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Hellsing Ultimate OVA Vol. 1

Jetzt noch tödlicher!

(C) Nipponart / Hellsing Ultimate OVA Vol. 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenElf Jahre Laufzeit für eine Serie sind in den Gefilden der Popkultur eine lange Zeit, und wenn es sich dabei um einen Manga handelt, ist diese Zahl gleich noch einmal so beeindruckend. "Hellsing" von Kouta Hirano erschien im Original von 1997-2008 und wurde auch als 13-teiliger Anime umgesetzt. Da zum Zeitpunkt der Ausstrahlung 2001/02 die Vorlage aber noch nicht abgeschlossen war, nahm die Serie einen anderen Verlauf und beinhaltete auch Episoden, die völlig neue, eigens erdachte Storys erzählten.


Wohl auch um die Puristen unter den Fans zufriedenzustellen, erschien ab 2006 als "Direct-to-video" eine zehnteilige OVA-Reihe mit dem Titel "Hellsing Ultimate", die sich strikt an die Manga-Vorlage hält. Nach dem ursprünglichen Anime beschert uns Nipponart nun auch diesen ungeschnittenen Re-Cut, der die Zuschauer ohne längere Umschweife in ein alternatives Großbritannien führt. Hier versieht ein von der englischen Krone gegründeter, geheimer Orden namens Hellsing (Her royal Englisch Legion of Legitimate Supernatural and Immortal Night Guards) seinen Dienst, der Monster aller Art aufspürt und vernichtet.


Die Organisation unter der Führung der resoluten und äußerst zigarrenaffinen Integra Hellsing ist Anhänger des Mottos, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben – denn gegen Vampire setzt man den mächtigen Alucard ein, der selbst der Spitzzahnfraktion angehört und dem Haus Hellsing einst Treue geschworen hat. Er ist es auch, der in der ersten OVA der jungen Polizistin Seras Victoria das Leben vor einer Herde von Ghulen rettet und die Schwerverletzte auf ihren Wunsch hin zur Vampirin und somit seiner Untergebenen macht.


Zu tun gibt es mehr als genug, denn seit einiger Zeit häufen sich Zwischenfälle mit Vampiren, die brave englische Protestanten anknabbern. Noch ist unklar, was dahintersteckt, aber Alucard und Seras Victoria werden nach Nordirland entsandt, um dort einen Blutsauger zur Strecke zu bringen. Dabei geraten sie allerdings mit der katholischen Konkurrenz auseinander, denn der Vatikan hat seine eigene Geheimeinheit mit mächtigen Agenten, von denen sich mit Vater Alexander Ferguson gleich ein Schwergewicht die Ehre gibt.


In hoher Auflösung metzelt sich's viel besser, und so bekommen wir fast am laufenden Band ästhetisch durch die Gegend fliegende Kugeln, durchsiebte Körper und spritzendes Blut präsentiert. Das Animationsstudio Satelight, das auch für die Umsetzung der drei folgenden OVAs zuständig war, lässt eine fast durchgehend ins Dunkel der Nacht getauchte, düstere Atmosphäre vom Stapel und schafft es sogar, das Gehen auf knarrenden Holzdielen cool zu inszenieren. Noch ist (außer für Kenner der Serie) unklar, welchen weiteren Verlauf die Serie nehmen wird, aber wenn das in der hier gezeigten Qualität geschieht, sind etwaige Sorgen wohl fehl am Platz.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Nipponart




 


 
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