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Game-Review: Skate 3 (Xbox 360, PS3; getestet für Xbox 360)

Vom Videogame mit dem Fokus, Skateboarding physikalisch so realistisch wie möglich auf der Konsole darzustellen, ist der dritte Teil auf den Markt gekommen und sorgt wieder für massive Kurzweile.

skate 3 packshot (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWo Tony Hawks Videospielreihe etwas übertreibt, hat sich die „Skate“-Reihe von Electronic Arts dem Realismus verschrieben. Die Steuerung ist sehr intuitiv gehalten, und kommt unter allen Skateboard-Games noch am ehesten an das originale Boardsport-Feeling heran. Will man etwa auf einem Rail oder einer Ledge grinden, muss man den Anfahrtswinkel sowie die Entfernung beim Absprung exakt timen und schön darauf landen, sonst wird nichts aus dem Trick und man küsst den Asphalt. Hier reicht es nicht mehr, einfach nur einen Knopf zu drücken um wie von Zauberhand einen Trick zu machen, oder zum Obstacle gezogen zu werden. Somit entfallen unkontrollierte Button Mash-Attacken und man muss schon vorher überlegen, wie man die Steuerung bedient. Und wohlbedacht kombinieren, um den Trick den man machen will, auch wirklich auf den Bildschirm zu zaubern.


„Skate 3“ beginnt wie seine Vorgänger wieder mit einem äußerst originellen Intro-Video in HD, das uns die involvierten Skate Pros vorstellt und uns in die Story einführt. Musste man skate 3 bild 1 (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenin den Vorgängern nach einem Krankenhaus- und Gefängnisaufenthalt wieder in der Skateszene-Fuß fassen und mit den Challenges Geld verdienen, geht es in „Skate 3“ darum, eine Boardcompany mit Team zu gründen und durch Absolvieren von diversen Contests, Fotoshootings, Videodrehs und Rennen die Verkäufe anzukurbeln. Bei jeweils einer gewissen Anzahl an verkauften Boards, sogenannten Milestones, erhält man ein neues Teammitglied das man bei Challenges einsetzen kann und schaltet neue Skateparks für den Skatepark-Designer und andere Goodies frei.


skate 3 bild 2 (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Trick-Tutorial wird von keinem Geringeren als Jason Lee, Co-Founder von Stereo Skateboards und Schauspieler („My Name Is Earl“, „Almost Famous“ usw.) geleitet. Als Coach Frank zeigt er wie die Tricks gemacht werden und taucht auch während des Spiels auf, um uns mit seinen Tipps und lustigen Kommentaren die Ladezeiten zu verkürzen. Damit keine Langeweile aufkommt, sind Darkslides und Underflips neu im Trickprogramm. Auch gibt es nun einen Trick Analysator, der die Bewegungen des Joysticks aufzeichnet und ein Manual Meter, das die Stickhaltung bei Manuals visualisiert. Beides kann man als Onscreen-Trickhilfe aktivieren.


Für den aktuellen Titel wurde Port Carverton, ein komplett neues Gebiet, diesmal ohne nervende Securitys entworfen. Wie schon in den Vorgängern wird mit einer an allen Ecken skate 3 bild 3 (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenund Enden skatebaren Umgebung aufgewartet, die das ultimative Schlaraffenland für Skater darstellt. Aufgeteilt ist die Location in drei getrennte Bezirke, die jeweils mit bombastischen Spots aufwarten. Sei es der Hafen des Industrial Districts, wo man Schiffe shredden kann, der Super Ultra Mega Park im Campus District, der zu einer Monstervert-Session einlädt, oder das mehrstöckige Parkhaus im Downtown District – architektonische Leckerbissen gibt es genug. Dazwischen findet man einen Haufen Streetspots, Downhill-Strecken und Betonparks, die nur darauf warten mit der tricktechnischen Kreativität des Spielers beglückt zu werden.
Auch der Onlinemodus wurde komplett überarbeitet und auf ein Team-Gameplay abgestimmt. So kann man mit Freunden online ein Team gründen und damit gegen andere Teams antreten, auch Challenges vom Karrieremodus können online mit Kollegen gezockt werden. Dies ist eher zu empfehlen, denn die KI-Kumpels haben die nervige Angewohnheit immer im Weg zu sein und nicht auszuweichen. Außerdem gibt es ca. 20% mehr verkaufte Decks wenn eine Challenge online erledigt wurde.


skate 3 bild 4 (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNeu ist auch ein kompletter Skatepark-Editor. So kann man die freigeschalteten Skateparks selber bestücken, und diese auch online zum Herunterladen bereitstellen. Das Feature von „Skate 2“, eigene Spots in der virtuellen Skate-Stadt für Online-Games zu erstellen, gibt es nicht mehr; jedoch kann man einige Bausteine, die für einen Skatepark zur Verfügung stehen, auch an beliebigen Stellen von Port Carverton einsetzen. Diese Funktion ist aber leider nur „just for fun“, bringt keine zusätzlichen Boardsales und kann auch nicht während einer laufenden Challenge eingesetzt werden, was etwas an der Sinnhaftigkeit zweifeln lässt.
Endlich gibt es auch verschiedene Schwierigkeitsgrade. Je höher der Grad, desto präziser muss man den Stick bedienen und seine Moves timen. Wer also Realismus pur haben will stellt auf „Schwer“. Was bei den Vorgängern etwas gestört hat war, dass die Kamera gerade von hinten auf den Spieler gerichtet wurde. Somit waren zwar Obstacles leichter anzuvisieren, jedoch fehlte die Weitsicht da der Skater einen Großteil des Bildschirms verdeckte. Dieses Manko ist nun auch verbessert worden, indem eine neue Kameraperspektive, nämlich von hinten oben wählbar ist. Nun kann man je nach Spot und benötigten Sichtverhältnissen ganz einfach die Kameraposition umstellen.


Soundtracktechnisch gibt es wie gewohnt wieder einen Satz heiße Ohren. Ob man lieber zu Metal wie zum Beispiel „3 Inches of Blood“, „Nihilist“, „Dream Evil“ oder Hip Hop wie „Ol’ Dirty Bastard“, skate 3 bild 5 (C) EA / Zum Vergrößern auf das Bild klicken„Mobb Deep“, „Rob Sonic“ skatet oder einfach die ganze Playlist abspielen lässt, auch Punk, Alternative oder Pop kommen nicht zu kurz. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer grafische Innovation sucht wird kaum fündig, gleicht die Darstellung doch sehr den Vorgängern mit etwas verbesserter Framerate. Dies ist aber nicht besonders tragisch, da die Grafik bei Teil 1 und 2 schon sehr gut war.


Fazit: Wer von „Skate 2“ schon nicht genug bekommen hat und dieses hartnäckig bis zur letzten Challenge durchgespielt hat, wird auch mit diesem Titel seine wahre Freude haben. Besonders Besitzer eines Xbox Live Accounts werden das Game voll und ganz auskosten können ohne dass Langeweile aufkommt. Da sich Teil 2 und 3 vom Gameplay und Feeling her sehr ähnlich sind, ist dem schmalen Geldbeutel ohne Online-Zugang jedoch geraten darauf zu warten bis das Spiel billiger wird, oder bei „Skate 2“ zu bleiben.



# # # Nikolaus Schauersberger # # #


Grafik: 7/10
Sound: 9/10
Steuerung: 8/10
Spielspaß: 8/10
Gesamt: 8


Entwickler: EA Black Box
Publisher: Electronic Arts






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