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Durch die Kraft der Musik Stress und Angstzustände abbauen

Es ist zweifellos eine aufregende Zeit, in der wir leben. Wir sind mobil wie nie, in kürzester Zeit können wir per Bahn oder Flugzeug einer reizenden Stadt wie Kopenhagen, Auxerre, Straßburg, Barcelona oder Rom einen spontanen Wochenendbesuch abstatten. Gleichzeitig sind wir jedoch auch vernetzt wie nie zuvor.

StressEigentlich sind Antworten auf alle Fragen des Lebens ständig nur einige wenige Klicks entfernt. Noch nie war es so leicht Informationen einzuholen, denn mit unseren Smartphones, Tablets und Laptops haben wir das Internet de facto immer in der Tasche. Dank der immer besser ausgebauten Mobilfunknetze können wir Spiele von Novoline kostenlos spielen ohne Anmeldung, uns Reisetipps einholen, Flüge oder Hotels buchen, Arzttermine reservieren und uns sogar Essen nach Hause liefern lassen.


Jedoch existieren auch Schattenseiten zu all diesen Vorteilen und werden leider oftmals kaum oder gar nicht beleuchtet. Genau jene Technik mitsamt ihren Geräten sorgt beispielsweise auch dafür, dass wir ständig erreichbar sind. Was das für den beruflichen Alltag bedeuten kann, wurde kürzlich ersichtlich, als Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs über ein Arbeitspensum von 100 Stunden pro Woche klagten. Die Folgen können vor allem für Menschen, die in Städten leben, fatal sein. Diese befinden sich oftmals im Dauerstress und auch Angstzustände werden häufig im Zusammenhang mit Stress ausgelöst. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass Stress abgebaut werden kann – und das gelingt unter anderem mit Musik.


Was macht Stress so gefährlich und wie wirkt er sich auf unseren Körper aus?

Stress ist nicht nur in unserer Gesellschaft angekommen, er dominiert mittlerweile die Krankenakten der Menschen. Schätzungen von Gesundheitsexperten besagen, dass 75-90% aller Arztbesuche aufgrund von Beschwerden wahrgenommen werden, welche auf Stress zurückzuführen sind. Die Stressreaktionen unseres Körpers sind eigentlich eine positive Sache, denn diese sicherten über viele Jahrtausende unser Überleben. Stress unterdrückt beispielsweise das Schmerzempfinden, sorgt dafür, dass unser Körper die Muskeln und das Gehirn bei der Blut- und Sauerstoffversorgung bevorzugt und beschleunigt die Atmung, um mehr Sauerstoff in den Körper gelangen zu lassen. Was jedoch von der Natur als kurzfristige natürliche Reaktion auf eine Bedrohung gedacht war, ist heutzutage für viele Menschen zum Dauerzustand geworden, mit fatalen Folgen.


Gestresste Menschen leiden unter anderem an Schlafmangel. Hierfür ist der dauerhafte Anstieg an Hormonen wie Adrenalin sowie ein erhöhter Cortisolspiegel verantwortlich. Akuter Schlafmangel über einen längeren Zeitraum hinweg lässt den Körper der Betroffenen nicht mehr regenerieren und führt zudem zu Essstörungen. Diese äußern sich dahingehend, dass das Verlangen nach zuckerhaltigen und kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln gesteigert wird. Der Körper sieht in diesen nämlich die einzige Quelle, aus der er die Menge an Energie ziehen kann, die er benötigt. Überhaupt ist der Verdauungstrakt besonders von Stressreaktionen betroffen. Dieses Essverhalten führt darüber hinaus zu einem Mangel an dringend benötigten Nährstoffen und kann Beschwerden verursachen, die von chronischen Verdauungsproblemen bis zu Magengeschwüren reichen. Zu den weiteren stressbedingten gesundheitlichen Krankheitsbildern gehören Bluthochdruck, Herzrasen, Schmerzen sowie Hautreaktionen.


RelaxWas kann man gegen Stress und Angstzustände tun?

Ärzte geben natürlich als Erstes den Tipp, Stresssituationen gänzlich zu vermeiden. Dieser gut gemeinte Rat kann jedoch von den meisten Menschen schlicht und ergreifend nur bedingt umgesetzt werden. Generell gilt jedoch das Stresslevel, welchem man tagtäglich ausgesetzt sind, so weit wie möglich zu reduzieren. Dies kann abhängig vom Stresssymptom auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Eine viel zu oft unterschätzte Maßnahme ist, sich einfach in der freien Natur zu bewegen. Forscher der Universität von Michigan konnten in einer Studie nachweisen, dass bereits 20 Minuten in der Natur ohne technologische Begleiter ausreichen, um das Stresslevel der Menschen deutlich zu senken.


Neben Bewegung und Sport können noch zahlreiche weitere Möglichkeiten genutzt werden, um sich und seinen Körper zu entspannen. Entspannungsübungen etwa beim Yoga oder dem japanischen Kata mit seinen Atemübungen fördern den Abbau der Stresssymptome. Ein weiterer und eher unbekannter Förderer von guter Laune ist die Musik. Bei ihr handelt es sich sogar um einen universellen Helfer, der nicht nur gestresste Menschen dabei unterstützt, entspannter durch das Leben zu gehen. Mit ihr kann man sogar Angstzustände und Panikattacken behandeln beziehungsweise ganz vermeiden. Ein besonders interessantes Beispiel des Erfolgs von Musik bei der Behandlung von Angstzuständen ist die Angst vor dem Zahnarzt.


Erfolge der Musik anhand des Beispiels Zahnarztangst

Für viele Menschen sind schwitzende Hände, Magenkrämpfe, Herzrasen, ein erhöhter Blutdruck oder eine beschleunigte Atmung ein ständiger Begleiter beim Zahnarztbesuch. Immer mehr Zahnärzte versuchen, den Patienten dabei zu helfen, ihre Phobie in den Griff zu bekommen. Eine besonders wirksame und darüber hinaus auch noch kostenfreie Methode, welche von Zahnärzten vermehrt angewandt wird, ist die Musiktherapie. Musik sorgt beim Patienten für Ablenkung und versetzt ihn gleichzeitig in eine positive Stimmungslage. Wie erfolgreich Musik bei einer Phobie wie der vor dem Besuch des Zahnarztes sein kann, konnten englische Musiktherapeuten belegen. Sie entwarfen gemeinsam mit der Gruppe MARCONI UNION das Stück "Weightless". Dieses zehnstündige Stück wird auch als beruhigendstes Lied der Welt bezeichnet. Kann sich der Betroffene die Lieder selbst aussuchen, dann ist die Musiktherapie sogar noch erfolgreicher.


PlattenspielerWas macht Musik mit dem gestressten Körper?

Dieser Frage gingen zahlreiche Wissenschaftler nach und machten dabei einige faszinierende Entdeckungen. Jeder kennt sicherlich das Gefühl, das entsteht, sobald die ersten Klänge des aktuellen Lieblingssongs ertönen. Schlagartig ändert sich die Welt und eine besonders gute Laune ersetzt von einer Sekunde auf die andere den Stress. Dieser Vorgang wird durch das Glückshormon Dopamin ausgelöst. Dopamin ist eines der Belohnungshormone und steigert die Motivation, Leistungsfähigkeit und Konzentration. Dazu kommt, dass Musik dem Körper dabei hilft, das Stresshormon Cortisol abzubauen. Hat der Stress bereits Schlafstörungen verursacht, sollte man klassische Musik von Mozart und Bach vor dem Einschlafen hören. Teilnehmer einer Studie gaben an, dadurch deutlich besser einzuschlafen und vor allem die Nächte durchzuschlafen.


Musik hat jedoch auch Auswirkungen auf andere Stresssymptome. Eines der Symptome, welches sich mit Musik besonders gut behandeln lässt, ist der Bluthochdruck. Die Senkung des Blutdrucks durch musikalische Klänge geschieht mehr oder weniger automatisch, ohne dass man etwa auf die Atmung achten müsste. Studien konnten sogar ganz genau herausfinden, welche Art von Musik den Bluthochdruck reduziert. Die Blutdruckwerte von Probanden, welche klassische Musik hörten, verbesserten sich, während sich die Werte jener mit Popmusik kaum veränderten.


 
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