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Game-Review: Little Big Planet

Geh mir auf den Sack, Boy!
 
Im Oktober 2008 (c) Sony Computer Entertainment / little_big_planet2_1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenbegann die Invasion der Sackgirls und -boys: "Little Big Planet" wurde exklusiv für die Playstation 3 vom britischen Entwicklerstudio Media Molecule (gegründet von ehemaligen Mitarbeitern der Lionhead Studios) gebastelt und trat eine Erfolgslawine los, die auch bis heute nicht gestoppt werden konnte. 2009 wurde die Playstation Portable infiltriert, damit es auch unterwegs kein Entrinnen mehr gibt. Und es kommt noch schlimmer: Mit "Little Big Planet 2" geht der kreative Wahnsinn höchstoffiziell in die zweite Runde!


Geändert wurde nicht viel – Spieler des Originaltitels fühlen sich(c) Sony Computer Entertainment /  little_big_planet2_2 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken in der ausgeflippten Welt sofort heimisch und pudelwohl. Was bei diesem Titel am Bildschirm abgeht, grenzt nahezu an Wahnsinn, so überdreht und gleichzeitig genial ist die Präsentation des Sidescrolling-2DJump’n’Run- und Rätselfeuerwerks. Die Welt von "Little Big Planet" droht zu verschwinden, als ein riesiges (einem Staubsauger nicht unähnliches) Wesen aus dem All auftaucht und alles und jeden in sich aufsaugt. Negativitron nennt sich das böse Ding, das wirklich überhaupt nichts Gutes im Schilde führt und Unheil über Sackboys Welt bringt. Dankenswerterweise ist der merk- aber liebenswürdige Larry Da Vinci, Mitarbeiter der Geheimorganisation "Die Allianz", zur Stelle. Er zieht Sackboy aus der Misere, um ihn daraufhin für sein bevorstehendes Abenteuer im Rahmen eines gewohnt witzigen aber informativen Tutorials vorzubereiten und zu trainieren.


Sackboy muss sich also den (c) Sony Computer Entertainment / little_big_planet2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGefahren der verseuchten Welt stellen und sich bis zum (möglichen) Grande Finale mit dem Negativitron durchboxen und rätseln. Auch "Little Big Planet 2" ist kein Casual Game, wie es aufgrund der monströsen Popularität seines Vorgängers und kindlich anmutenden Optik zumindest anfangs den Anschein hat. Bereits die letzten Tutoriallevels lassen erahnen, welche Schwierigkeitsgipfel im weiteren Spielverlauf erklommen werden wollen. Auch die Detailfülle an Charakteren, Objekten und Hintergrundanimation lässt (kreatives) Chaos vorherrschen und erleichtert mdas Spielgeschehen nicht unbedingt. Mit etwas Geschick und Konzentration lassen sich aber auch die anspruchsvollsten Levels und Endgegner meistern.


Hat man erstmal genug von dem kunterbunten Videospiel- Wahnsinn, der sich "Little Big Planet 2" nennt, kann man Erholung im spielinternen Leveleditor suchen. Wem eine Spieleentwickler-Karriere aufgrund mangelnder IT- und Programmierkenntnisse verwehrt geblieben ist, der kann jetzt beim Leveleditor ordentlich die kreative Sau rauslassen. Ist das Level erstmal fertig, kann man es den Millionen von "Little Big Planet 2"-Spielern zur Verfügung stellen und auch bewerten lassen. Wer weiß, vielleicht steckt ja ein verborgenes Designergenie in einem? Umgekehrt kann man natürlich die unglaubliche Menge an selbsterstellten Levels anderer Gamer bespielen. Spielspaß über Jahre hinaus ist also garantiert – zumindest bis zum Erscheinen von "Little Big Planet 3"! Praktischerweise bleiben den Spielern die Kreationen aus dem Vorgängertitel erhalten, sodass gleich von Anfang an auch dessen unendliche Spielweiten bereist werden können. Reicht das immer noch nicht und ist man Besitzer des Playstation Move Equipments, kann man sich mit den zehn Levels des Bonusspiels "Sackboy’s Prehistoric Moves" beund vergnügen.


Fazit: PS3-Besitzer dürfen sich das Kreativfeuerwerk nicht entgehen lassen! "Little Big Planet 2" ist eines der ersten Highlights 2011.



###Thomas Sulzbacher###




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