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Game-Review: Guitar Hero on Tour (Nintendo DS)

Mit „Guitar Hero“ sämtliche U-Bahn-Waggons, Wartezimmer und Toiletten in den Grund und Boden zu rocken ist jetzt endlich möglich – denn „Guitar Hero – On Tour“ ist da!

Guitar Hero on Tour (c) Vicarious Visions/Red Octane und Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Erwartungen waren gross und es stellte sich die Frage, ob dem Entwicklerteam „Vicarious Visions“ der Transfer der erfolgreichen „Guitar Hero“-Serie auf Nintendo’s Kleinsten, dem Nintendo DS, gelingen würde.

Im „Guitar Hero – On Tour“ Package findet man – neben dem Spiel selbst – den sogenannten „Guitar Hero – Guitar Grip“, ein Adapter mit 4 verschiedenfarbigen Buttons, der in den „Game Boy Advance“-Slot des DS eingesetzt wird, einen Touchpen in Form eines Plektrums und einige „rockende“ Sticker, mit denen man den DS verschönern kann. Also rein mit dem Spiel und noch schnell den „Guitar Grip“ (inkl. einer Schlaufe für die Hand) eingesetzt. Besitzer des ersten Nintendo DS Modells werden spätestens ab diesem Zeitpunkt feststellen, das der „Guitar Grip“ nicht in den Slot passt. Für genau diese Situation haben die Hersteller aber einen Adapter mitgeliefert, der mit ein wenig Schrauberei ausgewechselt wird, so dass der „Guitar Grip“ auch in den alten DS passt. Nach Anpassung der Schlaufe auf seine eigene Handgröße (zu groß darf die Hand dann aber auch wieder nicht sein) und dem „Guitar Hero“-Plektrum in der rechten Hand  kann es dann schon los gehen.

Guitar Hero on Tour (c) Vicarious Visions/Red Octane und Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Gerät liegt gut in der – in diesem Fall – linken Hand (Linkshänder können im Options-Menü eingestellt werden) und zwar vertikal, wie ein Buch (vergleichbar mit „Ninja Gaiden“ auf dem DES) und man erkennt im Startmenü auch schon den bekannten Grafikstil der bisherigen „Guitar Hero“-Vorgänger. Ebenfalls wie schon in den Vorgängern möglich, kann man mit einem kleinen Tutorial starten in dem Handhabung des Spiels trainiert wird. Bis auf die kleinen Unterschiede, zB dass hier im Gegensatz zu den „großen“ „Guitar Hero“-Spielen nur 4 statt 5 Buttons zu bedienen sind und die „Starpower“ (eine Feature das nach Aktivierung die Punkte für eine kurze Zeit lang multipliziert) durch lautes Kreischen (aber auch durch Berühren der „Starpower“-Anzeige mit dem Plektrum) aktiviert wird, fühlt man sich als alter „Guitar Hero“ sofort heimisch und will am liebsten sofort das Tutorial überspringen. Gesagt, getan und rein in’s Vergnügen: Bandnamen vergeben, Schwierigkeitsgrad ausgewählt und ab geht die Post beim ersten Gig, der allerdings noch in irgendeiner Bruchbude stattfindet. Gestartet wird mit „All The Small Things“ von „Blink 182“. Der Sound ist gut, aber allerdings nicht zu laut – genervt kann mit dieser Lautstärke niemand werden.

Guitar Hero on Tour (c) Vicarious Visions/Red Octane und Activision / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAm linken Screen laufen die Noten runter und man sieht seinen Charakter mitsamt Band auf dem Gig, am rechten Screen wird mit dem Plektrum geschlagen und auch das Tremolo kann damit bewegt werden, um noch mehr Punkte beim „Starpower“-Sammeln rauszuschlagen. Ziel ist es, mit den Fingern der linken Hand die richtigen Buttons (also die Noten) im richtigen Moment zu drücken und gleichzeitig mit dem Plektrum zu schlagen. Das funktioniert recht gut, doch nach ca. einstündiger Spielzeit stellen sich Krampferscheinungen in der linken Hand ein.

Ein Pluspunkt hingegen ist der Online-Modus in dem man gegen andere DS Spieler im Duell antreten kann. Ebenfalls – wie bereits von den Vorgängern bekannt – werden im Spielverlauf Kostüme freigeschalten, die man kaufen kann. Einziges Manko im Spiel ist die Songauswahl: waren es in den Vorgängern noch wahre Gitarrenhelden wie „Metallica“, „The Who“, „Slayer“ oder „Judas Priest“, findet man in „On Tour“ hauptsächlich (für „Guitar Hero“-Verhältnisse) eher fade Pop-Gitarren-Bands wie „Tokio Hotel“, „Red Hot Chili Peppers“, „Incubus“ oder „Smash Mouth“. Wenige Klassiker sind mit Songs von – ua - „Lynyrd Skynyrd“ „Twisted Sister“ oder „Skid Row“ rar gesät. Da bleibt einem leider oft das typische „Guitar Hero“-Poser-Gefühl verwehrt und man verliert die Lust zu „Rocken“ weil es eben nichts zu „Rocken“ gibt.

Fazit: „Guitar Hero – On Tour“ überzeugt durch seine tadellose Umsetzung auf dem Nintendo DS. Es kann durchaus Spaß machen ab und zu im Freien (oder an anderen Orten) mit Freunden abzurocken. Leider kann das Spiel aber nicht ganz mit seinen Vettern auf den großen Konsolen mithalten, es ist halt doch etwas anderes, wenn man eine „richtige“ Gitarre in den Händen hat – das machte den Spirit von „Guitar Hero“ aus. Auch mit der Songauswahl wurde diesmal ziemlich daneben geschossen, man könnte von der schlechtesten in der gesamten Serie sprechen. Trotzdem ist das Spiel eine Bereicherung für den DS und man kann auf eine bessere Fortsetzung (angekündigt: „Guitar Hero – On Tour Decades“) hoffen. Hardcore-„Guitar Hero“-Fans werden (und sollten) sich das Teil ohnehin zulegen.


###Thomas Sulzbacher###

Grafik: 7/10
Sound: 10/10
Steuerung: 9/10
Spielspaß: 8/10
Gesamt: 8,5


Entwickler: Vicarious Visions
Publisher: Red Octane und Activision
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