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HALLO HOELLE-Festival 04.06.2011, Dancing Club, Gnarrenburg-Karlshöfen

HALLO HOELLE-Festival mit 206, THE DASHWOODS, STUN, BLACK NIGHT CRASH, AUGEN AUF (von SLAM präsentiert)



(c) Ralf G. Poppe / hallo_hoelle / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAls Auftakt zur Festival-Saison in der norddeutschen Region (Highlights: Hurricane, Dockville, Deichbrand) startete das kleine „Hallo Hoelle-Indoor-Festival“ in Karlshöfen (Worpswede/Bremen) an einem kochendheißen Juniabend. Während der Club-Besitzer sich noch Regen wünschte, um die Leute von den Badeseen fernzuhalten, legten drinnen bereits Black Night Crash und Stun mit Glam und Indie-Noise los (beide Bands wurden im Slam mit ihren Alben gewürdigt). Obwohl die Lokalität noch nicht so gut gefüllt war, spielten die beiden Bremer Acts vom Fuego-Label jeweils ein überzeugendes Set. The Dashwoods aus Hamburg/Zeven, derzeit Deutschlands beste (noch) unsigned Band (Siege beim „Krach & Getöse in HH und „Live“ in Bremen sprechen für sich; die Unterstützung durch die niedersächsische „Showbox“ lehnten die Musiker gar ab...) schafften es dann auch Dank ihrer sehr charismatischen Sängerin als erste, mit ihrem UK-Indie-Pop den Platz vor der Bühne zu besiedeln.
Die Sounds von Headliner 206, nachmittags noch auf einem Open Air nahe Kiel zelebriert, wurden für die Ohren dann endgültig zu einer (qualitativ hochwertigen) Zerreißprobe: Laut, gesellschaftskritisch und mit kraftstrotzenden Punk erfüllten die Leipziger klanglich den Raum, den sie visuell in eine dunkle Hölle verwandelten – sie hatten den Lichtmixer extra um dezente Beleuchtung gebeten. Kurz und schmerzvoll jagte sich das Trio durch die Songs des erstklassigen Debutalbums „Republik der Heiserkeit“ (Zickzack; siehe Slam No. 55), in dessen Verlauf mit dem Track „Hallo Hoelle“ endlich auch jener Track erklang, der die Veranstalter zum Event veranlasst hatte. Beim Abbau kippte leider ein Teil der Lichtanlage um, was die Musiker dazu veranlasste, sich noch Teile des Schlagzeugs hinterher zu werfen.... Gegen 2.00 ließen die Spaß-Punks von Augen Auf (sie waren erst gegen 22.00 aus Kassel bzw von einer Strandsause am Hendrix-Gedenkstein auf Fehmarn eingetroffen) den krachenden Abend mit einer Party ausklingen – sie holten das Publikum auf die Bühne, um selbst dann davor zu spielen... So intim wird man diese 5 Bands sicher so schnell nicht wieder sehen... 206 spielen demnächst u.a. beim Haldern Open Air, die Dashwoods beim Dockville-Festival in HH... Augen Auf, kann man da abschließend nur noch sagen...

Ralf G. Poppe

http://vivaconagua.org/index.htm?post?1652
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