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Game-Review: Fussball Manager 09 (PC)

Das Lizenzmonster in seiner neuesten Auflage.
fm09_cover (c) EA Sports / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer "Fußball Manager" von EA-Sports basiert auch in der Ausgabe für das Jahr 2009 auf dem grundlegenden Spielprinzip aller Managerspiele: Den Verein zum Erfolg führen. Meistertitel, Europapokal, weltweite Jugendarbeit, vielleicht sogar ein WM-Titel als Nationaltrainer. Ziele gibt es viele. Am Beginn dieses Abenteuers steht die Wahl der Spielmodi mit all ihren Optionen. Als Teammanager kann man einen beliebigen Verein wählen, den lokalen Lieblingsclub oder den Multi-Millionen-Euro-Top-Verein, um all das besser zu machen, was man sowieso immer schon besser gewusst hat. Im Spielmodus „Vereins- und Nationaltrainer“ kann man zusätzlich auch ein Nationalteam betreuen, da man sich ja nicht nur im eigenen Verein auskennt, sondern auch über die Lage der (Fußball)Nation bestens Bescheid weiß. Leider muss man sich zu Karrierebeginn erstmal mit den Fußballzwergen auseinandersetzen, die einem zu Saisonbeginn Angebote unterbreiten und kann nicht gleich Teamchef einer konkurrenzfähigen Nationalmannschaft werden. Im Karrieremodus, der die wahren Managerherzen höher schlagen lässt, muss man sich auch auf Vereinsebene aus den Niederungen der unteren Spielklassen in jahrelanger Schwerstarbeit in das internationale Geschäft hoch arbeiten. Oder sich einen Namen machen und höherklassige Vereine oder Nationalmannschaften finden, die einem Angebote machen. Entscheidet man sich für den Karrieremodus, kann man noch festlegen, ob man den ausgewählten Verein besitzt und ob die eigene Entlassung ein- oder ausgeschaltet ist. Man kann aber auch gleich zu Beginn des Spieles seinen eigenen Verein gründen und diesen in bester Managermanier von ganz unten, wirklich ganz weit unten, in die europäische Spitzenklasse führen. In Deutschland startet man in diesem Modus in der Kreisliga, der 9. Leistungsklasse. Eine Vereinsgründung ist auch im Karrieremodus zu jedem Saisonende möglich, falls man irgendwann genug davon hat, nur für andere zu arbeiten und wirklich zum alleinigen Herrscher über das eigene Fußballimperium werden will.


Nachdem Spielprinzip und Spielmodi bekannt sind, wird klar, dass es zwar Neuerungen, aber keine wirklichen Innovationen gibt. EA-Sports bringt immerhin jedes Jahr eine neue Auflage des „Fußball Managers“ heraus, die nicht immer eine komplett neu geschriebene Engine hat. Außerdem gibt es am Markt ja noch einige andere Managerspiele, die nach dem selben Prinzip funktionieren. Der Hauptgrund für die weite Verbreitung und den Erfolg des FM liegt im Umfang und, im deutschen Sprachraum, der Exklusivität der Lizenzen begründet. 1.500 lizenzierte Vereine mit 25.000 Spielern aus 33 Ländern wurden in den FM 09 integriert. Ein Editor ermöglicht, wie im Genre üblich, die Erweiterung und Bearbeitung dieses Datenbestandes.


Beginnt man eine Karriere, muss man all die Länder und Ligen, die simuliert werden sollen, auswählen. Alle spielbaren Länder mit ihren gesamten Unterliegen inklusive aller Reservemannschaften entsprechen 186 vollständig simulierten Ligen plus 372 Jugendligen in insgesamt 53 fm09_1 (c) EA Sports / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLändern. Auf meinem Testsystem war die Auswahl aller Ligen nicht spielbar. Ich hab mich also mit 25 vollständig simulierten Ligen (Österreich und Deutschland bis zur Regionalliga, England, Spanien und Italien bis zur 2. Liga, Frankreich, Niederlande, Portugal, Russland, Schweiz, Türkei und Schottland die 1. Liga ohne Reservemannschaften; in allen anderen Ländern wurden nur die Topvereine simuliert) zufrieden gegeben. Das ist zwar auch schon eine ganze Menge, die ganz schön viel Zeit in der Berechnung in Anspruch nimmt, aber bei weitem nicht so viel, wie vom Datenmaterial her möglich wäre. Ab 40 vollständig simulierten Ligen lässt sich die Simulation erst gar nicht starten. Die Anzahl der wählbaren Ligen ist also stark von der Hardware abhängig und von PC zu PC verschieden. Eine generell sinnvolle Wahl wäre, ein einziges Land, in dem man aktiv spielen will, vollständig zu simulieren und ansonsten maximal andere wichtige 1. Ligen auszuwählen. Dadurch beschränkt man sich zwar in der zukünftigen Arbeitsplatzwahl als Manager, spart aber in der Berechnung einiges an Zeit.


Bevor es dann aber wirklich mit dem Spiel losgeht, müssen noch die Anzahl der Manager (bis zu vier Spieler an einem PC) und deren private Details eingestellt werden. So kann zum Beispiel ein eigenes Foto für die virtuelle Managerkarriere verwendet werden, einige Details zum Familienstand können angeben werden, auch für die Familienmitglieder können Fotos verwendet werden und seit dem FM07 ist es sogar möglich, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu führen. Selbst dann fällt man nicht um den Spaß um, die eigenen virtuellen Kinder in virtuelle Fußballschuhe zu stecken und ihre virtuellen Karrieren zu verfolgen. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgabenbereiche kann modular gewählt werden und, ebenso wie die Tätigkeiten, die man als Manager selbst übernehmen will, später im Spiel wieder frei verstellt werden.


Spielt man einen Karrieremodus, erhält man nun drei Vertragsangebote von unterklassigen Vereinen, mit denen man die Konditionen des eigenen Engagements verhandeln kann. Ist man günstig zu haben, hat der gemanagte Verein mehr Finanzmittel für andere Investitionen übrig. Treibt man sein Gehalt nach oben, kann man möglicherweise schon zu einem früheren Zeitpunkt im Spiel in Autos, Immobilien und anderen Luxus investieren, der für einen Top-Manager eben zum alltäglichen Leben gehört. Alles in allem ist dieser private Bereich des Spiels nur ein optionales Zusatzfeature um sich besser in die Rolle des geldscheffelnden Tausendsassas hineinzuversetzen. Insofern hat der Fussball Manager 09 etwas Sim-artiges und enthält Rollenspielelemente, da man einen Charakter gestalten und ausleben kann. Unterstrichen wird das durch die Option auch noch eine Spielerkarriere an die Managerkarriere anzuknüpfen und nicht nur abseits des Platzes die Entscheidungen zu treffen, sondern auch als Fußballspieler auf dem Platz ins Geschehen einzugreifen und spielentscheidend für den eigenen Verein Einfluss zu nehmen. Dazu muss man sich allerdings ständig selbst aufstellen und auch immer die Spielpaarungen im 3D-Modus berechnen lassen. Dieser ist zwar nett anzusehen und anzuhören, weist aber noch einige Schwächen auf und sollte nicht als das Kernelement von FM09 verstanden werden. Das ist nämlich die Zeit der Vorbereitung, des Trainings, der Planung. Dort fallen die grundlegenden Entscheidungen. Am Spieltag zeigt sich dann lediglich, ob die harte Arbeit der Vorwoche sinnvoll war. Natürlich kann man auch während der Partie noch an der richtigen Taktik basteln, Spielerwechsel durchführen und die individuellen Einstellungen der Spieler anpassen. In der Halbzeitpause kann das Gesehene eingehend analysiert werden und die Mannschaft oder einzelne Spieler mit Ansprachen in der Kabine auf die zweiten 45 Minuten eingeschworen werden. Die Grundlagen für den Erfolg müssen aber in der Zeit zwischen den Spielen erarbeitet werden. Außerdem soll bei einem Managerspiel ja auch nicht eine High-End 3D-Grafik und ein rasantes Action-Gameplay im Vordergrund stehen, sondern Unmengen an Einstellungsmöglichkeiten und Statistiken zur Optimierung. Alle die in diesem Sinne die Spieltagsberechnung eher textlastig haben wollen, werden im FM09 auch bedient. Neben dem 3D-Modus stehen der neu gestaltete Textmodus, ein Videotext, der lediglich Zwischen- und Endstände der gesamten Liga abbildet und die Sofortberechnung bereit. Der Textmodus ist gut mit zu verfolgen, bietet abwechslungsreiche und vor allem auf die Spielerdaten und Umgebungsparameter abgestimmte Kommentare und ist in der Simulationsgeschwindigkeit sinnvoll einstellbar.


fm09_2 (c) EA Sports / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer 3D-Modus ist nicht nur unnötig, wenn man nicht gerade selbst eine Figur am Spielfeld steuern will, sondern liefert darüber hinaus in der Berechnung des Spielergebnisses andere Resultate als nach dem Spieltag in den Ergebnissen aufscheinen. Mein erstes 3D-Match endet etwa 1:0. Als das Resultat nach der Simulation des 3D-Spiels angezeigt wird, hatte mein Team mit 6:0 gewonnen. Leider kein Einzelfall. Auch eine Reihe weiterer kleiner Fehler, die sich eingeschlichen haben, sorgen für Stirnrunzeln. Wenn einer der beiden Kommentatoren nach einem 3D-Spiel etwa felsenfest behauptet: "Der FC Chelsea geht als Sieger vom Platz", obwohl doch eigentlich Hintertupfing gegen Buxdehude gespielt hat. Überhaupt tummeln sich im FM09 nach der Installation einige Fehler. Etwa wenn man nach einem erfolgreich abgeschlossenen Transfer per Mail darüber informiert wird, dass ein Spieler "für eine Ablösesumme von unverkäufl. zu seinem neuen Verein" wechselt. Dazu kommt, dass sich das Spiel ab und zu ohne ersichtlichen Grund aufhängt. Die Anzeigemodi von FM09 sind ebenfalls diskussionswürdig. Die Ausgabe in einer Auflösung von 1900x1200 auf einem 24" Monitor mit 16:10 Bildformat erfolgt in einer Letterbox, mit zwei schwarzen Balken auf der linken und rechten Bildschirmseite. Erst ab einer Auflösung von 1280x1024 und darunter wird das Bild als Vollbild ausgegeben. Im 4:3 Format dann allerdings verzerrt und ohne Letterbox. Eine manuelle Änderung der Datei user.ini ermöglicht es den Fussball Manager in einem Fenster zu spielen. Selbst dann produziert FM09 schwarze Balken bei einer Auflösung höher als 1280x1024. Zu mindest die Seitenverhältnisse stimmen dann und eine Breitbildausgabe ist halbwegs möglich. Wirklich vernünftig sind die Einstellungen der Auflösung jedoch nicht gelöst. Gerade bei einem Spiel mit so vielen statischen Elementen und wenig 3D-Grafik sollte die Unterstützung hoher Auflösungen kein Thema sein.


Insgesamt gibt es schon drei Updates für den FM09, die sich dieser und einiger weiterer bereits gefundener Bugs annehmen, die bei der Installation aber selbst einige Probleme verursachen. Unter Windows Vista führen offene Ordner des Windows-Explorer, in denen das Update enthalten ist, zu einer Fehlermeldung und das Update kann nicht installiert werden. Eine einfache Verknüpfung zur Datei und das Schließen der Fenster schafft Abhilfe. Ist das Update dann mal erfolgreich installiert, zeigen sich durchaus Performancegewinne und eine höhere Stabilität des Spiels. Die Probleme mit den Anzeigeeinstellungen konnte ich auch nach dem 3. Update jedoch nicht beheben.

Aber jetzt genug von all den Einstellungsmöglichkeiten, Optionen und Problemen. Wie sieht denn nun das Spiel selbst aus? Macht es Spaß den FM09 zu spielen?


Klar macht es Spaß. Wenn man gerne Einstellungen optimiert, an Optionen rumschraubt und Probleme beheben will. Denn das Spiel besteht im Grunde darin, aus einer unglaublichen Fülle an Möglichkeiten der Taktik, Kadererstellung, Aufstellung, Jugendarbeit, Marketing, Stadion fm09_3 (c) EA Sports / Zum Vergrößern auf das Bild klickenund Infrastruktur das Optimum für den eigenen Verein herauszuholen. Das entspricht nicht der Art Computerspiel, bei der man auszieht um die bösen Jungs umzunieten, einen Schatz zu finden oder eine Prinzessin zu retten. Dagegen ist der FM09 wesentlich komplexer, da er versucht das Fußballgeschäft mit all seinen Facetten realistisch abzubilden und spielbar, also für den Fan erfahrbar, zu machen. Wenn einem die Menge an Optionen und Kompetenzen, die man im FM09 hat, über den Kopf wächst, ist es, wie schon erwähnt, auch ganz einfach eine Reihe von Aufgaben an nützliche virtuelle Mitarbeiter zu delegieren. Man muss ja nicht gezwungener Maßen alles kontrollieren. Allerdings kann man auch darauf bestehen alle Fäden selbst in der Hand zu haben, denn ob die Helferlein ihre Sache wirklich so gut machen wie sie sollten sei dahingestellt. Also doch lieber selbst Handanlegen und jedem Spieler im eigenen Kader eine individuellen Aufgaben auf dem Spielfeld zuweisen. Dabei muss man sich nicht auf die Vergabe von Aufgaben wie Freistöße, Ecken oder Elfer beschränken, sondern kann eigene Spielzüge entwickeln, Zweikampfverhalten oder Pässe und Laufwege festzulegen. In Einzelgesprächen mit den Spielern nimmt man auf deren Moral, Trainings- und in speziellen Situationen auch Spielverhalten Einfluss. Inzwischen gibt es auch einen eigenen Jugendtransfermarkt, auf dem Jugendspieler ab dem zarten Alter von 15 Jahren gehandelt werden können.


Muss man zu Saisonbeginn klare Saisonziele für seinen Verein definieren und sich vom Präsidium in Budgetverhandlungen das nötige Kleingeld für all seine Pläne sichern, so gibt’s am Saisonende auch wieder einige nette Aufgaben. Zunächst müssen nach den eigenen Erfolgen oder Misserfolgen noch die Weichen für die nächste Saison gestellt werden. Ärgerlich, wenn ein Spieler eine Mail schreibt, in der er andeutet, dass er seinen Vertrag verlängern möchte, dann aber nicht für Vertragsverhandlungen ausgewählt werden kann, weil er sich angeblich schon mit seinem Abschied vom Verein abgefunden hat. Noch ärgerlicher wenn er sich schlussendlich wieder per Mail darüber beschwert, dass mit ihm keine Gespräche geführt wurden. Solche Abstimmungsfehler im Code sind unnötig und führen dazu, dass man sich in seiner Rolle als Manager von Spielern trennen muss, denen man nach einer harten Saison und reichlich Wimmern und Flehen vielleicht doch noch eine zweite Chance eingeräumt hätte.


Wer all den Titelgewinnern, Auf- und Absteigerübersichten, Spielerrankings, Ehrungen und Preisen am Saisonende nichts abgewinnen kann, freut sich vielleicht über die Teilnahme an einem kleinen Fußballquiz, dessen Ausgang Einfluss auf das eigene Image und den Werbewert hat. An und für sich eine nette Idee, in der Ausführung dann aber wieder ärgerlich. Ich wurde nach einem Vereinswappen gefragt, das in der Realität so nicht existiert. Nach reiflichem Überlegen, muss es wohl daran liegen, dass der Name einer Biermarke im Wappen zu sehen ist (so was Absurdes gibt’s aber auch nur in Österreich) und dieses Wappen, trotz vorhandener Lizenz, deshalb nicht in das Spiel integriert wurde. Auch die Frage nach dem Kapitän eines Ligakonkurrenten in der Regionalliga ist in der Regel ein Detail am Rande, für das man sich im Spiel herzlich wenig interessiert. Mit solchen und ähnlich absurden Fragen macht das Quiz leider nicht wirklich Spaß.


Dennoch gibt es einiges positives zu berichten. FM09 bietet eine riesengroße Auswahl an Ligen, unglaublich viele Lizenzen, einige Spielerbilder, Originaltrikots, Originalwappen und Stadionmodelle. Wenn man sich nicht in höheren Ligen herumtreibt, die all das bieten, sondern sein Team aus den Niederungen des Amateurfußballs nach oben führt, kann das einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Wenn man sich dann auch noch allen Features selbst widmet, ist der seit FM03 integrierte MP3-Player wirklich ein Segen und sorgt für die nötige Untermalung des Spiels mit der eigenen Musik. Das wahlweise schwarze oder silberne Menü durch das man sich die ganze Zeit klickt ist aufgeräumt und übersichtlich. Da ist alles auf einen, spätestens auf den zweiten Blick zu finden. Besonders nett ist es die Auswirkungen von Ansprachen und Interviews sofort zu sehen. Zwei Kleinigkeiten, die eigentlich nicht der Rede wert sind, aber den Fussball Manager 09 richtig abrunden sind mögliche Spielverschiebungen wegen externer Ereignisse (z.B. Nebel) und die Unsitte Stadion- und Tribünennamen an Sponsoren zu verkaufen. Was das Herz des Fußballfans im richtigen Leben bluten lässt, fügt sich im FM09 harmonisch in die übrigen Optionen des Marketings und Sponsorings ein.


Den positiven Aspekten stehen natürlich auch einige negative gegenüber. Vor allem die zahlreichen Bugs, die das Spiel nach der Installation aufweist, sind kein gutes Zeugnis für die Qualitätskontrolle im Hause EA Sports bzw. beim Entwicklerteam von Bright Future. Mit den kostenlosen Updates wird dem zu mindest im Nachhinein Rechnung getragen. Neben den vielen Fehlern ist auch die Summ der Daten, Einstellungen und Optionen, die der FM09 bietet, recht Umfangreich. Will man im Spiel schnell voran kommen, muss man dabei zwangsläufig auf einiges verzichten. Insgesamt hat der Fussball Manager schon eine hohe Komplexität erreicht. Klar, wer einmal einen Manager gespielt hat, wird sich über kurz oder lang zu Recht finden. Aber ob der FM09 Neulingen in diesem Genre wirklich Spielspaß bietet oder sie einfach nur mit einer Flut an Daten überfordert, sei dahingestellt. Klar kann man zahlreiche Aufgaben an Mitarbeiter delegieren, aber dann bleibt immer das Gefühl nicht das Optimum heraus zu holen.


Fazit: Alles in allem ist der Fussball Manager 09 ein durchaus gelungenes Produkt mit einigen Schönheitsfehlern. Beseitigt man diese durch Updates, soweit das möglich ist, hat man ein stabiles Spiel, das aber wohl nur eine sehr spezifische Zielgruppe anspricht. Der FM09 verlangt allen voran Interesse an Fußball, Zeit und Beschäftigung mit Details. Wer sich diese Zeit nicht nehmen will oder den 3D-Modus spannender findet als die Suche nach geeigneten Jugendtrainer für das neueste Jugendcamp oder der Bestellung von Merchandisingartikeln weil es gerade Rabatte gibt, der ist mit FIFA09 oder PES 2009 besser bedient. Wer mit Fußball gar nichts am Hut hat, wird sowieso nicht viel Zeit mit dem FM09 verbringen.

 

 # # # Felix Reiterer # # #



Entwickler/Publisher: EA Sports

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