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Game-Review: Resident Evil 5 (PS3, Xbox 360, PC; getestet auf PC)

Wir befinden uns in Afrika, der BSAA-Spezialagent Chris Redfield wird damit beauftragt auf dem Schwarzen Kontinent ein Problem zu lösen, das nicht so einfach zu bewältigen ist.
resident-evil-5-pc (c) Capcom / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMenschen treiben dort ihr Unwesen, in deren Blut ein Verderben bringender Parasit schwimmt, der die Wirte zu willenlosen Zombies werden lässt. Kompromisslos geht es an die Sache: Explosionen, Fahrzeug- und Köperteile fliegen durch die Luft und Köpfe platzen im Akkord. Ein gewisser Grad des Blutrausches ist sozusagen garantiert. Doch man ist nicht allein auf der Mission, denn mithilfe einer Mitstreiterin namens Sheva Alomar wird das Spiel um eine soziale Komponente reicher, denn ihr muss man ebenso zu Hilfe eilen, wenn man die einzelnen Level schaffen will.


"Resident Evil 5". Sicherlich ein heiß diskutiertes Thema. Inwieweit lässt sich die Fortsetzung mit den vorangegangenen Teilen vergleichen? Dass es sich hier um eine thematische Fortsetzung handelt, ist wohl unumstritten, denn sie hängt mit den anderen vier "Resident Evil" – Teilen zusammen. Der Nachfolger von "Resident Evil 4" äußert sich darin, dass es sich hier um andere Hauptcharaktere handelt. Die Zombies jedoch sind weitgehend gleich geblieben, bis auf den Unterschied, dass sie als Gegner intelligenter und hauptsächlich, da wir uns ja in Afrika befinden, schwarz sind. Sicherlich geht das Spielkonzept in Richtung Mainstream-Ego-Shooter, doch so schlimm ist das jetzt auch wieder nicht, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.


re51 (c) Capcom / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Grafik des Spiels ist geradezu perfekt und sehr ausgeprägt. Kantige Grafik und definitiv unechte Bewegungen sind spätestens jetzt passé. Die Story ist trotz allem zusammenhängend und viele Filmausschnitte machen sie interessant. Sie ist mitreißend, da man nicht die klassischen "T-Virus Zombies" vorfindet, was ja auch einmal etwas anderes ist. Die düsteren Töne des Spiels passen ebenso ausgezeichnet zu den entsprechenden Szenen.


Im Spiel geht es um die Suche nach Jill, Redfields Partnerin, die bei einem Kampf in eine Schlucht stürzt und für Tod erklärt wird. Anders, als bei den anderen Teilen sind nicht mehr die willenlosen Zombies wie beim "T-Virus" vorhanden, sondern wie bei "Resident Evil 4" kontrollierbare "Alien – Zombies", die in "Resident Evil 5" oral eingeführt werden. Das Spiel ist definitiv anders, als die vorangegangenen Teile. Es gibt  zwar immer noch Rätsel zu lösen,  jedoch nicht mehr so viele, die das Spiel für Einsteiger auch nicht mehr so schwierig machen. Dafür breiten sich ganze Horden von Zombies auf dem Bildschirm aus. Nicht immer ist es ratsam alle Gegner zu vernichten. Der Hersteller Capcom hatte ja bereits vor der Veröffentlichung verlautbaren lassen, dass das Hauptaugenmerk des Spiels auf die Action gelegt wurde.


re52 (c) Capcom / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIm Spiellevel für Anfänger zum Beispiel gibt es im ersten Drittel doch auch etwas gefinkeltere Abschnitte, bei denen man als PC-Spiel-Einsteiger seine Schwierigkeiten haben könnte. Man muss etwa im Laufe des Spiels bestimmte Tastenkombinationen drücken (zum Beispiel: F-V oder A-D). Das Spiel erfordert also auch einen gewissen Grad von Aufmerksamkeit, denn es ist nicht einfach, sofort die Tastenkombinationen, nachdem man sie registriert hat, auch sofort zu finden und gleich zu drücken. (Das Spiel ist jedoch auch mit dem X-Box 360 Kontroller steuerbar.)


Eher negativ fällt einem der kleine "Koffer", den beide Spielfiguren mit sich tragen, auf. Ebenso ist es oft mühsam, dass die Partnerin, wenn man ihr Heiltränke überlässt, diese immer wieder, auch bei kleineren Verletzungen, einsetzt, wobei dies jedoch wiederum bei brenzligen Situationen recht ratsam sein kann. Die Problematik kann jedoch schnell im Koop-Modus via Internet mit anderen Spielern behoben werden. Der nächste negative Punkt ist die unumgängliche Verbindung mit dem Internet, wenn man Spielstände speichern möchte. Lästig ist die Tatsache, dass man sich vom Hersteller via Internet ein Update, das unbedingt erforderlich ist, herunterladen muss, da ansonsten das Spiel hin und wieder abstürzt. Ansonsten kann man nicht viel meckern.


re54 (c) Capcom / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDass, um noch einmal auf die Mainstream-Geschichte zu sprechen zu kommen, das Spiel schrecklich sei, da sich der Hersteller lediglich an den großen Marktbedürfnissen orientiert, und das Spiel eben nichts mehr mit "Resident Evil" an sich zu tun hätte, ist so ähnlich zu beurteilen wie das Jammern meiner Großeltern, die ständig meinen, dass früher alles besser war. Eine äußerst konservative Haltung, die generationsübergreifend und scheinbar nicht aus den Köpfen der Menschen wegzudenken ist. Es ist dasselbe, wenn sich eine Musikgruppe an ein neues Genre herantastet, ein gutes Album produziert, jedoch dieses von der bisherigen Fangemeinde nur aufgrund einer additiven Neuorientierung prinzipiell abgelehnt wird. Es ist schon klar, dass sich eingefleischte "Resident Evil"-Fans enttäuscht und hintergangen fühlen, wenn etwa Zombies halb zerfetzt den klassischen Typus eines Untoten darstellen sollten und stattdessen teils uniformierte und unspektakuläre Gestalten mit rotleuchtenden Augen umher spazieren. Foch man sollte nichts desto trotz ein wenig offener mit der Tatsache umgehen, dass es sich hier um eine Fortsetzung mit anderem Ausdruck handelt.


Meine persönliche Meinung spricht sich positiv aus, und die anderer Gamer in meiner Umgebung ist nur teilweise bedingt gespalten. Die einen hörten sofort nach dem ersten Level auf und schüttelten enttäuscht den Kopf, sie meinten lediglich nur, dass sie sich etwas anderes erwartet hätten, während andere wiederum sich auf das Spiel einließen und nicht enttäuscht wurden. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Spiel gelungen ist, da es einen nach einigen Minuten Auseinandersetzung, trotz allem, in seinen Bann zieht.

# # # Mario Miletich # # #

Grafik: 8,5/10
Sound: 9/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 9/10
Gesamt: 9/10

Entwickler/Publisher: Capcom




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