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Game-Review: Legendary (Xbox 360, PC, PS3; getestet auf Xbox 360)

Monster der Mythologie terrorisieren die Erde!

Legendary (c) Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLegendary erzählt die Geschichte von Jack Deckard einem Dieb, der von einer mysteriösen Organisation dazu angeheuert wird, Pandoras Box zu stehlen. Während des Diebstahls öffnet Deckard sie und befreit dadurch Millionen von mythologischen Monstern. Doch das Öffnen von Pandoras Box hat auch an Deckard seine Spuren hinterlassen. Ein mysteriöses Zeichen ist in seine Hand gebrannt, mit dem er die Lebensenergie – Animus genannt – von gefallenen Kreaturen absorbieren kann.

Die freigelassenen Fabelwesen beginnen natürlich sofort, die moderne Welt in Schutt und Asche zu legen. Da bleibt dem ambitionierten Gauner nichts anderes übrig als sich eine der zahlreichen herumliegenden Waffen zu schnappen und die Welt zu retten.  Doch das gestaltet sich schwieriger als erwartet. Die Auftraggeber entpuppen sich als intriganter Kult, die unserem Protagonisten ebenfalls nach dem Leben trachten und nach der Weltherrschaft greifen.

Legendary (c) Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDieser, zugegebenermaßen nicht sehr originelle, Plot ermöglicht aber prinzipiell ein sehr spannendes Setting. Mythologische Kreaturen und Monster ziehen ihre Spuren durch New York, London und andere Großstädte. Obwohl diese Zerstörungssequenzen meist stilvoll inszeniert sind, will keine rechte Atmosphäre aufkommen.

Legendary wirkt von der ersten Minute an merkwürdig unambitioniert und generisch. Zu viele alte Shooter Klischees werden bedient und zu oft stören Designfehler das Bild. Häufig stößt man an unsichtbare Wände oder kleine Steine, die für den Titelhelden unüberwindbare Hindernisse darstellen. Auch die an sich gute Idee, dass Werwölfe wieder zum Leben erwachen, bis man ihnen den Kopf abschlägt, scheitert in der Umsetzung. Zu oft passiert es, dass der Kopf des getöteten Werwolfes in einer Wand oder einem Auto verschwunden und damit unerreichbar ist.

Legendary (c) Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie zahllosen Mängel dieser Art hindern Legendary daran eine ernstzunehmende Konkurrenz für die großen Blockbuster des Weihnachtsgeschäfts zu werden. Denn die Kämpfe gegen Werwölfe die geschickt von Dach zu Dach springen, oder dem Kraken der größer als ein Hochhaus ist, machen durchaus Spaß. Das Waffenarsenal ist anschaulich und die unterschiedliche Verwendung des Zeichen auf Deckards Arm als Speicher für Lebensenergie und als eine Art Waffe ist eine interessante Idee. Man darf gespannt sein, ob ein zweiter Teil für Legendary angekündigt wird. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler dann das vorhandene Potential besser nutzen.

Fazit: Legendary wäre kein schlechtes Spiel. Doch zahlreiche Design Schwächen trüben den Spielspaß. In der Fülle von Top Titeln in diesem Jahr wird es Legendary deshalb wohl sehr schwer haben.  


###Hannes Schaufler###

Grafik: 8/10
Sound: 5/10
Steuerung: 7/10
Spielspaß: 6/10
Gesamt: 6

Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Atari
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