SLAM Logo
© SLAM Media
SLAM #112 mit Interviews und Storys zu MASSENDEFEKT +++ EISBRECHER +++ HATEBREED +++ SEVENDUST +++ ACE FREHLEY +++ IDLES +++ TOUCHÉ AMORÉ +++ FATES WARNING +++ u.v.m. +++ plus CD mit 15 Tracks! Jetzt am Kiosk!

Game-Review: Portal 2 (PC, PS3, Xbox 360; getestet auf PC)

"Portal" – der als Teil der "Half Life 2 Orange Box" 2007 erschienene Independent-Überraschungs-Hit mausert sich mit dem Sequel nun zu einem ausgeklügelten Vollpreisspiel. Ein Hit?

Auch im zweiten Teil ist das (c) Valve/Electronic Arts / portal_2_pc_cover / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGameplay wieder voll und ganz auf die charakteristischen Teleportations-Puzzles, gewürzt mit dem aus dem Original bekannten trockenem Humor, gestützt. Mit der so genannten "Teleportations-Gun" ist man in der Haut des mechanischen Protagonisten in der Lage – ähnlich wie im 2006 erschienen "Prey" von 3D Realms/2K Games – sich von Raum zu Raum zu befördern. Mittels dieser "beam"-ähnlichen Technik ist man in der Lage ansonsten unüberwindliche Barrieren mühelos zu überwinden.


"Portal 2" bietet dabei im Vergleich zum Vorgänger (c) Valve/Electronic Arts / portal_2_pc1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenmit runden 10 Stunden eine deutlich längere Spieldauer. Wirft man einen Blick auf die neuen Spielmechanismen wird auch schnell klar wieso: während im Original lediglich mit einigen verrückbaren Gegenständen, Laserbällen sowie den namensgebenden Portalen interagiert werden konnte, steht im zweiten Teil gleich ein ganzer Fuhrpark von ausgefallenen und teils tödlichen Fallen und Materialien zur Auswahl. Am augenscheinlichsten sind dabei zwei Sorten von Gel; die weiße Flüssigkeit wandelt ansonsten nicht portalfähige Oberflächen in ein Transport-Nirwana, das blaue Gel hingegen erhöht den Beschleunigungs­wert der Spielfigur um das Vielfache. Dabei konnte die erfreulich hohe Interaktions-Vielfalt nur teilweise auf das Level-Design der verschiedenen Karten (Handlungsort von "Portal" und "Portal 2" ist die verlassene Forschungs-Anlage namens Aperture) übertragen werden, denn die einzelnen Levelabschnitte sind meist in dunkleren Farbtönen gehalten und wirken mit fortwährender Spieldauer immer eintöniger. Ebenfalls verbesserungswürdig ist die teils etwas unmotivierte Synchronisation, wie so oft hat die englische Originalversion die Nase vor der deutschen Übersetzung.
   

Auch mit der (c) Valve/Electronic Arts / portal_2_pc2 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenoptischen Präsentation gelingt "Portal 2" im direkten Vergleich zum Vorgänger kein Quantensprung. Unverändert basiert die Spielgrafik auf der bereits aus "Half Life 2" altbekannten Source-Engine. Dankenswerterweise spielt die Grafik aber ohnehin eine nebensächliche Rolle, denn im Mittelpunkt stehen weiterhin die ausgeklügelte und überaus kurzweilige Spielmechanik, der Humor sowie die intelligenten Puzzles. Die Rätsel erfordern teils eine gehörige Auffassungsgabe sowie im Koop-Modus ein gut abgestimmtes Teamplay. Unverständlicherweise wurde in der PC-Version der Splitscreen-Modus weggekürzt.


In Summe ist der komplett von der Hauptstory abgetrennte Coop-Modus (c) Valve/Electronic Arts / portal_2_pc3 / Zum Vergrößern auf das Bild klickendennoch ein Erlebnis, da die Aufgaben tatsächlich mit Hirn auf die kooperative Spielweise abgestimmt wurden und daher größtenteils motivieren und schlichtweg Spaß machen.


Fazit: "Portal 2" ist (c) Valve/Electronic Arts / portal_2_pc4 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenmotivierendes Gameplay pur: Innovative Spielelemente, der Humor sowie die unverändert unterhaltsame Spielmechanik vermengen sich mit den Charakteren zu einem Spielspass-Garanten sondergleichen. Und das Beste: Alle Teleportations-Junkies können sich nach Abschluss der Story im Teamwork die Portal-Gun glühen lassen.



###Karl H. Stingeder###


Grafik: 7,5/10
Sound: 9,0/10
Steuerung: 9,5/10
Spielspaß: 9,5/10
Gesamt: 9,0/10

Entwickler: Valve
Publisher: EA


 

Das gefällt mir! Weiter-tweeten
"Man spielt nur zweimal!" - Bei Activision wird deswegen gleich doppelt gemoppelt: da wäre zum einen der neueste, eigenständige Output in der James Bond Reihe "Bloodstone" und zum anderen das Remake/Update eines der erfolgreichsten Videogames überhaupt "GoldenEye 007" für Nintendo Wii.
Kann der nunmehr dritte (und voraussichtlich letzte) Shooter-Höllentrip auf dem unwirtlichen Planeten Helghan überzeugen?
Siegt der bunte Mix an Sport-Minigames, oder hat doch Kinect Sports die Nase vorne?
Der neueste Jump ’n ’Run Zuwachs auf Nintendos Wii beweist erneut dass man auch ohne hektisches Herumfuchteln, High End-Hardware und massiver
Vermarktung ein absolutes Spiele-
Highlight zustande bringen kann.
"Knights Contract", eine interaktive Neuinterpretation klassischer Literatur mit gehörigem Blut- und Actionanteil. Alles nur Mittel zum Zweck oder ein ernsthafter Titel am hart umkämpften Action-Olymp?
Eine überraschend lebendige Mimik und Gestik sowie das vielversprechende Film-Noire-Setting der 1940er Jahre konnten im Vorfeld der Veröffentlichung einige Erwartungen wecken…
Rock Classics
Facebook Twitter