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Games-Review: The House Of The Dead: Overkill (Nintendo Wii)

Nintendo Wii Besitzer dürfen sich fürchten: die Zombies sind im Anmarsch! „The House Of Dead: Overkill“ will die Familienfreundlichkeit der Konsole in der Luft zerfetzen!!!

The House Of The Dead: Overkill (c) Sega / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSega nutzen die momentane Zombie-Euphorie („Left 4 Dead“ , „Resident Evil 5“) vollends aus und bringen mit „The House Of The Dead: Overkill“ eine richtige Splatter-Spaß-Granate auf die Nintendo Wii Konsole. Die Railshooter „House Of The Dead“ Teile 1 bis 3 haben ja schon viele Zocker in den Spielhallen (später auch Konsolen- und PC-Umsetzungen) kennen und lieben gelernt und offene Münder in die entsetzten Gesichter aufgrund des Gore-Gehalts der Games gezaubert. Beim Comeback auf der Nintendo Wii Konsole verhält es sich diesmal nicht anders, nein, nun wurde noch etwas tiefer in die Splattertruhe gegriffen und auch mit Humor und Anspielungen auf die Grindhouse-Filme der 70er wurde nicht gespart, die sich dank den beiden Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez („Death Proof“ und „Planet Terror“) wieder neuer Beliebtheit erfreuen.

The House Of The Dead: Overkill (c) Sega / Zum Vergrößern auf das Bild klickenThe „Story“ so far: im U. S. Bundestaat Louisiana treibt ein verrückter Bösewicht namens „Papa Caesar“ ein Unwesen, dieser hat nämlich mittels grauenvoller Experimente eine Armee von Zombies erschaffen, die es nun zu vernichten gilt. Hier kommen nun die beiden Hauptcharaktere Agent „G“ und Detective Isaac Washington – ein ungleiches Paar -  auf den Plan, um den Monstrositäten und deren Erschaffer den Garaus zu machen. Keine unwesentliche Rolle spielt auch die sexy Protagonistin Varla Guns (erinnert sehr an Rose McGowan in „Planet Terror“), welche die beiden edlen Ritter in der Hitze des Gefechts treffen. Varla will Rache für ihren von „Papa Caesar“ gefangen gehaltenen Bruder und später – aufgrund seiner Mutation zu einem ekelhaften Monster -  von Agent „G“ und Detective Isaac hingerichteten Bruder ausüben. Und das war’s auch schon mit der Story!

The House Of The Dead: Overkill (c) Sega / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAlso rein mit der Wiimote und dem Nunchuck in den Wii-Zapper und rein in’s blutige Vergnügen! Sofort sticht der witzige 70er Funk-Soundtrack hervor, der dem Spiel die gruselige Atmosphäre nimmt und zeigt wohin der untote Hase läuft: nämlich in ein extrem unterhaltsames und sich selbst nicht ernst nehmendes Railshooter-Abenteuer für die ganze Familie – vorausgesetzt das alle Familienmitglieder volljährig sind! Für Wii Verhältnisse sieht das Spiel gar nicht schlecht aus, hätte aber noch ein wenig besser aussehen können. Die Optik präsentiert sich im „Grindhouse“- bzw. „alter Film“ Look, den wir ja schon aus „Left 4 Dead“ und anderen Gruselspielen kennen. Wenn sich viele Zombies auf der Bildfläche tummeln oder man „Overkill“ zu zweit spielt, bricht die Framerate manchmal brutal ein, was uns ein Rätsel ist, da – wie bereits erwähnt – grafisch ja doch nicht soviel Leistung erreicht wird. Mit gezielten Kopfschüssen aus dem Wii Zapper (oder der Wiimote) explodieren die Rüben der grünlichen Zeitgenossen oder man schießt einfach ihre Gliedmassen weg.

The House Of The Dead: Overkill (c) Sega / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Zombies selbst sind herrlich animiert und werden dank ihrer Kostümierung nie fad: Krankenschwestern, Ärzte, Clowns oder Footballspieler – fast jeder bekommt hier sein Fett ab. Besonders lustig sind auch die Ingame Dialoge, die aus den ständigen Streitereien und Fluchen der beiden Charaktere bestehen, vor allem Detective Washington spart nicht an Fäkalausdrücken. Innovativ ist auch die Möglichkeit durch Treffen von bestimmten Items die Slo-Mo Funktion – hier genannt Mo-Fo Funktion – auszulösen die die Zeit (ähnlich wie bei F. E. A. R.) verlangsamt und so die Zombies leichter aus den Weg räumen bzw. Combopunkte sammeln lässt.

The House Of The Dead: Overkill (c) Sega / Zum Vergrößern auf das Bild klickenÜberhaupt wird man - wenn fleißig Items sammelt werden, mit Achievements in Form von 3D-Modellen, Musik-Tracks, gezeichneten Charaktermodellen und kleinen Filmchen belohnt. Auch verdient man beim besonders fleißigen Zombieabknallen Geld, welches dann für’s Aufpimpen oder Kaufen von neuen Waffen ausgegeben werden kann. Falls die 7 Level nach ca. 3 stündiger Spielzeit beendet werden, wird der „Director’s Cut“ Modus freigeschalten, der sich noch etwas schwerer verhält (limitierte Continues) und bei dem alle Zwischensequenzen unzensiert sind (im Hauptgame fehlende und sehr, sehr blutige Szenen werden hinzugefügt). Aber das ist noch immer nicht alles, es gibt auch noch 3 Minigames, die bis zu 4 Mitspieler unterstützen.

Fazit: „The House Of The Dead: Overkill“ ist wahrlich ein Overkill der Sinne und ein Pflichttitel für Nintendo Wii Besitzer, die der familienfreundlichen Casual Games leid sind. Das Spiel ist der Erwachsenenpartyhit und macht eine Menge Spaß, vor allem im stressigen Mehrspielermodus. Der Besitz eines Wii Zappers wäre bei diesem Spiel angebracht, ist aber nicht unbedingt Muss! „Let The Bloodfeast Begin!“
 

###Thomas Sulzbacher###

Grafik: 8,5/10
Sound: 9,5/10
Steuerung: 9/10
Spielspaß: 9,5/10
Gesamt: 9

Entwickler: Headstrong Games
Publisher: Sega

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artikel closer s147 rc45© SLAM Media

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