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Game-Review: Resistance 2 (PS 3)

„Resistance: Fall of Man“ von 2006 war ein guter, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht wirklich herausragender, PS3-Launchtitel.
„Resistance 2“ wurde im Vergleich zum ersten Teil konsequent verbessert – und es ist ein A+-Titel daraus geworden.

res21 (c) Insomniac/Sony / Zum Vergrößern auf das Bild klickenStorymäßig wird nahtlos an den ersten Teil angeknüpft: Nathan Hale, der stille, mit dem Chimera-Virus infizierte Held, wird aus England auf einen Stützpunkt nach Island gebracht. Er bekommt Injektionen, die bei ihm und wenigen anderen die Mutation zum Monster verhindern

Aufgrund seiner gesteigerten Fähigkeiten wird er Teil des Sentinel Squads, dessen Mitglieder zwar alle mit dem Virus infiziert, aber nicht mutiert oder verrückt geworden sind. Diese Spezialeinheit versucht, wie der Rest der Menschheit, die globale Ausbreitung der Chimera zu verhindern.

Es kommt zu einer Invasion von unzähligen Chimera-Truppen, riesigen Raumschiffen und diversen anderen schweren Geräten in und über den USA. Hale und seine Mitstreiter kämpfen den größten Teil des Games diesmal auf amerikanischem Boden. Die Story ist zweckmäßig, die Cutscenes wurden gut umgesetzt – man hat das Gefühl, Teil einer epischen Schlacht zu sein. Leider kommt die Erzählweise nicht mehr ganz so geheimnisvoll wie im ersten Teil rüber, aber hey: „Resistance 2“ spielt in den 1950ern, Massen von außerirdischen Viechern stürmen die Erde und der erbitterte Kampf wird grafisch wunderschön umgesetzt. Shooterherz, was willst du mehr?! res22 (c) Insomniac/Sony / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Während zwar im Vergleich zum Vorgänger die Story eher in den Hintergrund gerückt wurde, stehen diesmal ganz klar die Action und die ansprechende Präsentation im Vordergrund, was bei einem Egoshooter nicht unbedingt das Schlechteste ist. Überhaupt ist es sehr beeindruckend zu sehen, wie man selbst gigantisch große Gegner (hochhausgroß) zerlegt und die Grafikengine ist genauso im Stande, sehr viele, nicht selten weit über 30 Gegner ruckelfrei zu präsentieren. Die kargen Farbtöne vom ersten Teil sind in „Resistance 2“ einer lebendigen, farbenfrohen aber auch trotzdem recht düstern Spielwelt gewichen.

Der Storymodus ist in ungefähr 12 Stunden durchgespielt, eine relativ kurze, aber herausragende Unterhaltung. Fängt man danach mit dem Multiplayerteil an, bekommt man recht schnell das Gefühl, dass es noch sehr viel zu entdecken gibt. Neben den klassischen Spielmodi wie Deathmatch oder Capture the Flag, die sich mit bis zu 60 Spielern pro Map überraschend lagfrei und flüssig spielen, gibt es noch einen sehr interessanten Coop-Teil, der bis zu acht Spieler zulässt. Hier gibt es drei wählbare Klassen (Soldier, Spec-Ops und Medic), die gut aufeinander abgestimmt effektiv gegen die Chimera-Horden antreten. Man ist gezwungen, wirklich miteinander diese Missionen zu meistern, was sehr großen Spaß macht. Cooperative wird in dafür speziell designte Missionen, die oft parallel zu den Singleplayer-Ereignissen ablaufen, gespielt. Es gibt im Online-Teil ein Erfahrungssystem, welches an den psn account gebunden ist; man erhält laufend neue Fähigkeiten und die Waffenauswahl kann erweitert werden. Insgesamt ist dieses System sehr motivierend, der Multiplayerteil ist eine sehr runde Sache und bietet großen Langzeitspielspaß.

res23 (c) Insomniac/Sony / Zum Vergrößern auf das Bild klickenInsomniac hat mit „Resistance 2“ einen Referenztitel geschaffen, den die PS3 schon so dringend brauchte. Hier bewegt man sich definitiv in der selben Qualitätskategorie der Top-Shooter wie „Halo“, „Gears of War“ etc., was auch schon Zeit wurde.

Fazit: Als Freund der Egoperspektive und des „Menschheit vs. Alienrasse“-Settings kann man bedenkenlos zugreifen. Vermutlich wird „Killzone 2“ noch etwas bessere Grafik bieten, aber es wird sich an „Resistance 2“ in vielen Belangen messen müssen.

# # # Andreas Hablasch # # #

Grafik: 9/10
Sound: 10/10
Steuerung: 10/10
Spielspaß: 10/10
Gesamt: 9,5


Entwickler: Insomniac Games
Publisher: Sony Computer Entertainment

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