Die Geschichten des Hack’n’Slay Genres sind nur in wenigen Ausnahmen von Gehalt, handelt es sich dabei schließlich durch die Bank um banale Rahmenhandlungen, die das orgiastische Schlachtgemetzel erklären und ansehnlich inszenierte Blutfontänen motivieren sollen. Da ist es tatsächlich kein Nachteil für "God of War 3", dass die griechische Mythologie bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Es geht um Leben, Tod und Unsterblichkeit, Macht, Sehnsucht und – Rache. Im Brennpunkt stehen die Götter als ureigenes Spiegelbild der Menschen: Unvollkommen, mit Fehlern behaftet, mit Talenten gesegnet. Und auch wenn "God of War 3" das Rad nicht neu erfindet, folgen wir Kratos‘ fanatischem Schlachtruf: Auf zum Olymp! Alle Götter müssen sterben!Eines gleich vorweg: Wer Teil 1 und 2 bisher versäumt hat, sollte sich diese Perlen in jedem Fall noch vor dem dritten Teil zu Gemüte führen (diese sind seit 2009 auch in
zeitgemäßer Grafik auf der PS3 verfügbar!); für Neulinge könnte der Einstieg durchaus schwer verdaulich sein, da die Story ohne Vorwissen an einigen Passagen Fragen offen läßt. Für alle jene, die sich trotzdem sofort in das Schlachtgetümmel des finalen Teils der Trilogie stürzen möchten, sei an dieser Stelle ein grober Umriß gezeichnet: Protagonist Kratos ist der Sohn des Göttervater Zeus und fühlt sich durch diesen verraten und verkauft. Die Mission: Rache durch ein qualvolles und gewaltsames Dahinscheiden des Göttervaters. Da der Chef des Olymps über alle Götter gebietet, muss der zu allem entschlossene Kratos sich zunächst den Weg durch die überirdische Kavallerie des Götterberges bahnen.
Kratos‘ letzter Rachefeldzug ist von zahlreichen Quick Time Events durchpflügt. Mit diesen vorgefertigten Sequenzen – hierbei müssen lediglich die angezeigten Tasten des Gamepads gedrückt werden – hat man es aber zu gut gemeint: Tatsächlich gelangen bei sämtliche End-Gegnern vorgefertigte Sequenzen zum Einsatz. Auf Dauer wirken derartige automatisch ablaufende Einlagen aber wenig abwechslungs- und einfallsreich. Weitere Kritikpunkte sind die seit Teil 1 im Jahr 2005 unverändert gebliebene strenge Linearität des Leveldesigns mit unzähligen Gegnerhorden sowie die an manchen Passagen zu träge Kamera. Alles in allem vermag Sonys neuestes Hack’n’Slash-Epos wahrlich aus keinem Innovations-Brunnen zu schöpfen. Stattdessen konzentrieren sich die Entwickler auf bewährte Stärken: Schnelle und kompromißlose Action mit bombastischer Grafik und wuchtigem Sound, eingebettet im anziehenden Setting der griechischen Mythologie. Fans der Reihe werden sich sofort wohl fühlen. Auch im dritten Teil sorgen Rätsel- und Geschicklichkeitspassagen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad erneut für die nötige Abwechslung vom Hack’n’Slay-Stakkato. Und ganz in der Tradition der griechischen Antike dürfen geneigte Spieler Kratos‘ zwischendurch sogar in einer Sex-Szene optional seinen männlichen Gelüsten frönen lassenIn Summe ist "God of War 3" ein Hack’n’Slay-Ableger erster Güte; die spielerische Faszination ergibt sich aus den unterschiedlichen Schlagkombinationen und Waffen, die effektvollen Bewegungs- und
Todesanimationen sowie den überaus eindrucksvollen Endgegnern. Insbesondere die unglaublich detaillierte HD-Optik sowie die monumentale Architektur zahlreicher mit viel Liebe zum Detail gestalteter Hallen wirken atemberaubend. Auch der Sound wirkt wie aus einem Guß und der Score bietet eine wuchtige klassische Komposition, welche selbst den Göttern des Olymps gut ins Ohr gehen würde.Fazit: "God of War 3" bietet mit nur wenigen Schwächen einen würdigen Abschluß einer herausragenden Hack’n’Slay Trilogie. Ein epochales Action-Feuerwerk, gut gewürzt und aufgelockert mit Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen; Gewalt und Blut sind „God of War“ genauso Eigen wie die Konzentration auf ein weiterhin lineares Leveldesign.
# # # Karl Stingeder # # #
Grafik: 9,5/10
Sound: 9,0/10
Steuerung: 9,0/10
Spielspaß: 8,5/10
Gesamt: 9
Entwickler: Sony Santa Monica
Publisher: Sony





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