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Game-Review: Battleforge (PC)

Kann das Spielprinzip der Sammelkarten mit Echtzeitstrategie harmonieren? Gelingt mit "Battleforge" die Umsetzung einer originellen Spielidee?

battleforgecover (c) Phenomic/EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGleich vornweg: Singleplayer-Puristen und Online-Muffel werden mit "Battleforge" keine Freude haben, denn EA liefert hier einen reinen Multiplayer-Titel. Der Mehrspieler-Charakter kommt jedoch im weiteren Spielverlauf noch stärker zum Ausdruck, da die Partien nicht pausierbar sind und auch eine Speicherfunktion fehlt. Selbst eine spannende und gut erzählte Hintergrund-Story sollte besser nicht erwartet werden: Zwischensequenzen gibt es keine und all jene, die tief in das "Battleforge"-Universum eintauchen wollen, bleibt nicht anderes übrig als Unmengen an Text durchzuackern.


Wer trotzdem bereit ist, sich auf dieses neuartige Online-Spielprinzip einzulassen, darf sich über spannende und kurzweilige Mehrspieler-Partien freuen. Die Karten sind grundsätzlich für zwei bis vier Spieler ausgelegt; einige der Maps können jedoch kombiniert werden, daher sind heiße Online-Scharmützel sogar mit bis zu zwölf Teilnehmern möglich.
battleforge1 (c) Phenomic/EA / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Im Mittelpunkt des Spiels stehen die Sammelkarten, welche beliebig kombinierbar sind und gegen Bares per Zufallsprinzip erworben und online getauscht werden. Einsteiger dürfen sich zunächst daran versuchen die in der Verkaufsversion enthaltenen 3000 Battleforge-Punkte gegen erste Karten zu tauschen und daraus ein möglichst ausgewogenes Deck zu kreieren. Für 2000 Battleforge-Punkte sind ca. 20 Euro zu berappen, was sicherlich kein Pappenstiel ist. Insgesamt gibt es derzeit 200 verschiedene Sammelkarten, davon können 160 direkt erworben werden, der Rest lässt sich nur via Booster-Package käuflich erwerben. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit über den Marktplatz einzelne, fehlende Karten gegen überzählige Exemplare zu tauschen bzw. zu verkaufen. Hier bleibt abzuwarten wie gut dieses – vor allem bei Browsergames etablierte – Bezahlungsmodell der Micropayments angenommen wird; jedenfalls kann dem Spiel aber Potential zugesprochen werden, den einen oder anderen Sammler- und Spieltrieb zu wecken.


battleforge2 (c) Phenomic/EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGrundsätzlich sind die Spielkarten in vier Sparten unterteilt: Feuer, Frost, Natur und Schatten. Alle Kategorien bieten spezifische Vor- und Nachteile, die Spieldecks können dabei aber auch klassenübergreifend ausgewählt werden, eine bunte und durchdachte Auswahl ist auch die beste Basis für taktisch erfolgreiches Spielen. Die Spieltechnik befindet sich auf hohem Niveau und ist durch ansprechende Designs, natürliche Animationen und die überaus liebevoll gestaltete Spielwelt geprägt. Score und Spielsound können ebenfalls überzeugen.


battleforge3 (c) Phenomic/EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFazit: Hat das Sammlerfieber erst einmal eingesetzt, so gibt es kein Halten mehr. Allerdings sind die Einstiegshürden relativ groß. Ein Offline-Spielmodus mit eingeschränkten Gameplay hätte hier Wunder gewirkt. Auch die mangelnde Dramaturgie bei der Inszenierung der Hintergrundgeschichte und die Massen des zu bewältigenden Texts dürfte etwas abschreckend wirken. Nichtsdestoweniger bietet "Battleforge" eine innovative Spielidee und eine originelle Genre-Mischung. Zudem entschädigen eine großartige Grafik, der bombastische Sound sowie die teils spektakulären Schlachten für den einen oder anderen Kritikpunkt.

 

# # # Karl Stingeder # # #

Grafik: 9/10
Sound: 8,5//10
Steuerung: 8,5/10
Spielspaß: 7,5/10
Gesamt: 8,5/10

Entwickler: Phenomic
Publisher: Electronic Arts
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