Der "Fußball Manager" von EA-Sports basiert auch im Jahr 2010 immer noch auf dem grundlegenden Spielprinzip aller Managerspiele. Im Prinzip ist es das gleiche Spiel mit einigen Verbesserungen und Erweiterungen und einer aktualisierten Datenbank, die natürlich editiert werden kann. Wer also etwas über die grundlegenden Funktionen dem „Fussball Managers“ erfahren möchte, sowie über die Spielmodi und die Möglichkeiten im Spiel, kann das auch im letztjährigen Review nachlesen
Was hat sich seit "FM09" Neues getan? Nun, zunächst gibt es nach der Installation gleich mal ein Update. Die Zahl der vollständig simulierbaren Ligen ist seit dem Vorjahr von 186 auf 221 gestiegen, die damit verbundenen Jugendligen sind von 372 auf 432 gestiegen. Auch die Anzahl der spielbaren Länder hat sich nochmals erhöht. Die Datenbank umfasst jetzt mehr als 3.600 Vereine und 32.000 Spieler, wobei für über 9.000 Spieler echte Fotos vorhanden sind. Falls man auch eine Nationalmannschaft trainieren will hat man die Möglichkeit dort Scouts zu verwenden um die geeignetsten Kandidaten für eine Nominierung genauer unter die Lupe zu nehmen und man kann endlich Spieler mit zwei Nationalitäten einbürgern.
Auch der 3D-Modus hat sich verbessert. Er sieht in "FM10" richtig gut aus und ist dank FIFA 09-Engine besser animiert als in den Vorgängern. Was die KI des Torhüters aber mit Intelligenz zu tun hat bleibt fraglich. Der Mann im Kasten ist im 3D-Modus leider oft genug der Grund für Gegentore. Waghalsige Ballannahmen und Dribblings im eigenen Strafraum sorgen für Entsetzen. Dafür macht sein Gegenüber aber genau die gleichen Fehler. Quasi ausgleichende Gerechtigkeit. Die neuen Kameraeinstellungen (Seitenlinie, Vogelperspektive, Spieler) können bestenfalls als Ergänzung verstanden werden. Dass der Manager nun auch als Figur am Spielfeldrand animiert wurde fällt in keiner Kameraeinstellung auf. Erst wenn man Auswechslungen oder Zurufe von der Seitenlinie aus tätigt kann man seine Spielfigur erblicken. Das ist ein nettes Feature, aber für den Großteil der Zeit, die man mit dem neuen Manager verbringt, irrelevant.
Das erstmals auch Bildschirmauflösungen bis zu 1920x1200 Pixel unterstützt werden ist auch kein Ruhmesblatt, sondern war nach dem Desaster des "FM09" überfällig. In einer hohen Auflösung sieht der eigene Manager-Arbeitsplatz nämlich wirklich sehr nett und hübsch aufgeräumt aus. Die Schreibtischoberfläche kann ebenso angepasst werden wie diverse Deko-Elemente auf derselben. Damit nicht der Eindruck aufkommen könnte, man hätte als gut bezahlter Manager nichts zu tun, außer seinen Bonsai zu gießen, kann man sich den Schreibtisch mit Widgets vollkleistern. Die helfen in der Informationsflut den Überblick über Kader, Tabelle, Finanzen und dergleichen zu bewahren und die wichtigsten Fakten für schnelle Entscheidungen parat zu haben.
Denn die Fülle an Möglichkeiten der Trainingsmethoden, Kadererstellung, Jugendarbeit, Taktikerstellung, Regeln für automatische Auswechslungen, Merchandising & Sponsoring und baulichen Veränderungen im und ums Stadion ist wirklich unglaublich. Damit hat der "FM10" ein bisher nicht erreichtes Maß an Komplexität erreicht. Im Gegensatz zum Vorjahr sind Neulinge oder Spieler die nicht jedes Jahr einen neuen Manager kaufen nicht auf sich allein gestellt. In allen Menüs gibt es inzwischen einen Info-Button, der die notwendigen Informationen zu den Unterpunkten und Einstellungsmöglichkeiten liefert. Tipps und Tricks, die man auch einfach abdrehen kann, geben weitere Erklärungen zu Spielfeatures ab. Das ist eine wirklich gelungene Lösung weniger erfahrene Spieler in die Tiefen des Manager-Universums einzuführen, gleichzeitig altgediente Spieler nicht mit Trivialem zu nerven.
Der wirkliche Kracher im FM10 ist der neue Online-Modus. Ja richtig gelesen, man kann den Manager jetzt auch online spielen. 8 Freunde sollt ihr sein, oder so. Denn genau so viele Spieler können in einer Liga spielen. Natürlich kann man auch in einem öffentlichen Spiel gegen 8 wildfremde Manager antreten. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Fangemeinde in Erfüllung. Und den Lösungsansatz den EA Sports präsentiert ist sehr vielversprechend. Das Spiel läuft direkt zwischen den Rechnern der beteiligten Spieler. Ein Mitspieler eröffnet und hostet die Partie. Geht er offline ist das Spiel allerdings erst mal beendet. Gestoppte Ligen können aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgesetzt werden.
Etwa drei Stunden muss man sich für eine Saison schon Zeit nehmen. Das klingt zwar im ersten Moment nach viel, vergleicht man es aber mit der Zeit die man in den Offline-Modi mit seinem Team in einer Saison verbringen kann, relativiert sich diese Einschätzung. Denn online ist alles auf Tempo ausgelegt. Alle Aktionen sind zeitlich limitiert, wobei die Dauer vom Spielleiter festgelegt werden kann. Die Spiele werden generell im Textmodus ausgetragen. Kein 3D-Schnickschnack, keine Kommentare, Reduzierung auf das Limit. Das gilt in allen Bereichen, nicht nur für die Spielberechnung. Im Grunde ist der Online-Modus ein anderes Spiel das lediglich eine gemeinsame Datenbank mit dem "FM10" nutzt.
Die Werte der Spieler sind anders aufgebaut, der Transfermarkt funktioniert nur über Auktionen, kurz, es fehlt all das was die Spieltiefe des "Fussball Manager" ausmacht. Lediglich Aufstellung, Taktik, Training, Stadion und Finanzen sind geblieben. Aber das ist auch gut so. Anstelle all der Features gibt es bei 8 Spielern eine Vielzahl von direkten Duellen auf dem Platz und bei Spielerauktionen. Managerpunkte und Auszeichnungen werden gesammelt und zentral am EA-Server gespeichert. Auch eine Bestenliste gibt es natürlich, um sich mit anderen Spielern vergleichen zu können.Fazit: Mit dem Online-Modus ist EA-Sports ein wirklicher Erfolg geglückt. Während die Funktionen des "Fussball Manager" über die Jahre enorm angewachsen sind, geht man hier gleich ein paar Schritte zurück, um dafür ein vergnügliches action- und temporeiches Onlinegame zu präsentieren. Bei den Offline-Modi hat sich auch etwas getan, aber die Entwicklungen sind bei weitem nicht so tiefgreifend. Der "FM10" ist immer noch ein Manager der kleine Macken hat. Das Entwicklerteam hat sich aber sichtlich bemüht den Wünschen der User Rechnung zu tragen und einige interessante Features zu implementieren. Die Datenbank ist größer und umfangreicher denn je, das Spiel wächst und wächst. Dennoch wirkt die diesjährige Ausgabe übersichtlicher und benutzerfreundlicher als ihre Vorgänger. Mit der Strategie die Komplexität zu erhöhen, aber gleichzeitige Hilfestellungen zu geben und einen abgespeckten Online-Modus anzubieten, geht EA-Sports in die richtige Richtung.
# # # Felix Reiterer # # #
Grafik: 8/10
Sound: 7/10
Steuerung: 7/10
Spielspaß: 9/10
Gesamt: 8
Entwickler/Publisher: EA Sports





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