Nach dem Preview auf der gamescom 2010 ist es nun, nach ausgiebigem Zocken, an der Zeit ein paar abschließende Worte zum ersten Teil der Trilogie rund um Kate Wilson und die bösen Malthusianer zu finden. Nach dreieinhalb Jahren Entwicklungszeit gibts „Hydrophobia“ endlich über Xbox LIVE Arcade zu kaufen. Immer mehr der dort angebotenen Downloadtitel können mit Vollpreis-Titeln mithalten, wenn es um Spielspaß oder grafische Präsentation geht. Zumindest letzteres gilt auch für “Hydrophobia“. Die Wassereffekte sind bemerkenswert und sehen auch im marktreifen Endprodukt wirklich gelungen aus. Auch sonst ist die Grafik ganz ansehnlich. Die „HydroEngine", die weltweit erste echte Fluid Dynamics Engine für Spiele, berechnet fließendes Wasser in Echtzeit. Hier verbirgt sich die meiste Entwicklungszeit und das größte Know-How von Dark Energy Digital.
Beim bereits angesprochenen Spielspaß hapert es leider. Obwohl die Ingenieurin Kate Wilson keine Lara Croft sein soll, erinnert ihre Steuerung auffallend an Tomb Raider. Besser gesagt, wäre es schön wenn sie die Präzision von Tomb-Raider-Titeln erreichen würde. Und schon die waren nicht immer 1A. In „Hydrophobia“ muss man sich leider mit einer sehr schwammigen Steuerung herumschlagen, die einen oftmals zur Verzweiflung treibt. Durch die engen Korridore der sinkenden "Queen of the World" zu navigieren kann mitunter zu einem Geduldsspiel werden. Vor allem wenn einem die Entwickler Hindernisse wie Abgründe oder Feuer in den Weg legen. Beim Klettern funktioniert alles schon viel besser - obwohl hier leider weniger Wege zur Verfügung stehen als bei anderen aktuellen Titeln die dieses Feature einsetzen – und unter Wasser funktioniert die Steuerung letztendlich einwandfrei. Auch das rechtzeitige Auftauchen hat man nach ein paar Versuchen gelernt.
Da Kate etwas unfreiwillig zur Heldin von „Hydrophobia“ wird, als die Malthusianer ihren Arbeitsplatz und Wohnort, die "Queen of the World", in die Luft sprengen, ist es durchaus verständlich dass man sich das ganze Spiel über mit einer Waffe begnügen muss und auch sonst kampftechnisch nicht viel auf dem Kasten hat. Kate ist nun mal nicht die geborene Actionheldin, hat keine Nahkampfausbildung und besucht auch nicht regelmäßig den Schießstand. In der Interaktion mit der Umgebung liegt der Schlüssel zum Erfolg. Das funktioniert meist auch sehr gut, wenn Wasser im Spiel ist überzeugen die Rätsel meist auch grafisch. Etwas nervig ist das Mavi, ein Device das die Welt in Falschfarben darstellt, versteckte Botschaften sichtbar macht und zum entschlüsseln von Codes benötigt wird. Hauptsächlich müssen damit Schlüssel für verschlossene Türen gesucht werden. Das ist nicht wirklich innovativ und auf Dauer leider langweilig.
Der Spielspaß wird weiter getrübt von einer unübersichtlichen Karte, die weder in 2D noch in 3D viel Orientierung bietet. Das einzige was beim Sound hervorsticht sind die übertriebenen Akzente, allen voran das nervige Helferlein Scoot, das jede Menge Halblustiges in gekünsteltem Theaterschottisch brabbelt. Der Cliffhanger am Ende des Spiels nervt auch mehr, als er Appetit auf die zweite Episode macht. Kämpft man sich durch die etwa 7 Stunden dauernde Kampagne ist die Luft aus „Hydrophobia“ raus, so als würde Kate einen weiteren ewig langen Korridor entlang tauchen und kein Ende finden. Wer die wirklich beeindruckende „HydroEngine“ in Action sehen will und nicht davor zurückschreckt experimentelle Spielmechaniken auszuprobieren, der kann bei diesem Downloadtitel Neues entdecken. Für 1200 Microsoft Points wird auch einiges geboten, wenn man die Erwartungen nicht zu hoch schraubt.# # # Felix Reiterer # # #
Grafik: 8,5/10
Sound: 6/10
Steuerung: 5/10
Spielspaß: 6/10
Gesamt: 6,5
Entwickler: Dark Energy Digital
Publisher: Microsoft Game Studios





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