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Game-Review: The Westerner 2

Fenimore Fillmore macht erneut den Wilden Westen unsicher. Doch können der schießwütige Cowboy und seine schlagfertige Freundin nicht nur über böse Banditen triumphieren, sondern auch die Herzen der Gamer erobern?

westerner2 (c) The Games Company/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFenimore Fillmore – der lustige Cowboy aus den klassischen Point-&-Click-Adventures "The Westerner" und "3 Skulls of the Toltecs" – stolpert unverhofft in ein weiteres, gefährliches Abenteuer. Gemeinsam mit seiner hübschen Freundin Rhiannon Starek reitet er nichtsahnend durch die Wüste, als sie plötzlich von bösen Banditen umringt werden, die hinter einem Goldschatz her sind. Fenimore wird niedergeschossen und seine Freundin entführt.


Doch der tollpatschige Cowboy hat wieder einmal Glück – ein Einsiedler namens Baker findet ihn, versorgt seine Wunden und päppelt ihn wieder auf. Und von nun an kann er nur noch an eines denken: seine Freundin retten, Rache üben und wenn’s so nebenbei geht, auch noch den Schatz finden.


Von nun an muss man sich abwechselnd als Fenimore und Rhiannon durch das Abenteuer schlagen. In Minigames lernt man, mit Fenimores Colt umzugehen und mit viel Cleverness versucht man, die junge Dame aus den Fängen der Bösewichte zu befreien. Die westscreen1 (c) The Games Company/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenRätsel sind wie immer klassisch im Design: durch Benutzen, Kombinieren und Ansehen – die drei Hauptaktivitäten des Genres – kommt man der Lösung auf die Schliche. Grundsätzlich sind die Kniffelaufgaben gut aufgebaut, aber es hapert massiv an der Umsetzung. Es gibt auch diesmal keine typische Untersuchen-Funktion, allerdings kann man jedes Objekt aus der Ego-Perspektive betrachten – was einen aber auch kaum weiterbringt. Auch hilfreiche Kommentare bei falschen Aktionen fehlen und Baker, der Fenimore auf seiner Mission begleitet, erweist sich ebenfalls nicht als hilfreich.


Vermutlich um innovativ zu sein wurde dieses Mal ein Action-Teil in das Adventure eingebaut. Manchmal hat man die Möglichkeit, per Mausklick auf Zielscheiben oder Banditen zu schießen. Das Zielen und Treffen an sich ist sehr einfach, aber sobald man laufen muss, fangen die Probleme auch schon an. Man muss direkt auf den Boden des gewünschten Laufziels im unteren Bereich des Bildschirms klicken, was allerdings zu einer irren Herumklickerei wird, wenn die Bösewichte auf Augenhöhe schießen.


westscreen2 (c) The Games Company/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIm Gegensatz zum erfolgreichen Vorgänger ist "The Westerner 2" sehr seriös und dramatisch gestaltet. Hin und wieder taucht doch der eine oder andere Witz auf, an mancher Stelle lässt sich erkennen, dass das gerade Geschehene eigentlich komisch gemeint wäre, doch dies kommt eher traurig rüber, vor allem, wenn man das Spiel mit dem urkomischen Adventure aus 2004 vergleicht. Die Charaktere sind zu flach geworden und den Zwischensequenzen, sowie vor allem der Story, fehlt es eindeutig an Länge und Würze.


Positiv zu erwähnen ist die Grafik. So manch einer wird wohl schmerzhaft den lustigen Comicstil von Teil Eins vermissen, doch die Animationen des neuen, seriösen Looks sind zum Großteil – vor allem in den Zwischensequenzen – gut gelungen.


Die Umgebung ist in 3D modelliert und in mehrere Bereiche aufgeteilt, zwischen denen sich die Kameraperspektive ändert. Da es keine Hotspots gibt, sucht man hin und wieder minutenlang verzweifelt nach diversen gut verstecken Gegenständen. Hat man diese dann endlich gefunden, steht man vor dem nächsten Problem: die Ansicht bewegt sich mit der Maus mit und nur all zu oft versucht man verbissen, ein zu kombinierendes Ziel mit einem kleinen Gegenstand zu treffen, während sich dieser mit jeder Mausbewegung wieder davon wegbewegt. Ein nerviger Makel, an den man sich bis zum Schluss des Spieles nicht gewöhnen kann.


Fast schon zum Trost kann man sagen, dass das Spiel in etwa zwei bis drei, im besten Falle vier Stunden durchgespielt ist – wenn man nicht gerade ewig nach versteckten Gegenständen sucht. Dank der dünnen Rätseldichte und den wenigen Locations ist man am Ende angelangt, westscreen3 (c) The Games Company/Atari / Zum Vergrößern auf das Bild klickenbevor man überhaupt richtig im Abenteuer drin ist – und das für knapp 40 Euro!


Fazit: Unser geliebter Slapstick-Revolverheld ist erwachsen geworden – und damit auch gleich veraltet. Witze und Story sind eingestaubt, die Rätsel dünn gesät und nach knapp 3 Stunden ist der "Spaß" auch schon vorbei. Von der Idee her wäre es eine gute Fortsetzung gewesen, aber mit dieser Umsetzung: Leider nein!

 

 # # # Lisa Huemer # # #


Grafik: 7/10
Sound: 4/10
Steuerung: 4/10
Spielspaß: 2/10
Gesamt: 4,5

Entwickler: The Games Company
Publisher: Atari

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