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In China essen sie Hunde (Arthaus)

"Skandinavisches Kino", Teil 4: Gutmensch durch Waffengewalt?

(C) Arthaus/Kinowelt / In China essen sie Hunde / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFilm Nummer vier stammt ebenfalls aus Dänemark, aber diesmal spielen ein gelangweilter Bankangestellter und sein krimineller Bruder die Hauptrollen. "In China essen sie Hunde" heißt Lasse Spang Olsens Regiestreich aus dem Jahre 1999 und handelt von Arvid (Dejan Cukic), der sein Dasein hinter dem Schalter einer langweiligen Bank fristet und dessen Leben von Monotonie und Gleichgültigkeit dominiert wird. Zuhause wartet nur seine Freundin Hanne (Trine Dyrholm) auf ihn, die mit diesem langweiligen Leben schon lange nicht mehr klarkommt. Eines Tages ändert sich Arvids Leben sprichwörtlich schlagartig. Mit einem Squash-Schläger kann er einen Bankräuber niederschlagen und wird dadurch zum gefeierten Helden. Doch es ist zu spät. Als er nach Hause kommt, ist seine Wohnung bereits leer und Hanne über alle Berge. Dafür steht die wildfremde Astrid (Line Kruse) vor der Tür und behauptet, er habe ihr Leben zerstört, denn der Bankräuber sei ihr Freund und wollte das Geld für eine künstliche Befruchtung auftreiben. Kurz darauf wird Arvid von einer ganzen Rockerbande verprügelt, weil er einem ihrer Mitglieder den Kredit verweigert hat.


Die Vorfälle lasten schwer auf seinem Gewissen und so beschließt er, seine Fehler wieder auszubügeln. Aber wie? Nur sein krimineller Bruder Harald (Kim Bodnia) kann ihm dabei helfen und gemeinsam mit dessen Küchenpersonal startet ereinen irrwitzigen Plan. Ein Geldtransporter soll überfallen werden, um Astrid und ihr Kinderglück finanziell zu unterstützen. Als ihr die Beute übergeben wird, zeigt sie sich jedoch keineswegs dankbar. Trotzdem ist der nächste Schritt in Arvids irrwitzigem Plan, den Bankräuber zu befreien und ihr dadurch ihren Freund zurückzugeben. Aber nichts läuft so, wie es geplant ist und Arvid sieht sich plötzlich einer Eskalation der Ereignisse gegenüber, mit der niemand gerechnet hat. Lasse Spang Olsen beweist mit "In China essen sie Hunde" sein Feingefühl für Humor, Sarkasmus und groteske Situationen. Er lässt seine Figuren aus Nächstenliebe heraus brutale Verbrechen begehen, zeichnet seine Protagonisten trotz Rassismus, Gewalt und anarchischem Verhalten als sympathische, liebenswerte Menschen und vermittelt stets ein sehr gegensätzliches Bild der Personen.


Der liebende Bruder ein brutaler Mörder, der langweilige Banker ein Pistolero, dessen Leben aus den Fugen gerät, und schnell wird der Film zu einem chaotischen Feuerwerk an Gags, Situationskomik und der Erkenntnis, dass man niemals versuchen sollte etwas Gutes zu tun. Ein Film, der vor allem die emotional verkorkste Beziehung zwischen zwei Brüdern thematisiert und einen sympathischen Kerl auf seiner Reise durch alle erdenklichen Worst-case-Szenarien begleitet. "In China essen sie Hunde" ist ein Meisterwerk des derben Humors, eine sarkastische Aufarbeitung von Rassismus, Waffenhandel und Gewalt in Dänemark, der jeglicher Respekt vor Autorität verloren gegangen ist.



# # # Christoph Höhl # # #





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