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Game-Review: Alone in the Dark (Xbox 360)

Nun ist er da, der neueste Titel der großartigen Survival-Horror-Serie: „Alone In The Dark“ - diesmal in der Gegenwart und auch noch dazu in New York. Wird das Game auch diesmal wieder unser Blut zum Stocken bringen und uns das Fürchten lehren?
 	Alone in the Dark (c) Eden Games/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Der Spieler erwacht in einem Hotelzimmer in New York und muss mit verschwommenem Blick beobachten wie offensichtliche Fieslinge lauthals über dessen Beseitigung diskutieren. Durch Augenzwinkern (ein witziges Feature – ausgelöst durch Druck auf den rechten Controlstick) sieht man wieder schärfer und wird – weiterhin in der Ego-Perspektive – durch das Foyer von einem Bösewicht mit seiner Knarre Richtung Dach zur Exekution gelotst. Wie 	Alone in the Dark (c) Eden Games/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klicken der schlaue Leser aber bestimmt schon vermutet hat, wird Edward’s Tod aber nicht so schnell Realität werden, denn plötzlich wird der potentielle Mörder von einem schwarzen Etwas verschlungen.

Jetzt eskaliert die Situation: überall im Gebäude entstehen Risse, Flammen züngeln an jeder Ecke – das Hotel droht einzustürzen! In wahlweise Third-Person- oder Ego-Perspektive liegt es nun an Edward aus dem Inferno abzuhauen. Immer wieder trifft man auf andere Überlebende, die es aus den Flammen zu retten gilt. Dazu verwendet man herumstehende Feuerlöscher um den Flammen Herr zu werden und um verschlossene Türen einzuschlagen. Falls man verwundet wird, kann man sich mit herumliegenden Medikits an den betreffenden Verletzungen versorgen (tatsächlich kann man an sich hinunterschauen, um den körperlichen Zustand zu begutachten). Immer weiter arbeitet man sich in Action-Sequenzen (wie zB dem Abstieg in einem Liftschacht über Tragekabel) in Richtung Erdgeschoss.
 	Alone in the Dark (c) Eden Games/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Bald trifft man auf eine Verbündete, die einen aber eher im Kampf behindert als unterstützt. Die ersten zombie-ähnlichen Kreaturen sind dann auch nicht mehr fern: diese erledigt man mit einer einem toten Sicherheitsmann abgenommenen Knarre und gibt ihnen mit einer selbst gebastelten Fackel dann den Rest. Immer wieder wird man mit klitzekleinen Rätseln konfrontiert, wie zB dem Kurzschließen des Sicherheitssystems, indem man sachte zwei Kabelenden miteinander verbindet (später dann auch bei Fahrzeugen). Nach einigen Kampfeinlagen und Kletterpassagen an der Hotelaußenwand hoch über New York erreicht man irgendwann die Tiefgarage und flüchtet mit einem Auto aus dem Horrorhotel. Darauf folgt wieder eine turbulente Autofahrt durch das implo- und explodierende New York mit Ziel „Central Park“. Dort erwartet einen dann  	Alone in the Dark (c) Eden Games/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenaber nicht die rettende Zuflucht, sondern mehr Monster und noch mehr Horror!

Die Umgebung im Spiel ist herrlich atmosphärisch animiert, allen voran die Explosionen und Flammen. Der Hauptcharakter – Edward – erinnert vom Aussehen an einen jungen Don Johnson in seinen Glanzzeiten (was absolut keinen Negativpunkt darstellt), seine hübsche Gefährtin sieht ebenfalls bezaubernd aus. Die Steuerung gestaltet sich zeitweise etwas träge und man muss bei einigen Actionsequenzen mehrmals sterben, um endlich weiterzukommen. Die manchmal unglücklich gewählten Kamerawinkel helfen einem da auch nicht wirklich weiter. Ein tolles Feature, das einem in solchen Situation helfen könnte, ist eine Art DVD-Player-Funktion, die es ermöglich im Spiel vor- und zurück zu spulen bzw. ganze Kapitel zu skippen, wenn man einmal wirklich nicht mehr weiterkommen sollte. Interessant ist es auch, dass man Waffen selbst zusammenbasteln kann, wie zB Molotov-Cocktails: einfach eine leere Flasche nehmen, Benzin von einem Auto abzapfen, ein Tüchlein rein und BUMM! Auch die Spielphysik lässt keine Wünsche offen – überall bröckeln Fliesen von den Wänden, Tische werden verschoben und Autos fliegen in die Luft.

Das Spiel wurde – zumindest auf Englisch – perfekt synchronisiert, bei der deutschen Synchro geht allerdings etwas an Atmosphäre verloren. Wunderschön ist auch die kinoreife Musikuntermalung, die das eh schon cineastische Spielspektakel unterstreicht (kommt am besten mit einem fetten Soundsystem). Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich bei „Alone In The Dark“ eher um einen spielbaren Bombast-Gothic-Horrorfilm handelt – von den klassischen Vertretern der Reihe ist es aber meilenweit entfernt.

Fazit: „Alone In The Dark“ ist ein nettes Horrorspektakel für zwischendurch – Augen, Ohren und Gänsehaut werden auf jeden Fall verwöhnt. Fans der alten Spiele sollten das neueste Werk aber vorher mal antesten, bevor sie es sich wirklich kaufen wollen. Gothic-Horror-Freaks und Fans von Spielen wir „Resident Evil“, „F.E.A.R.“ oder „Condemned“ können bei einem Kauf eigentlich fast nichts falsch machen.


###Thomas Sulzbacher###

Grafik: 8/10
Sound: 9/10
Steuerung: 7,5/10
Spielspaß: 7,5/10
Gesamt: 8

Entwickler: Eden Games
Publisher: Atari
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