Das war auch schon die gesamte Einleitung in "Borderlands", also auf ins Vergnügen. Die Cel-Shading-Grafik verleiht dem Ganzen dabei einen sehr coolen Comic-Look, der die Stimmung deutlich beeinflusst. In einem Mix aus Egoshooter und RPG betreten wir also Firestone, unsere erste Wirkungsstätte. In dem kleinen, fast ausgestorbenen Dorf finden wir sowohl unsere ersten Aufträge als auch unsere ersten Gegner. Und wir finden Waffen – viele Waffen, mit vielen unterschiedlichen Daten. Das ist es auch, womit sich das ganze Spiel im Prinzip beschäftigt – dem Sammeln und Erledigen von Aufträgen, dem Töten von Gegnern und Finden von Waffen.
"Borderlands" spielt sich im Allgemeinen wie ein "normaler" Egoshooter, bringt aber einige klassische Rollenspielaspekte mit sich, die den Suchtfaktor deutlich erhöhen. So gibt es ein Levelsystem und XP als Belohnung für jeden Auftrag und jeden erledigten Gegner. Außerdem findet man immer wieder Schatzkisten mit neuen Waffen. Diese gibt es in mehreren Kategorien: Sturmgewehre, SMGs, Raketenwerfer, Shotguns, Snipergewehre, Pistolen und Revolver. Je nach Spielfortschritt passen zwischen fünf und zwanzig davon in den Spielerrucksack, eine kleine Auswahl davon lässt sich aktiv ausrüsten, so dass man jederzeit zwischen Nah- und Fernkampf wechseln kann. Die Waffen unterscheiden sich wesentlich durch Faktoren wie angerichteter Schaden, Zielgenauigkeit und Nachladezeit. Außerdem können sie Elementareffekte mit sich bringen wie Säure-, Feuer- oder Blitzschaden. Je nach Charakterentwicklung greifen diese mehr oder weniger stark ins Geschehen ein.
Bei jedem Level-Up gibt es einen Skillpunkt zu vergeben, der auf Fähigkeiten wie Zielgenauigkeit, Nahkampfschaden oder eben Einfluss durch Elementareffekte verteilbar ist. Außerdem warten die vier möglichen "Rassen" die der Spieler spielen kann mit unterschiedlichen Spezialfähigkeiten auf: Der Rambo im Team kann jederzeit einen kleinen Geschützturm aufbauen, die Sirene hat einen "Spiritwalk", mit dem sie sich schneller fortbewegen und aus Notsituationen flüchten kann.
Die Fortbewegung kann überhaupt auf mehreren Wegen erfolgen – in jedem großen Spielgebiet gibt es Catch-A-Ride-Stationen, bei denen man sich in wenigen Sekunden einen frisch materialisierten Buggy unter den Nagel reißen kann. Der hat natürlich auch eine fette Bordkanone dabei, damit die Gegner unterwegs nicht nur überfahren, sondern auch noch durchlöchert werden können. Außerdem kann man in jedem besuchten Spielgebiet eine Teleporterstation erwecken – und sich so sehr schnell von Gebiet zu Gebiet beamen. Die Story von Borderlands tritt nicht ganz so stark zu Tage wie man sich das von einem Rollenspiel erwarten würde. Es geht um einige mystische Artefakte und eine parallele Dimension – alles nicht besonders aufregend. Einige Storyquests ziehen sich durch das gesamte Spiel, das schon recht früh bei Level 35 mit dem Endgegner aus der Paralleldimension endet. Der ist übrigens der einzige Gegner im Spiel, der sich nicht durch simples "Auf den Kopf halten und feuern" erledigen lässt.
Sehr viele Dinge macht "Borderlands" ausgesprochen gut – aber fast genauso oft passieren designtechnische Patzer. So gibt es durchwegs verrückte Gegner wie Selbstmordeinheiten, die mit Geschrei auf einen zulaufen, oder Mini-Gegner, die nach jedem Schuss umfliegen, weil der Rückstoß ihrer Pumpguns zu groß für ihre kleinen Beinchen ist. Allerdings ist die Artenvielfalt der Gegner stark beschränkt – entweder sind es (menschliche) Banditen die in verschiedenen Sorten auftreten können, vampirähnliche Kojoten, übergroße Spinnen, oder schneckenähnliche Schleimbatzen. Und dann gibt’s noch die Flugsaurier. Das war’s im Prinzip auch schon, je nach Gebiet haben die Gegner eben einen höheren Level und bessere Waffen – sie sehen aber genau so aus wie das Kanonenfutter fünf Kilometer weiter.Auch die vier Charaktere sind gut durchdacht, wenn meine Sirene aber so ganz und gar nicht auf weiblich tut und mit Sprüchen wie "Boah bin ich gut!" den Obermacho raushängen lässt, will ich mich eigentlich nicht wirklich mit ihr identifizieren. Und die Story ist ein ganz eigenes Thema. Im Grunde nicht einfallslos, auch gut in die Quests eingewebt – aber im Endeffekt langweilig. Die Hautpmotivation des Spiels ist das Finden von besseren Waffen und Items – wer den Ton leise dreht und nebenbei den Fernseher rennen hat, verpasst nicht viel. Der Multiplayermodus, in dem man mit bis zu drei Freunden (oder Wildfremden) die Quests durchspielen kann, bringt dem Spiel aber wieder einige Pluspunkte, denn der macht so richtig Spaß.
# # # Georg Haßlinger # # #
Grafik: 9/10
Sound: 7/10
Steuerung: 9/10
Spielspaß: 7/10
Gesamt: 8
Entwickler: Gearbox Software
Vertrieb: Take 2 Interactive





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