Die Amis rund um Ausnahmegitarrist und Sänger Matt Pike haben sich in den letzten Jahren im Windschatten einer Band wie MASTODON (denen sie spielerisch in nix nachstehen und mit denen sie auch befreundet sind) zu einer immer größeren Nummer entwickelt, vor allem in ihrem Heimatland. Und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis Europa dieser Band verfällt. „Death is this communion“ jedenfalls bietet die besten Voraussetzungen dafür und ist ein mehr als würdiger Nachfolger des starken „Blessed Black Wings“-Albums. Auch wenn Mr. Pike das zum Teil anders sieht (siehe Story in dieser Ausgabe): Der Einstieg von Ex-ZEKE-Bassist Jeff Matz hat seine Spuren hinterlassen. Und diese zeigen sich in einem höheren Schweinerock-Faktor („Rumors Of War“), wobei wir es hier im Großen und Ganzen natürlich immer noch mit einem Metal-meets-Stoner-Album zu tun haben. Besonders erfreulich ist die inzwischen gewonnene Bandbreite von HIGH ON FIRE, die auch vor dem Einsatz einer Sitar oder Tribal-Stücken (Khanrad’s Wall“, „Death is this communion“) nicht zurückschreckt. Ganz große Klasse und im Gesamtbild stimmig. Weiters sind diese Nummern vor allem ein Beweis dafür, welch eigenständigen Stil Drummer Des Kensel inzwischen entwickelt hat. Der einzige Wermutstropfen auf „death is this communion“ sind die vor allem gegen Ende hin etwas unflexibel ausgefallenen Gesangslinien, aber dieses Manko wird mit schierer Brutalität in den Hintergrund gedrängt. Im Übrigen klingt Pikes Stimme ohnehin so, als würde er jeden Morgen in Whiskey eingelegte Nägel gurgeln – Lemmy ist bestimmt stolz auf ihn. Für den Sound hingegen zeichnete niemand Geringerer als Jack Endino (NIRVANA, SOUNDGARDEN) verantwortlich, der es schaffte, der Platte einen warmen, aber dennoch enorm druckvollen Klang zu verpassen. Definitiv das ausgereifteste HIGH ON FIRE-Werk bisher, und – mich für die abgelutschte Phrase gleich entschuldigend – ein Stück Musik, das mit jedem Mal hören wächst.www.highonfire.net
Martin Ertolitsch





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