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HAMMERFALL

31.01.2003, PLANET MUSIC (WIEN)
hammerfall / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie schwedischen Tempelritter HAMMERFALL schauten auf ihrem Kreuzzug auch wieder in Wien vorbei. Im Tross folgten Nostradameus, ebenfalls aus Schweden, und Masterplan, das Projekt um die beiden Ex-Helloween Mitglieder Roland Grapow und Ulli Kusch. Und bevor die versammelte True Metal Gemeinde den Headliner bewundern durfte, machten die Vorbands noch so richtig Stimmung. NOSTRADAMEUS überzeugten mit viel Spielfreude, die auch vom zeitweise schlechten Sound nicht getrübt werden konnte. Bei MASTERPLAN ging es dann noch heftiger zur Sache. „Reserve-Malmsteen“ Roland Grapow zauberte mit seinen Fingern wieselflink auf der Gitarre und die dreistimmigen Gesänge meisterten die Jungs mit einer unglaublichen Souveränität. Es sollte nicht verwundern, wenn Masterplan bald als Headliner durch die Lande touren werden.

Nach der Aufwärmrunde wurde die Bühne mit Totenköpfen und Fackeln in eine ansprechende Form gebracht. Und dann erschien… der Tempelritter von den HAMMERFALL Covers höchstpersönlich. Zu bombastischen Klängen musterte die wandelnde Rüstung das Publikum. Dann hob der Templer seinen überdimensionalen Hammer und wuchtete ihn zu Boden. Funken stiegen auf und die Band enterte die Bühne.

Ab diesem Zeitpunkt hatten die Fünf die Halle unter ihrer Kontrolle. Souverän und präzise legte Anders Johansson den Rhythmusteppich. Bassist Magnus Rosén zeigte neben exzellentem Bassspiel auch immer wieder seine animalisch wirkenden Zähne. Stefan Elmgren demonstrierte seine Klasse als Gitarrist mit furiosen Soli, ohne sich jedoch zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Joacim Cans bot eine solide Sangesleistung und hatte das Publikum mit den üblichen Spielen („You scream…“, „…best audience we’ve ever had…“) bestens im Griff. Und Gründungsmitglied Oscar Dronjak schaute wie üblich lustig aus. Der Hüne wirkt in seinem Outfit einfach ein wenig seltsam, sein langer und schlaksiger Körper mag sich nicht so recht mit dem Kettenhemd anfreunden. Aber das tat seiner Spielfreude keinerlei Abbruch und er hatte sichtlich Spaß an der Show.
Die Auswahl der Nummern erfolgte absolut treffsicher. Songs vom neuen Album „Crimson Thunder“ wechselten sich mit Klassikern wie „Heeding the Call“, „At the End of the Rainbow“ und „Stone Cold“ ab. Die übliche Ballade wurde mit „Glory to the Brave“ zelebriert. Angesichts der (in Anbetracht der Location) pompösen Bühnenshow mit Lichteffekten und Feuerwerk verzieh man der Band dann sogar die teilweise recht platten Texte („Hearts on Fire, Hearts on Fire, burning burning with Desire“). Am Ende der Show war das Publikum jedenfalls zufrieden, die Band wurde mit minutenlangem Applaus abgefeiert. Und selbst Zweifler mussten am Ende zugeben, dass Hammerfall live eine Macht sind.

eko
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