, doch für das Leben seines Sohnes zeigt er sich wild entschlossen.


Eben noch stand das erste große Jubiläum an – und wer glaubte, die Serie nehme sich nun eine kurze Verschnaufpause, wird mit der neuen Doppelfolge eines Besseren belehrt. Weilte man eben noch in London, treibt Zaubermond die Handlung um die undurchsichtige Figur der Hekate jetzt auf dem Dach der Welt mit enormem Tempo voran. Nach einer kurzen Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse gelingt es auf beeindruckende Weise, die Erlebnisse von Dorian mit denen zu einem früheren Zeitpunkt bereits geschilderten Abenteuer von Jeff Parker zusammenzuführen. Dabei ist erneut ein Hörspiel entstanden, das ohne Umschweife zu den bisher besten der gesamten Reihe zählt. Dies gilt für alle Bereiche, die eine gute Produktion ausmachen. Nicht nur die packende Story weiß zu überzeugen, auch die soundtechnische Gestaltung muss als überragend bezeichnet werden, sowohl was den Einsatz der Soundeffekte als auch die musikalische Gestaltung des Hörspiels betrifft.


Es gilt wirklich genauestens die Ohren zu spitzen, damit einem kein Detail der komplexen Handlung entgeht. Der Hörer bekommt wieder einige wenige Brotkrumen zugeworfen, was Hekates Person angeht, um so zusätzlich die Spannung zu schüren. Ebenso erfährt man mehr über den undurchsichtigen Gregor Yameshi und seine Vergangenheit. Dazu gesellen sich mit einer spielerischen Selbstverständlichkeit kleine Hörsplitter, die den Hörer in ein früheres Leben von Dorian entführen und wichtige Hinweise liefern, was es mit der Entführung seines Sohnes auf sich haben könnte. Unterschwellig sind stets die Sorge und Anspannung von Dorian und Coco um das eigene Leben und das ihres Kindes zu spüren.


Ein enormer Nervenkitzel entfaltet sich spätestens mit der Verlagerung der Handlung ins Gebirge. Die Bedrohung durch unsichtbare Feinde, die ungezähmte Natur und eine hinterhältige Gegnerin ist fast greifbar. Selten gelingt es mit den Mitteln von Geräuschen und Musik, Land und Leute in Szene zu setzen, wie in diesem Zweiteiler. Egal ob wir uns in der nepalesischen Hauptstadt befinden oder mit einer Gruppe von Sherpas ins Hochgebirge reisen, man hat stets das Gefühl, Teil der Geschichte zu sein.


Bei den Sprechern fällt es schwer, einen bestimmten aus der ausnahmslos hochklassigen Riege von Schauspielern hervorzuheben. Thomas Schmuckert und Claudia Urbschat-Mingues schaffen es problemlos, die veränderten Anforderungen mit Bravour zu meistern. Dazu gesellen sich viele weitere großartige Stimmen, die nicht in jeder zweiten Hörspielbearbeitung zu hören sind. Ebenso hält man daran fest, wo es möglich ist, Rollen mit Native Speakern zu besetzen, die einen enormen Beitrag im Hinblick auf Glaubwürdigkeit und Authentizität leisten. Ein auf allen Ebenen überzeugendes Hörspiel, das mit einem hoffentlich ebenso famosen zweiten Akt fortgesetzt wird.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Zaubermond


 

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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