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Edgar Wallace präsentiert: Bliss ermittelt 12

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr. Ein neuer Spieler hat die Bühne betreten und verändert die Regeln zu seinen Bedingungen.
Edgar Wallace präsentiert: Bliss ermittelt 12
© Gigaphon Entertainment

In London gibt es nur ein Thema, das sich wie ein Lauffeuer verbreitet: Dreisten Gangstern gelingt ein spektakulärer Diamantendiebstahl, von den Tätern fehlt jede Spur. Das ändert sich allerdings von einer Minute auf die andere, denn ein anonymer Tipp liefert Scotland Yard entscheidende Hinweise. Die Beamten können den bekannten Einbrecher Grame verhaften. Der Fall scheint gelöst, doch bei der Verlegung nach Dartmoor gelingt dem Ganoven die Flucht, wobei die wiedergewonnene Freiheit nur von kurzer Dauer ist. Kurze Zeit später findet man Grame in einem Hinterhof, aus nächster Nähe erschossen. Nun landet der Fall auf dem Tisch von Inspector Bliss und seinem Team. Schnell wird klar, dass der Kriminelle ein Opfer des Zinkers geworden zu sein scheint.


Niemand kennt dessen Gesicht oder wahre Identität, doch allein sein Name genügt, um Londons Verbrechern Respekt einzuflößen. Er scheint jeden im Milieu genaustens zu kennen. Wer sich seinen Regeln nicht beugt, kann davon ausgehen, dass Scotland Yard bald auf ihn aufmerksam wird. Doch bei Grame bekommt die Arbeit des Zinkers eine neue Dimension, erstmals ist ein Todesopfer zu beklagen. Wusste Grame zu viel? Steht der Mord in Verbindung mit dem Ort, an dem man die Leiche gefunden hat? Eine Menge Fragen, die Inspector Bliss klären muss, wenn er dem Zinker Einhalt gebieten will.


Immer wieder schaffen es die Produzenten von Gigaphon, den Romanen von Edgar Wallace weitere Facetten abzugewinnen. Selbst hinlänglich bekannte Stoffe bekommen einen anderen Blickwinkel und lassen die Geschichte in einem neuen Licht erstrahlen. Natürlich kamen in der Vergangenheit auch jene Storys zum Zug, die insbesondere durch ihre illustren Locations bekannt wurden: Unheimliche Schlösser und Herrenhäuser, finstere Klöster und Ruinen dominierten vornehmlich die Wallace-Verfilmungen.


Bei „Der Zinker“ hat man auf dieses Gänsehaut-Image komplett verzichtet, dafür kommt jedoch ein anderer wichtiger Bestandteil vieler Romane des Autors zum Einsatz: Ein maskierter Superschurke, der Verbrecher und Ordnungshüter gleichermaßen in Atem hält und allen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Anders als der Hexer, der in immer neuen Verkleidungen in Erscheinung tritt, ist der Zinker ein gesichtsloser Hehler, der sich des Gesetzesapparats bedient, um unliebsame Komplizen und Gegenspieler aus dem Weg zu räumen.


Die Identität des Zinkers zu klären stellt die Grundlage für einen soliden Kriminalfall dar, der von einem kurzweiligen Katz- und Maus-Spiel geprägt ist. Immer wieder gelingt es, den Verdacht auf neue Personen zu lenken und so die Spannung lange Zeit aufrechtzuerhalten. Ergänzt wird dies mit einer ausgewogenen Mischung aus Ermittlungsarbeit, Actionelementen und einer Prise Humor, die dieses Mal wieder etwas größer ausfällt, dem Gesamteindruck aber gut zu Gesicht steht. Erfreulich sind der klare Aufbau dieses Hörspiels und seine Stringenz in der Erzählung. Obwohl falsche Fährten für den Hörer gelegt werden, verzichtet man auf störendes Beiwerk und konzentriert sich auf die Suche nach dem Mörder.


Die Soundeffekte sind gut in die Geschichte integriert und sorgen dafür, dass die Szenen genau jenen Grad an Ausschmückung erfahren, um die Handlung vor dem inneren Auge Gestalt annehmen zu lassen. In die musikalische Gestaltung schleichen sich neben den bereits bekannten Big-Band-Rhythmen auch neue Arrangements, die die Spannung erhöhen und bestens zum Setting der Story passen.


Eigentlich braucht man nicht mehr viele Worte über die Besetzung dieses Hörspiels verlieren. Die Stammcrew, bestehend aus Gordon Piedesack, Clemens Gerhard, Heiko Grauel und Linus Kraus, ist mittlerweile zu einer Einheit verschmolzen und agiert auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Neben Hörspiellegende Bert Stevens agieren weitere erstklassige Sprecher wie Saskia Haisch, Lucia Bayer und Marc Schülert und runden den positiven Gesamteindruck ab. Nach dem nun vollen Dutzend an Folgen zeigen sich keinerlei Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil, mit jeder weiteren Folge kann die Reihe den Eindruck bestätigen, dass hier Menschen am Werk sind, die den Geschichten von Edgar Wallace mit viel Liebe neuen Glanz verleihen wollen.
 

# # # Justus Baier # # #
 

Publisher: Gigaphon Entertainment
 

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