Mit beiden Add-Ons tischt Rockstar jeweils ein fast vollwertiges Spiel auf. In "The Lost and Damned"schlüpfen wir in die Rolle des raubeinigen Johnny Klebitz, Mitglied in der legendären Motorradgang namens "The Lost". Bei "The Ballad of Gay Tony" steht man mit Luis Lopez als Leibwächter des homosexuellen Nachtclubbesitzers Tony im Mittelpunkt des Geschehens. Motivierend wirkt bei beiden Erweiterungen vor allem das abwechslungsreiche Missionsdesign, denn die aus "GTA IV" bekannten Längen und Wiederholungen finden sich weitaus seltener.Wie bereits im Hauptspiel, dreht sich auch die Geschichte rund um Johnny Klebitz und Luis Lopez um Sex & Crime und spielt in den zwielichtigen Schauplätzen der weitläufigen
Metropole von "Liberty City". Neben der jeweils ca. 10-stündigen Haupt-Story stehen noch unzählige optionale Nebenmissionen, vor allem Verfolgungsjagden, Rennen, aber auch "klassische" Auftragsarbeiten, zur Auswahl. GTA-Veteranen werden dabei rasch erkennen, dass mit beiden Add-Ons keine neuen Gebiete zur Verfügung stehen, sondern lediglich das aus dem Hauptspiel bekannte Terrain um neue Missionen und Schauplätze erweitert wurde. Neue Songs, Minispiele und Fahrzeuge runden das stimmige Gesamtbild der Neuerungen – trotz der Abweseneheit von neuen Missionsgebieten – sehr schön ab. In „"The Lost and Damned" stehen Johnny als Mitglied einer Biker-Gang selbstverständlich mehrere Motorrad-Typen zur Auswahl. Praktischerweise kann ein neues Bike per Anruf eines Bandenmitglieds über das Handy ebenso geordert werden wie Waffen- oder Munitionsnachschub. In einigen Missionen darf Johnny sogar andere "The Lost"-Biker zu Hilfe rufen. Bemerkenswert ist dabei insbesondere, dass die Kampfgefährten an Erfahrung gewinnen und bei Ableben durch ein Biker-Greenhorn ersetzt werden.
Am Kern des Gameplays hat sich wenig geändert. Leider steuern sich sowohl Luis als auch Johnny um einen Tick behäbiger als Nico Bellic, der Held des Hauptspiels. Auch führt die träge Steuerung beider Alter Egos des Öfteren zu nervigen Mißerfolgen. Insbesondere in jenen Missionen wo es in Shoot-Outs auf engem Raum zu reüssieren gilt, steht man in der Haut von Louis und Johnny leider wiederholt auf verlorenem Posten. Dies dürfte für "GTA"-Veteranen der ersten Stunde sowie Gamepad-Akrobaten möglicherweise verschmerzbar sein, für Gelegenheitsspieler stellen derartige Frusterlebnisse allerdings eine beachtliche Hürde da. Positiv anzurechnen ist es den Entwicklern, dass im Gegensatz zum Hauptspiel bei den meisten Missionen ein Checkpoint-System eingeführt wurde um unnötige Wege zu vermeiden. Nichtsdestotrotz sollte Rockstar für "GTA V" ein faires Checkpoint-System – idealerweise mit optional zuschaltbarer, freier Speicherfunktion – ernsthaft ins Auge fassen.Abgesehen von der trägen Steuerung und trotz des antiquierten Speicherystems, punkten beide Erweiterungen durch die dichte Atmosphäre und die spannende Geschichte, welche durch viele schräge
Nebenfiguren immer wieder und mit viel Humor aufgelockert wird. Für Abwechslung sorgen im Fall von "The Ballad of Gay Tony" auch einige originelle Minispiele wie Tanz-, Flirt- sowie Trinkspiele. Bei den Bikern der "Lost"-Gang wiederum ist mit Kartenspielen und Armdrücken für Kurzweil gesorgt. Johnny darf sogar an einem Spielautomaten eine Tetrisvariante spielen. Diese Minispiele sorgen für erfrischende Abwechslung und fügen sich dabei sehr gut in die Spielwelt ein. Auch die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Radiosender trägt zur authentischen Grundstimmung bei und verstärkt den Eindruck der atmenden Metropole. In einigen Missionen treffen die Protagonisten der jeweiligen Erweiterungen sogar auf wohlbekannte Charaktere des Hauptspiels, sogar Nico Bellic hat einige Gast-Auftritte in Zwischensequenzen sowie als Missions-Partner.
Dankenswerterweise steht der Multiplayer-Modus den Story-Kampagnen um nichts nach. Gleich 5 neue Modi werden geboten. Lediglich der Einstieg über das Handy wirkt etwas aufgesetzt. Hier wäre die direkte Auswahl der Mehrspieler-Varianten über das Hauptmenü wünschenswert gewesen. Grafik und Sound bewegen sich auf dem Niveau des Hauptspiels.Fazit: Beide Episoden enthalten jene Merkmale, welche die Fan-Gemeinde an GTA 4 so schätzt. Dabei überbieten die Add-Ons das Hauptspiel sogar: Insbesondere die spannende Story und die abwechslungsreichen Missionen, aber auch die erfrischenden Minispiele und die schrägen Charaktere sorgen für Spielspass. Obwohl das Speichersystem im Vergleich zum Hauptspiel etwas verbessert wurde, wirkt die fehlende freie Speicherfunktion mehr und mehr anachronistisch. Auch die träge Steuerung sorgt des Öfteren für Frust. Trotzdem bieten "The Lost and Damned" und "The Ballad of Gay Tony" einen würdigen Abschluss des vielbeachteten vierten Teils der GTA-Reihe.
# # # Karl H. Stingeder # # #
Grafik: 8,5/10
Sound: 8,5/10
Steuerung: 6,0/10
Spielspaß: 7,0/10
Gesamt: 7,5
Entwickler: Rockstar North
Publisher: Rockstar Games





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