Als "Bionic Commando" 1988 das erste Mal das Licht der Welt auf dem NES erblickte, wurden die Spieler Zeugen der neuartigen und bisher noch nicht dagewesenen "grappling hook mechanic" (also quasi die Verwendung einer Art bionisch modifizierten Enterhakens als Hilfsmittel). Diese Neuerung brachte frischen Aufwind in die damals eher festgefahrene 2D-Computerspielwelt. Abgesehen von einer im Jahr 1992 erschienen Version für den Gameboy und einer Art Sequel für den Gameboy Color 1999 wurde es eher still um das Franchise.
Nach gut zwanzig Jahren erlebt Capcoms "Bionic Commando" eine Wiederauferstehung in Form eines offiziellen Sequels zur Serie. Neu ist, abgesehen von der 3D-Umgebung, die Tatsache, dass der bionische Arm nicht mehr nur als Fortbewegungshilfe
verwendet wird. Der Arm eignet sich jetzt auch hervorragend zum Hacken der zahlreichen Terminals und Maschinen, oder einfach um seine Gegner außer Gefecht zu setzen. Das Sequel spielt zehn Jahre nach den Ereignissen im ersten Teil und folgt den Heldentaten von Nathan Spencer. Unglücklicherweise wurde dieser nach seinen tapferen Verdiensten für sein Land verschiedener Verbrechen bezichtigt, in weiterer Folge um seinen bionischen Arm erleichtert und zum Tode verurteilt.
Überhaupt haben sich einige Dinge im Zusammenhang mit den bionischen Soldaten verändert. Laut Regierung ist die bionische Technologie viel zu unbeständig, als dass man sie kontrollieren könnte und man schließt kurzerhand alle Institutionen, die sich mit dieser Technologie beschäftigen. Alle Soldaten, die mit bionischen Teilen ausgestattet wurden müssen diese abgeben. Bei manchen handelt es sich allerdings nicht nur um einen Arm, sondern beispielsweise um beide Beine, innere Organe oder andere Körperteile, weshalb viele von ihnen ins Exil flüchten. Viele wurden jedoch Anhänger der mysteriösen Organisation hinter General Groeder.
Nun zurück zu unserem Titelhelden, dem es gelingt aufgrund einer gravierenden Fügung des Schicksals dem Tod von der Schippe zu springen. In Ascension City wurde von Terroristen eine experimentelle Waffe gezündet und das ausgerechnet am dem Tag, an dem Nathan Spencer hingerichtet werden soll.
Nathan wird kurzerhand rehabilitiert und ins Krisengebiet geschickt um dem Ganzen nachzugehen. Das erste Level ist schon recht beeindruckend mit seinen zerstörten Hochhäusern und einer beklemmenden Atmosphäre totaler Verwüstung. In der Ferne sieht
man einen Wolkenkratzer einstürzen und Minuten später findet man sich in in der dadurch verursachten Staubwolke wieder. Das Tutorial besteht aus einem Flashback bei dem alle wichtigen Moves erlernt werden. Man hat am Anfang jedoch nur die notwendigsten Fähigkeiten und lernt in Form von Erinnerungen nach und nach weitere dazu, ähnlich wie bei PSI Ops. Das Schwingen mit Hilfe des bionischen Arms à la Spiderman macht wirklich grossen Spaß und macht einem die eigentliche Größe der Umgebung so richtig bewusst. Alledings ist es anfangs nicht ganz so einfach, da das Schwingen "skill based" angelegt wurde, das heisst, dass man sich erst wirklich damit vertraut machen muss um sich dann gekonnt durch die Lüfte zu schwingen.
Ansonsten geht die Steuerung recht einfach von der Hand und auch die Kameraführung ist dabei behilflich. Es gibt zwei Fadenkreuze, eines zum Schießen und ein anderes, welches die möglichen Punkte für den Enterhaken anzeigt - man kann sich so gut wie an allem festhaken und losschwingen. Die Grafik ist ebenfalls recht gut gelungen und überzeugt, vor allem die Atmosphäre der jeweiligen Umgebung: seien es die dichten, teils düsteren Wälder und Gärten, oder aber die großen, zerstörten Städte. Mike Patton, Sänger der Musikgruppe "Faith No More" leiht dem Hauptcharakter seine einzigartige Stimme. Musikalisch wird das Ganze mit einem filmreifen, orchestralen Soundtrack abgerundet. Das Spiel verläuft größtenteils linear, bringt aber durch das Element der vertikalen Bewegungsmöglichkeiten Abwechslung ins Spielgeschehen.
Fazit: Alles in allem ist Capcoms "Bionic Commando" ein gelungener Third-Person Shooter, bei dem sich Action und Geschichte stetig bis um epochalen Showdown steigern.
Grafik: 8/10
Sound: 9/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 8/10
Gesamt: 8
Entwickler: Grin
Publisher: Capcom





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