Selten ist es in den letzten Spielmonaten vorgekommen, dass ein Videospiel den Consolero nicht mehr loslässt und ihn fast in seinen bluttriefenden Krallen zerquetscht. Ungefähr sieben Stunden an einem Stück dürfen sich die Hauptfigur Garcia Hotspur und sein sprechender Totenschädel Johnson in den Untiefen der Hölle herumtreiben und Unmengen an dämonischen Gewürms vernichten, während sie immer dich an den Fersen von Garcias entführter Geliebten Paula bleiben. Verantwortlich für das Gaming-Inferno, das sich "Shadows Of The Damned" nennt, sind zwei Grandseigneur des Surrealen in der Videospielindustrie: Suda51 (Guichi Suda), der bereits mit Meisterwerken wie "Killer7" und der "No More Heroes"-Reihe für Furore gesorgt hat, fabrizierte gemeinsam mit Shinji Mikami, dem "Resident Evil" Schöpfer und Geburtshelfer von Megasellern wie "Dino Crisis", "Devil May Cry", "Viewtiful Joe" und "Vanquish" dieses Prunkstück, das die Herzen von Horrornerds und Videogames-Liebhabern höher schlagen lässt. Sogar für den Soundtrack wurde mit Akira Yamaoka, dem Komponisten der "Silent Hill"-Reihe ein großer Name an Bord geholt, der für "Shadows Of The Damned" in die Synthietasten gehaut hat.Am besten
stellt man sich die beiden letzten "Resident Evil"-Veröffentlichungen vor, wenn man an "Shadows Of The Damned" denkt: Aus der Third Person Perspektive wird Garcia Hotspur gesteuert, insgesamt stehen ihm drei (upgradbare) Knarrentypen (in welche sich sein knöchriger Kollege Johnson transformiert) zur Verfügung, mit denen man Knochenstücke und Schädel in Richtung der äußeren Extremitäten seiner dämonischen Gegner ballern kann und sogar muss (wenn man überleben will). Im Gegensatz zur "Resident Evil"-Reihe kann sich Garcia – Satan sei Dank! – endlich auch während des Anvisierens frei bewegen. Daumen hoch! Ein Faktor, der an einen Ableger der "Silent Hill"-Reihe erinnert, ist der, dass sich plötzlich Dunkelheit (ja, es wird noch dunkler!) verbreiten kann, die dem Helden ordentlich Lebensenergie abzieht und die Gegner noch stärker macht. Abhilfe schaffen kann Garca Hotspur zum Beispiel ganz einfach damit, dass er einen Lightshot auf einen Ziegenkopf abfeuert, welcher dann das wesentlich angenehmere Licht in den Raum strömen lasst. Gute Idee, aber manchmal etwas stressig in der Hitze des Gefechts.
Was das am Bildschirm dargebotene Gewaltfeuerwerk betrifft, wird bis dato von nur wenigen bis gar keinem Spiel übertroffen. Wer seine Freude an Filmen wie "Re-Animator", "Braindead" oder "Evil Dead" hatte/hat, wird sich in "Shadows Of The Damned" pudelwohl fühlen – denn jede Blutorgie löst auch immer schallendes Gelächter beim Spieler aus. So wird`s gemacht! Fazit: Vergleichbar mit "Alice: Madness Returns" sieht auch "Shadows Of The Damned" zumindest optisch eher wie ein fünf bis sechs Jahre altes Spiel aus, macht aber um das Fünffache mehr Spaß als viele andere aktuelle Veröffentlichungen. Dem Charme von Garcia Hotspur, übrigens gesprochen vom bekannten Games- und Zeichentrick-Sprecher Steve Blum, und seinem frechen Kompanion sowie den unzähligen popkulturellen Referenzen aus der kunterbunten Videospiel- und Filmwelt kann sich kein normalsterblicher Supernerd so einfach entziehen. So sollen Videospiele aussehen: Übertrieben, verrückt und trotzdem liebevoll programmiert bis ins letzte Detail. Erinnerungen an "Doom" oder "Duke Nukem 3D" kommen einem da in den Sinn. Must-have!# # # Thomas Sulzbacher # # #
Grafik: 8/10
Sound: 10/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 9,5/10
Gesamt: 9/10
Entwickler: Grasshopper Manufacture
Publisher: EA





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