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DREAM THEATER - Systematic Chaos

Roadrunner/Warner

DREAM THEATER systematic chaos (c) Roadrunner/Warner / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDa denkt man trotz aller Liebe zu den New Yorker Prog-Göttern, diese hätten mit den Alben „Scenes From A Memory“ und „Six Degrees Of Inner Turbulence“ ihren kreativen Zenith bereits überschritten (mit „Train Of Thought“ und „Octavarium“ wurden ja viele Fans inklusive mir nicht wirklich warm...), und dann pflanzen uns Portnoy, LaBrie, Petrucci, Myung und Ruddess so mir nix, dir nix dieses Rufezeichen von einem Album vor die Nase. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie lebt auf „Systematic Chaos“ der Spirit jener DREAM THEATER wieder auf, die Musikstudenten in aller Welt zur Verzweiflung und die Fans allerorts zur Verzückung bringen. Der Spirit, wegen dem wir diese Band eben lieben! Und das einfach nur, weil hier vier sehr talentierte Rockmusiker – plus einem mittlerweile von allen akzeptierten, eigenwilligen Sänger – zusammen ihre scheinbar nie enden wollende Kreativität ausleben. Lange Rede, langer Sinn: Was einem hier vorgelegt wird, ist so dermaßen überirdisch, dass einem beim Zuhören schwindelig und beim Versuch, alles irgendwie auch nur halbwegs zu erfassen, schon fast schlecht wird. DREAM THEATER legen sich selber die Latte wieder mal locker ein paar Kilometer höher und zelebrieren die acht Songs zwischen fünf und siebzehn Minuten, als wäre es bloß irgendeine Freizeitbeschäftigung. Zu erwähnen sind hier besonders das elfminütige düstere „Repentenance“, das sich bedrohlich vor dem Hörer aufbaut und relativ untypisch für einen DT-Track daherkommt. „The Dark Eternal Night“ ist vielleicht die beste (und mitunter eine der härtesten) Nummer, die die New Yorker jemals aus dem Ärmelchen geschüttelt haben und gipfelt in einem Refrain, der nicht von dieser Welt ist. Und schließlich das zweiteilige „In The Presence Of Enemies“, das mit insgesamt fast 26 Minuten zu Buche schlägt, das Album eröffnet beziehungsweise beendet und alles beinhaltet, was man zu DREAM THEATER wissen muss. Und selbst im relativ ‚kurzen’, siebenminütigen „Constant Motion“ passiert bereits soviel, wie bei anderen Bands auf drei Alben nicht. Das Quintett zeigt uns mit „Systematic Chaos“ (ist der Name denn gar Programm?) nach längerem Ideen-Tief und Depri-Phase, dass man nach wie vor das Um und Auf in Sachen Progrock zu sein gedenkt, denn keiner kommt an diesen Herrschaften jetzt mehr vorbei! Und endlich kommt auch wieder Tastenwizard Jordan Ruddess hörbar zum Zug, und dass Mike Portnoy nur live zwei Arme und im Studio mindestens acht davon hat steht auch außer Zweifel. John Petrucci spielt auf einer Gitarre soviel, wie ‚normale’ Gitarristen auf deren drei, und selbst Basser John Myung ist diesmal schön rauszuhören, groovt und frickelt sich auf seinem Sechssaiter einen Wolf. Prog-Herz, was willst du mehr? An einem Monument wie „Systematic Chaos“ wird sich wieder mal alles messen lassen müssen – und wieder einmal scheint keiner damit gerechnet zu haben. Burschen, was habt ihr denn erwartet? Ach ja...Höchstnote? Selbstverständlich!
www.dreamtheater.net
MikerOwavE (10)
 
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