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Dorian Hunter – Dämonen-Killer 53

Der Geschmack der Niederlage: Martin von Hekate entführt, Dorian gefangen in einem Zustand zwischen Leben und Tod! Besteht noch Hoffnung?

Dorian Hunter - Dämonen-Killer 53Was selbst das Oberhaupt der schwarzen Familie nicht geschafft hat, dürfte nun zur bitteren Realität werden, denn Dorian und seine Mitstreiter stehen vor einer allumfassenden Niederlage. Letztendlich scheint die aus einer Alraune erschaffene Dämonin Hekate ihr Ziel erreicht zu haben. Dorian Hunter ist gefangen in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod, Sohnemann Martin befindet sich immer noch in der Hand Hekates und die Jagd auf die verbliebenen Unterstützer setzt sich nahtlos fort.


Doch es regt sich Widerstand. Eine kurz vor Dorians Dahinscheiden entstandene Aufnahme liefert eine neue, vielversprechende Spur, um den Dämonen-Killer zurückzuholen. Die Tondokumente aus dem Leben von dessen früherer Inkarnation Georg Rudolf Speyer schildern die Ereignisse nach einer Rettung auf hoher See und der langwierigen Reise quer durch die deutschen Lande nach Wittenberg, wo er hofft, auf seinen alten Freund Dr. Faust zu treffen. Unterwegs kommt es zu einigen seltsamen und beunruhigenden Ereignissen, inklusive einer erneuten Begegnung mit dem Alraunenwesen Hekate.


Coco Zamis ist sich sicher: Wenn eine Möglichkeit besteht, Dorian zu retten, findet sie diese auf Schloss Wittenberg, der alten Residenz von Dr. Faust. Doch es gibt ein kleines Problem, denn heute residiert dort eine exklusive Schule mit sehr mysteriösen Lehrmethoden. Coco muss das alte Gemäuer undercover infiltrieren, wenn sie an Antworten gelangen will. Ein heikles Unternehmen, wie sich bereits nach kurzer Zeit herausstellt.


Nach den eher deprimierenden Aussichten der vorherigen Folge durfte man gespannt sein, welchen Weg die Serie einschlägt und ob sie die enorm hohe Qualität der letzten Einträge zu halten vermag. Tatsächlich ist das Kunststück gelungen, das Ganze auf allen Ebenen nochmals auf eine neue Ebene zu hieven und zu verbessern. Obwohl die Hauptfigur in einen magischen Dämmerzustand versetzt wurde, treibt Folge 53 das Geschehen konsequent auf zwei Zeitachsen voran. Während Coco Zamis in der Gegenwart versucht, hinter die Geheimnisse von Schloss Wittenberg zu gelangen, begleitet man Georg Rudolf Speyer auf einer weiteren Reise durch das ausklingende europäische Mittelalter.


Cocos Abenteuer sind von der ersten Minute an von einer finsteren, geheimnisvollen Stimmung geprägt, die wirkliches Gänsehautfeeling erzeugt. Undurchsichtige Figuren, die ihre wahren Motive gut zu verstecken wissen, und ein altes Gemäuer voller Geheimnisse tun ein Übriges, um den Hörer in die dunkle Welt des Dämonen-Killers zu entführen. Zum zwischenzeitlichen Lösen der Spannung gibt es immer wieder kurze, humorvolle Passagen, die sich bestens und organisch in die Handlung einfügen.


Übertroffen hat man sich aber bei der Inszenierung der Erlebnisse von Georg Rudolf Speyer. Das Publikum wird eingewickelt in eine mystische, düstere Atmosphäre. Obwohl die geschilderten Ereignisse eindeutig im Mittelalter verhaftet scheinen, wirken sie bei genauem Hinhören wie eine bösartigere Variante besagter Epoche. Erschaffen wird diese durch eine dichte Erzählweise, die mit seltsamen Ereignissen gespickt und von einer unheimlichen Stimmung durchdrungen ist. Viele auftauchende Figuren verfolgen offenbar eigene, im Verborgenen liegende Ziele und geben ihre Geheimnisse nur ungern preis. Eine von Aberglauben und Zwietracht geprägte Epoche erwacht zu neuem Leben und wird zusätzlich durch eine darüberliegende inhaltliche Schablone okkult aufgeladen.


So entsteht ein Hörspielerlebnis, das seinesgleichen sucht. Das Sounddesign geht ganz eigene Wege und verschmilzt Musikelemente mit einer sich ständig verändernden Klangkulisse. Wortfetzen verkleben mit einer Vielzahl verschiedener Effekte und oft düsteren Tönen zu einer beeindruckenden Gesamtkomposition. Die Kirsche auf der Torte ist die in diesen Soundkoloss eingebettete Darbietung eines bekannten SCHANDMAUL-Songs, der hier nochmals ganz andere Qualitäten erlangt.


Einzelne Sprecher aus dem äußerst üppigen Cast hervorzuheben stellt bei einem derart hochklassigen Ensemble ein Ding der Unmöglichkeit dar. Möchte man dennoch jemanden benennen, so sind es sicherlich Thomas Schmuckert, welcher als Erzähler einen enormen Anteil an der außergewöhnlichen Stimmung dieser Episode hat, und natürlich Thomas Lindner, der zeigt, dass er neben dem Gesang auch als Sprecher zu überzeugen weiß. Diese Episode liefert den Beweis, dass Hörspiel immer ein Stückchen weit auch Kunst ist.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Titania Medien


 

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