Heiliges Kanonenrohr! Bereits mit "Batman – Arkham Asylum" sorgte das Londoner Entwicklerstudio Rocksteady anno 2009 für Furore in der Videospielwelt – keiner hätte damals gedacht, dass die alte Fledermaus nochmal ein so großartiges Comeback hinlegen würde. Dank DCs Cartoon-Zampano Paul Dini (unter anderem verantwortlich für die großartigen "Animated Series" von Batman und Superman aus den 1990er Jahren), der damals für das Drehbuch des Spiels sorgte, packte einen "Batman – Arkham Asylum" von der ersten Minute an, und bei "Batman – Arkham City" – ist es nicht anders. Im Stadtteil Arkham City, einem weniger ansehnlichen Fleckchen auf der Landkarte von Gotham (City) ist die Hölle ausgebrochen: Aufgrund der Ereignisse in "Batman – Arkham Asylum" wurden große Teile der Haftanstalt Arkham Asylum zerstört und Bürgermeister Quincy Sharp "verlegt" die ehemaligen Häftlinge in das abgeriegelte Arkham City. Sehr zum Missfallen des Millionärs Bruce Wayne, der dort – am Eingang des Verbrecherstadt – vor laufender Kamera seinen Unmut kundtut.Bösewicht Hugo
Strange lässt Wayne darauf hin von seinen Sicherheitsleuten ("Tyger") verhaften und wirft ihn dem kleinwüchsigen Verbrecher Pinguin sozusagen zum Fraß vor, nicht aber bevor er ihm über sein Wissen über Waynes zweite Identität unterrichtet. Als ziemlich angeschlagener Bruce Wayne (aber nach wie vor in feinstem Leinen), schlüpft man nun als Spieler in dessen Körper und entkommt dem Pinguin und seinen Schergen, um eine brisante Lieferung – abgeworfen vom ferngesteuerten Batwing über den Dächern von Arkham City – vom treuen Butler Alfred Pennyworth entgegen zu nehmen: Nämlich Batmans Anzug mitsamt allen praktischen Accessoires.
Was Rocksteady mit "Batman – Arkham City" gelungen ist, grenzt an schierem entwicklungs- und erzähltechnischen Wahnsinn (in positiver Hinsicht). Man könnte fast meinen, dass der Videospiel Batman nun zum ersten Mal die Turnhalle ("Arkham Asylum") verlässt und das Licht der großen Welt ("Arkham City") erblickt, um für Recht und Ordnung unter den wahnsinnigen und freilaufenden Insassen zu sorgen (allen voran natürlich der Joker und Two-Face, Solomon Grundy, Dr. Freeze, Clayface, Harley Quinn und viele mehr). Doch nicht nur auf ungute Zeitgenossen trifft man im grässlichen Stadtteil. Nachdem Batman die diebische Catwoman aus den Fängen von Two-Face befreit hat, steht diese in seiner Schuld und wird in weiterer Folge für schicksalshafte Veränderungen sorgen – und noch besser: Wenn man im Besitz des Catwoman-DLC ist, darf man die akrobatische Dame in einer Handvoll Missionen, welche perfekt in die Handlung des Spiels eingewoben sind, auch noch selbst steuern.Das macht
richtig Laune, denn wie auch schon Kollege Batman wurden Catwomans Bewegungsabläufe und Moves bis ins letzte Detail grandios gestaltet und lassen alles bisher Dagewesene im Actiongenre verblassen. Ebenso trifft man im Spielverlauf auch auf die jüngere Hälfte des dynamischen Duos, nämlich Robin höchstpersönlich. Der Charakter lässt sich aber nur mittels kostenpflichtigen DLC-Kauf und nur für die (unzähligen) Challenges freischalten. Wem der atemberaubende Storymodus noch zu wenig sein sollte, kann sich, wie bereits erwähnt, mit diversen Challenges herumschlagen oder die 400 (!) quer über Arkham City verstreuten Rätsel des hämischen Riddlers finden und lösen. "Batman – Arkham City" ist tatsächlich größer, schöner und besser als "Arkham Asylum" ausgefallen!Fazit: Batman-Hasser werden durch dieses Spiel zu Batman-Verehrern konvertiert, so großartig ist dieses Spiel geworden. Atmosphäre, Steuerung, optische Präsentation, Synchronisation, Wiederspielwert (dank Challenges und Riddler-Rätsel) und Overall-Gameplay: Hier stimmt einfach alles. Die nun folgende Wertung ist absolut gerechtfertigt und macht "Batman – Arkham City" zum Spiel des Jahres.
# # # Thomas Sulzbacher # # #
Grafik: 10/10
Sound: 10/10
Steuerung: 10/10
Spielspaß: 10/10
Gesamt: 10
Entwickler: Rocksteady Studios
Publisher: Warner Interactive





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