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HOLLENTHON (SLAM-ZINE #7)


Mit ihrem mittlerweile zweiten Scheibchen „With Vilest of Worms to dwell“ werden die Wiener HOLLENTHON sicher wieder einiges Aufsehen erregen.

Um ein wenig Licht in die Sache zu bringen, knöpfte sich MikerOwavE Bandhälfte und Schlagwerker MIKE GRÖGER vor. Und dass es auch ein Leben vor, nach oder neben Pungent Stench gibt ist nur einer der Umstände, denen wir Bands wie HOLLENTHON zu verdanken haben. Aber lest selbst...

Nun, der Werdegang von HOLLENTHON war ja nicht gerade vorhersehbar. Wie war das anfangs, wolltet ihr eine Band sein, ein Sideproject oder war´s doch eher nur ein Hobby?


Also Band hatten wir eigentlich keine vorgehabt, eigentlich hätte es ja ein Studioprojekt werden sollen, und wir hatten anfangs nicht einmal vor, live zu spielen. Weil aber die erste CD sehr gut bei den Leuten ankam, haben wir letztendlich beschlossen eine zweite aufzunehmen. Auch unsere Plattenfirma meinte, wir müssten doch eine Tour machen, wenn das ganze so gut ankommt. Wir hatten aber dann ein Problem mit den Musikern, weil wir eben nur zu zweit waren. Wir haben uns ein wenig umgesehen, und schließlich haben uns die zwei Salzburger Musiker Werner und Mario, der auch hauptsächlich bei PUNGENT STENCH Bass spielt, live verstärkt. Somit war HOLLENTHON als Band komplett und wir konnten auch auf Tour gehen.

Das leitet mich gleich zu der Frage über: HOLLENTHON klingen ja zumindest auf Platte eher nach einer sechsköpfigen Band, mit wie vielen Leuten habt ihr effektiv im Studio gearbeitet?

Eigentlich nur zu zweit. Der Martin (Schirenc, d.Verf.) hat sämtliche Kompositionen gemacht, bei beiden CDs. Er hat auch alle Samples selbst entworfen, wir arbeiten auch lieber mit Samples, denn das erspart uns live den Keyboarder. Dann hat Martin natürlich auch sämtliche Gitarren, Basslines und den Gesang eingespielt, und ich habe dann einfach nur mehr das Schlagzeug dazu beigesteuert. Also, im Studio arbeiten wir definitiv zu zweit, live jedoch dann mit vier Mann.

Wie kam es eigentlich zu der Zusammenarbeit zwischen Martin und dir?

Wir spielten früher schon gemeinsam in einer Band namens MUDBREED, das hat sich dann aber aufgrund von Problemen mit dem damaligen Sänger in Wohlgefallen aufgelöst. HOLLENTHON lief damals auch schon nebenbei, aber halt nur als Studioprojekt, dadurch ist das ganze dann irgendwie zustande gekommen.

Ihr verarbeitet ja konzeptlich Mystery- oder Fantasy-Themen. Bei eurer neuen CD geht es um ein Ding namens FISTERRA. Was steckt dahinter? Erzähl mal ein wenig davon...

(Lacht) Tja, was soll ich dazu sagen... Fantasy... liegt wahrscheinlich auch hauptsächlich an der Musik, dass wir solche Themen behandeln. Irgendwie ist es halt eine gewisse Faszination diesbezüglich, die man dann mit unserer Musik auch gut wiedergeben kann. Mit den Chören und den symphonischen Einflüssen kann man das natürlich auch besser rüberbringen. Es klingt vielleicht blöd, aber man kann das in der Musik auch sehr schön ausleben, z.B. in einem Fantasy-Film irgendwo auf einem Schlachtfeld zu stehen. Mehr fällt mir ehrlich gesagt nichts dazu ein.

Also ist das ganze eher auf Martins Mist gewachsen?

Kann man so sagen...

Ihr wart im Frühjahr ja mit SIEBENBÜRGEN und EISREGEN durch Europa unterwegs. Wie war die Tour für euch, hat sie euch viel gebracht, wie lief das ab?

Die Tour war absolut supergenial, sowohl für uns als auch für die anderen Bands. Es gab auch keinerlei Probleme mit den anderen, SIEBENBÜRGEN sind total super Typen, auch EISREGEN. Vor allem in Deutschland hatten wir einen guten Zuschauerschnitt, mit dem wir eigentlich gar nicht gerechnet hätten, nicht zuletzt eben durch EISREGEN. Mit denen konnten wir zwar nicht ganz mithalten, aber es haben uns ja wenigstens einige Leute gesehen. Die Tour hat uns und den anderen wirklich viel gebracht und ich würde gerne nochmal so eine Partie mitfahren, es war wirklich genial.

Heuer spielt ihr ja auch am Wacken Open Air... was habt ihr livemäßig sonst noch so vor in nächster Zeit?

Im November sind wir in Innsbruck, da weiß ich aber noch nichts Genaues. Im September sind wir dann noch in der Tschechei auf irgend so einem Festival zu Gast. Sonst ist zurzeit noch nichts wirklich fix. Wir sollten ja an der nächsten CD auch arbeiten, und das nimmt viel Zeit in Anspruch.

Klar. Euer Stil ist ja grundsätzlich Metal. Was habt ihr für Einflüsse, wer gibt welchen Input, kann jeder seinen eigenen Geschmack einbringen? Aus welchen Zutaten kocht ihr denn euer Süppchen?

Man kann nicht wirklich sagen, dass wir von bestimmten Bands beeinflusst sind. Klar hört man dieses und jenes raus, das kann jeder sehen wie er will, jede Nummer von uns klingt natürlich nach irgendwem oder irgendwas, das ist aber heutzutage bei allen Bands so. Wir spielen einfach das, was uns gerade Spaß macht, wobei Martins Kompositionen die Grundlagen bilden. Ich spiele halt dann am Schlagzeug das dazu, wo ich mir denke, es passt ganz gut. Dann wird herumgetüftelt. Aber man kann nicht sagen, dass wir jetzt Black Sabbath oder Iron Maiden als Einfluss hätten, da müsste ich lügen wenn ich das sagen würde. Wir machen keine Nummer um wie irgendeine x-beliebige Band zu klingen, behaupte ich mal.

Warum eigentlich der Name HOLLENTHON? Habt ihr einen besonderen Bezug zur Buckligen Welt (eine schöne Landschaft im südlichen Niederösterreich, d.Verf.), oder war es einfach nur irgendeine alkoholgetränkte Idee?

Naja, wie jeder weiß, der einmal eine Band hatte oder gründen will, Bandnamen finden ist immer das absolute Chaos. Man denkt, man hätte einen tollen Namen und ein paar Wochen später sieht man diesen Namen dann irgendwo auf einem Plakat, in einem Magazin, irgendwie ist dieser Name dann schon da. Ist halt nicht so einfach. Das erste Projekt vom Martin, der HOLLENTHON damals schon einige Zeit alleine betrieben hatte, war ja VUZEM, was im Endeffekt der Name eines Pelzgeschäftes in Wien ist... Er dachte sich halt, das klingt ganz gut. Dann bin ich dazugestoßen und irgendwann war er dann in der Buckligen Welt und kam eines Tages daher und meinte „Wir heißen jetzt Hollenthon“. Mir war das eigentlich ziemlich egal wie wir heißen, erst musste ich lachen, aber als ich die CD-Entwürfe gesehen habe, hab ich gewusst, dass er es ernst meint.

Euer Artwork auf den CDs und auch auf eurer Homepage (www.hollenthon.com) finde wahrscheinlich nicht nur ich ziemlich gelungen. Wer ist dafür verantwortlich?

Naja... irgendwie kommt´s mir schön langsam so vor, als hätte ich nicht wirklich viel mit HOLLENTHON zu tun (grinst zynisch). Das Artwork stammt auch vom Martin, er macht das zusammen mit seiner Frau (die teilweise auch auf einigen Songs zu hören ist, d.Verf.). Die beiden machen das ja auch beruflich, da bietet sich das ja geradezu an, und ich glaube das ganze kann sich auch sehen lassen.

Damit jetzt aber keiner sagt „HOLLENTHON ist nur der Martin Schirenc“... gibt’s von deiner Person irgendwas zu sagen, das man wissen sollte?

Obwohl HOLLENTHON nicht meine einzige Band ist, bin ich schon ein festes Mitglied davon. Ich hoffe, dass ich mit meinen schlagzeugtechnischen Fähigkeiten den Sound von HOLLENTHON ein wenig einzigartiger mache, nicht weil ich jetzt ein mörderischer Schlagzeuger bin, aber es ist einfach dieser gewisse Touch durch mich und das sollte auch so bleiben. Das ist mein Job bei dieserganzen Geschichte... irgendwie eine blöde Frage, mir fällt auch gar nicht mehr dazu ein.

Braucht es auch nicht. Wir werden jedenfalls von euch hören. Und natürlich sind wir gespannt auf eure Livepräsenz und euer nächstes Output. Soviel dazu.
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